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Mount Robson Pass! (Video)

  • Einige Schritte noch. Meine Füße, Waden und restlichen Beinmuskeln zittern vor Anstrengung. Die Sonne im Nacken und Mount Robson, der höchste Berg Kanadas, liegt rechts von mir. Dann biege ich um die Ecke und ein gigantisches Tal eröffnet sich mir.

    Meike und ich laufen Schritt für Schritt zum Campground „Mount Robson Pass“. Circa 800 Höhenmeter auf über 23 Kilometer liegen hinter uns. Einige Steigungen haben es ganz schön in sich gehabt. Die Hitze, das schwere Gepäck und die Unsicherheit aufgrund von Bären sind nicht immer leicht, wurden aber durch unglaubliche Landschaften belohnt!

    Das Flussbett, durch das wir laufen, liegt direkt vor uns. Von links nach rechts zieht es sich circa einen Kilometer lang. Genährt vom Gletscher, See und einigen Bächen sowie einem größeren Fluss sucht sich das Wasser seine Bahnen durch den Kies. Farbenfrohe Blumen, saftige Wiesen, Totholz, rechts der 3.954 Meter hohe Mount Robson, links weitere Berge. Phänomenal!

    Rückblick: Es ist Freitagnachmittag, halb vier. Meike und ich kommen gerade aus dem örtlichen AG Foods in McBride. Auf der Rückfahrt vom Einkauf zu Adam und Emilia. Wir beschließen die Sachen für eine kleinere Wanderung schnell zu packen und dann zum 90 Kilometer entfernten Mount Robson zu fahren. Noch schnell denn Müll aus dem Wagen entfernt, geht es auch schon los.

    Am Mount Roboson angekommen, treffen wir zwei Freunde aus Valemount, mit denen ich vor einiger Zeit Fußball gespielt hatte und die hier an der Mount Robson Information ihr Geld verdienen. Sie erklären uns den Trail, was zu beachten ist und wo wir übernachten können. Anders als die normalen Campground, sind diese Camps offizielle „Wilderness Campgrounds“. Da die Gegend um den Mount Robson ein „Provincial Park“ ist, also von der Provinz British Columbia unter Schutz gestellt, gelten hier natürlich besondere Vorschriften. Kein Lagerfeuer, keine Mülleimer, kein Füttern von Tieren und und und…

    Nachdem wir uns dazu entschlossen haben, bis zum höchsten Campground, dem „Mount Robson Pass“ zu wandern, geht es auch schon wieder zum Auto um alles nötige zu packen. Wie es sich gehört, trägt der Mann den größten Teil, was aber nicht bedeutet, dass Meikes Gepäck weniger leicht ist. Hinzu kommt – Meikes Schuhe sind nicht ideal für eine solche Wanderung, was mich schon an der Informationsstelle leicht verwundern ließ, als Meike meinte, sie würde gerne bis nach ganz oben. Aber mich soll es nicht stören. Ich will da hoch und würde Meike zur Not auch auf die Schulter nehmen…

    Der erste Schritt von 23 Kilometern ist gemacht und es geht fortan an unzähligen Schönheiten der Natur vorbei. Uralte Zederbäume, die sechs mal so dick sind wie ich, ein reißender Fluss unmittelbar neben uns oder ein See, der malerisch von Bergen umgeben ist.

    Trotz Hindernissen wie Hitze, Steigungen, Klettereinlagen oder überfluteten Wegen - der Robson Pass war unglaublich! Aber seht selbst!

    http://peterjelinek.wordpress.com/meine-videos/

    Bilder meiner Reise gibt es hier: http://peterjelinek.wordpress.com/2012/08/12/fotographie/

    Wer regelmäßig einen Eindruck von meiner Tour bekommen will, kann unter peterjelinek.wordpress.com alles erfahren! :)

Kommentare

5 Kommentare
  • midori
    midori Oh man! Ich sitz grad hier und heul ein bisschen, weils einfach viel zu schön ist und du immer so traurige Musik nehmen musst! :D Ich sehs schon kommen... Peter und Meike werden Weltenbummler und irgendwann stehen sie bei uns in Jena im Hörsaa...  mehr
    2. August 2012
  • TaniaTukan
    TaniaTukan sooo tolllllll :)
    3. August 2012
  • Franzi
    Franzi Ach wie schön, vielen Dank für den tollen Bericht und das Video! Da fühle ich mich doch direkt zurück versetzt und würde am liebsten gleich wieder los!!! :) Habt noch eine ganz tolle Zeit! :)
    4. August 2012
  • weltenretterin16
    weltenretterin16 Sie klingt super spannend und aufregen, die Beschreibung über deinen Aufstieg :D
    Und die Filme sind so wunderschön, man kann gar nicht glauben dass irgendwelche Menschen nicht darüber nachdenken dass sie so etwas zerstören. Toll, ich b...  mehr
    16. November 2012