Berichte

WWF Projekt wird Weltnaturerbe.

  • Diejenigen unter euch, die die WWF Jugend schon seit 2009 in ihrer Entwicklung begleiten, dürften den Namen Dzanga-Sangha wohl schon öfter gehört haben. Damals waren Janine, Olli und Silke aus der WWF Jugend nach Afrika gereist, um euch einen Eindruck aus dem weitentfernten Regenwald zu vermitteln.


    Janine, Olli und Silke haben für euch hautnah berichtet. © Florian Niethammer / WWF

    Das im Dreiländereck zwischen Zentralafrikanischer Republik, Kamerun und Republik Kongo liegende Schutzgebiet beherbergt eine außergewöhnlich hohe Zahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Seltene Waldelefanten, Schimpansen, Bongo-Antilopen und scheue Flachlandgorillas finden hier ideale Lebensbedingungen.

    „Das Tolle an der Sangha-Region sind seine unterschiedlichen Lebensräume. Hier gibt es tropische Wälder, Feuchtgebiete und natürliche Lichtungen, so genannte Bais“, so WWF-Fachfrau Herbinger. Insbesondere diese Waldlichtungen, die von den Elefanten wegen ihrer mineralhaltigen Böden aufgesucht werden, machen das Gebiet einzigartig: „Nirgendwo sonst auf der Erde treffen mehr als hundert Waldelefanten gleichzeitig aufeinander, oft in Begleitung von Bongo-Antilopen, Waldbüffeln oder Riesenwaldschweinen“, so Herbinger.


    Waldelefanten auf einer Lichtung. © R. Isotti / WWF

    Für Dzanga-Sangha gibt es nun ganz wundervolle Neuigkeiten! Das im Kongobecken liegende Schutzgebiete wird Weltnaturerbe! Dies hat das Welterbe-Komitee der Unesco in St. Petersburg verkündet. Der WWF, der seit über 20 Jahren vor Ort aktiv ist, freut sich über die Entscheidung: „Das Schutzgebiet gehört zu den wichtigsten Ökoregionen der Welt. Es ist ein einzigartiges Naturparadies. Der Weltnaturerbe-Status gibt uns Rückendeckung für den Schutz der Region“, sagt Dr. Ilka Herbinger, Afrikareferentin beim WWF Deutschland. Der WWF hatte sich für die Aufnahme des TNS als Weltnaturerbe stark gemacht.


    Zwei der dort heimischen und seltenen Gorillas. © David Rouge

    Sicher ist der Erhalt des Gebiets trotz der Unesco-Auszeichnung jedoch keinesfalls. Das neue Weltnaturerbe ist insbesondere durch illegale Wilderei gefährdet, die in ganz Zentralafrika zunehmend die Züge organisierter Kriminalität annimmt. Um gegenzusteuern, hilft der WWF beim Einsatz von Anti-Wilderer-Brigaden. Zeitgleich unterstützt der WWF ökotouristische Aktivitäten, damit die lokale Bevölkerung durch neue Einnahmemöglichkeiten vom Naturschutz profitiert. „So steigern wir die Motivation, den wertvollen Lebensraum zu schützen und nicht zu wildern“, erklärt Ilka Herbinger.

    Erste Erfolgsmeldungen gibt es bereits: Im Jahr 2011wurde im Dzanga-Sangha Schutzgebiet, dem Zentralafrikanischen Teil des Weltnaturerbes, nachweislich kein Elefant von Wilderern getötet. Beim Schutz vor Ort wird der WWF Deutschland von der Krombacher-Brauerei unterstützt, die sich mit dem Regenwald-Projekt seit über zehn Jahren für den Schutz des Tropenwaldes und seiner faszinierenden Arten engagiert.


    Ausblick aus der Doli-Lodge. © Florian Niethammer / WWF

    Titelbild: © Johannes Kirchgatter / WWF

Kommentare

26 Kommentare
  • Maikaefer
    Maikaefer Bin gerade erst wieder im Netz und habe mich total über diese Neuigkeit gefreut. Endlich mal eine gute Nachricht - weiter so :) :)
    11. Juli 2012
  • Debora
    Debora Großartige Nachricht. Es scheint endlich angekommen zu sein, wie wichtig der Regenwald ist. Mal sehen was Brasilien dazu sagt.
    12. Juli 2012
  • vicktoria
    vicktoria ich sehe es wie @debora.
    ach und ich habe meine mutter gerade auf die wilderrei aufmerksam gemacht und sie sagt sie will einen zoo in afrika aufmachen-angeblich
    was haltet ihr davon?! also wenns hilft dann zwing ich sie dazu;-) , aber wenn nicht....
    13. August 2012
  • Carinaa
    Carinaa ein zoo in afrika? Fantasie ist schonmal gut :D Aber hilft das? :D
    5. November 2012