Berichte

Vilm - Zuhause der Artenvielfalt

  • Letzte Nacht sind die Wohnen-, Mobilitäts- und Energiegruppe zurück zu uns nach Berlin gekommen und inzwischen sind wir alle gemeinsam auf der Insel Vilm, in der Ostsee, angekommen. Wir wurden von Dr. Knapp begrüßt und er teilte uns mit, dass wir die jüngsten Besucher in diesem Jahr seien und führte uns in den historischen Hintergrund der Insel ein. Vilm wurde in der Zeit der DDR als SED-Urlaubsinsel genutzt und für die Öffentlichkeit bis 1990 gesperrt. Seither gibt es dort die Internationale Naturschutzakademie, die heute auch als Außenstelle des Bundesamtes für Naturschutz genutzt wird.

    Seit ca. 50 Jahren wird in vielen Bereichen der Insel kein Ackerbau mehr betrieben und die Natur sich selbst überlassen. Inzwischen ist es hier renaturiert, indem der Wind und Vögel, wie der Eichelherr Samen hergetragen haben. Es handelt sich um ein faszinierendes Ereignis, welches die These unterstützt, dass es in der gemäßigten Zone unter natürlichen Bedingungen überall dichten Laubwald gäbe.

     

    Der Einfluss des Menschen auf die Natur ist gravierend, der leider oft auf die leichte Schulter genommen wird. Der Gebrauch konventioneller Düngermittel trägt zu einem hohen Nitratgehalt der Gewässer bei und dies führt zur Eutrophierung der Gewässer also letztendlich zu toten Zonen in der Ostsee, was sich negativ aufs Klima auswirkt. Ein weiterer Aspekt, der uns (Ernährungsgruppe) dazu bewegte zwischen ökologischen und konventionellen Landbau abzuwägen.

    Auf dem Weg zum Abendessen liefen mir wortwörtlich zwei Rehe über den Weg – da fragt man sich doch wie die es auf Vilm geschafft haben? Ganz einfach: im Winter, übers Eis. Nach einer Stärkung stellten die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse der Arbeitsphase vor und die Climate Media Factory klärte uns über den folgenden Tagesablauf auf, bevor es zur Fledermauswanderung weiter gehen würde.

     

    Es scheint fast so, als würde die Zeit immer schneller vorüber gehen und es bleibt spannend.

     

Kommentare

3 Kommentare
  • nnamrrehdlopoel
    nnamrrehdlopoel Der Vogel, der die Samen gebracht hat, heißt Eichelhäher;-)
    28. Juli 2012
  • FabianN
    FabianN Danke für den Bericht ;)
    Rehe bei Eis auf der Ostsee, das hätte ich gern gesehen ;)

    Aber es ist doch richtig schön zu hören, das auf dieser Insel die Natur einfach mal wieder Natur sein kann, und nicht die Menschen wieder alles ver&au...  mehr
    28. Juli 2012
  • Anais
    Anais @eagle4nature: Es ist echt super schön hier :)
    Und dass es einem manchmal so vorkommt, als seien alle Bemühungen umsonst, kann ich nur zu gut nachvollziehen - aber in dieser Hinsicht liegt es eben vor allem in den Händen der Konsumenten, al...  mehr
    28. Juli 2012