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Klimawandel bedroht Schneeleopard

  • Beim Klimawandel denken viele an den Meeresspiegel, an Wetterextreme und - hoffentlich - grüne Energieformen. Aber wer denkt an Schneeleoparden? Nach einer aktuellen WWF-Studie bedroht der Klimawandel auch die Schneeleoparden im Himalaja. Und die sind ohnehin schon stark gefährdet. Doch was hat der Klimawandel mit diesen Raubkatzen zu tun?

    Der WWF-Untersuchung zufolge, die im Fachmagazin Biological Conservation veröffentlicht wurde, verlieren die Großkatzen bis zu 30 Prozent ihres Lebensraumes, wenn der Anteil an Treibhausgasen in der Atmosphäre weiter steigt. Es wird wärmer, die Bäume können auch in höheren Gebieten wachsen, die Baumgrenze verschiebt sich nach oben - und damit kommen die Schneeleoparden nicht zurecht. "Die Großkatzen verirren sich kaum in die bewaldeten Zonen und auch in den extremen Hochgebirgsregionen haben sie eine natürliche Verbreitungsgrenze, die sie selten überschreiten", fasst Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland die Ergebnisse zusammen. Da sich die Baumgrenze durch den Klimawandel nach oben verlagert, schrumpft der Lebensraum der Tiere zusammen.

    Schneeleoparden leben in hochalpinen Regionen oberhalb der Baumgrenze, aber unter 5.000 Metern Höhe. Nur hier können die hoch spezialisierten und bestens angepassten Jäger ihre Beute, wie etwa Steinböcke oder Schraubenziegen, erlegen. Bereits heute gibt es nur noch rund 4.000 bis 6.500 Schneeleoparden in den Gebirgen Nord- und Zentralasiens und dem Himalaja-Massiv.

    Die Erwärmung in der Himalaja-Region durch den Klimawandel ist stärker als im Weltdurchschnitt. Der Weltklimarat (IPCC) geht davon aus, dass der Temperaturanstieg am Dach der Welt drei bis vier Grad bis zum Ende des Jahrhunderts betragen könnte. Zugleich zeigen die WWF-Untersuchungen, dass sich der Klimawandel in manchen Gebieten im Himalaja wahrscheinlich weniger stark auswirken wird. Dort könnten Schneeleoparden weiterhin überleben. Nur durch internationale Zusammenarbeit und vernetzte Schutzgebiete kann die Art langfristig geschützt werden, so die Forderung des WWF.

    Zusätzlich muss die Wilderei bekämpft werden. Und auch Konflikte mit den Viehaltern kündigen sich an - sie könnten die Wilderei verstärken. "Die Klima-Veränderungen im hochalpinen Bereich bedeuten nicht nur eine Verkleinerung des Lebensraumes für die Schneeleoparden, sondern bringt sie auch näher an das Vieh auf den Weiden. Wenn die Großkatzen ihre Beute unter den Nutztieren suchen, müssen wir befürchten, dass die Herdenbesitzer aus Rache die Schneeleoparden töten werden“, warnt Volker.

    Hoffnung machen diese Bilder, die uns einen fantastischen Einblick in das Leben der Schneeleoparden geben. Stefan Ziegler, ebenfalls Artenschützer beim WWF, kennt die Region besonders gut, und zeigt uns die aktuellsten Aufnahmen:

    Foto: Schneeleopard. © National Geographic Stock / Steve Winter / WWF

Kommentare

7 Kommentare
  • LSternus
    LSternus Es sind wunderschöne Tiere, danke für die tollen Bilder.
    Ich wuste gar nicht, dass es noch Schneeleoparden in Pakistan gibt!
    Es ist traurig, dass es nur noch so wenige gibt!
    22. Juli 2012
  • MAngel
    MAngel So wunderschön
    24. Juli 2012
  • Geogina97
    Geogina97 Das sind echt schöne Tiere und noch ein grund entlich was zu endern es werden uns doch an sovielen stellen gezeigt was wir angerichtet haben. da wird es doch langsam zeit etwas zu tun.
    24. Juli 2012
  • Kathinki
    Kathinki Sie sind so majestätisch!
    19. November 2012