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Der Greenwashing - Award 2012 - Jetzt abstimmen

  • Greenwashing ist in unserer Welt nichts Seltenes. Die firmeneigenen Propagandaabteilungen scheuen vor nichts zurück um unwissende Verbraucher in die Falle zu locken.
    Wie Schönheitschirurgien verwandeln sie klimakillende, die Luft verpestende und die Welt verschmutzende Firmen in grüne, umweltschützende Musterunternehmen - zumindest äußerlich.
     

    Doch wir haben genug von dem Lügenwirrwarr! In der Gruppe „Gegen Greenwashing“ haben wir uns Gedanken gemacht welche Unternehmen auf eine Maske zurückgreifen um ihre umweltfeindliche Haltung zu verbergen. Den schlimmsten, dreistesten und rücksichtslosesten wollen wir mit einem „Preis“ ehren. Wer die alles andere als begehrenswerte Urkunde bekommen soll? Ja, dass sollt nun ihr entscheiden. Wir haben hier für euch unsere Kandidaten, ihre Lügen und ihre Vergehen.
     

    Die Kandidaten:
     

    E.ON: E.ON hatte 2007 mit umweltfreundlichen Gezeitenkraftwerken geworben. Der Wechsel von Ebbe und Flut treibt auf dem Meeresboden befestigte Turbinen an ohne klimaschädigende Gase aus zu stoßen, soweit die Theorie und weiter ist es nicht gekommen. Auf Nachfrage von Journalisten musste E.ON eingestehen, dass diese Kraftwerke bis lang nur auf dem Papier existieren! Schade eigentlich. Aber sonst beteiligt sich E.ON auch nicht an der längst überfälligen Energiewende. Zusammen mit RWE will E.ON die Bundesregierung auf etwa 10Mrd. € verklagen. Der Grund: Die Stilllegung der Atomkraftwerke und damit angeblich verbundenen finanziellen Einbußen.

    ExxonMobil: Erdgasförderungen ganz ohne unbeherrschbare Risiken, das verspricht uns ExxonMobil durch Hydraulic Fracturing. Dabei werden Wasser, Sand und chemische Zusatzstoffe in einen Schacht gepumpt. Besagter Schacht ist über 1000m tief und führt somit unter das Grundwasser. Etwas leichtsinnig Chemikalien durch und unter die Grundwasserschicht zu pumpen und das mit hohem Druck. ExxonMobil macht sich jedenfalls keine Gedanken, überhaupt keine Gedanken, denn die möglichen Risiken und Nebenwirkungen sind kaum bis gar nicht erforscht. Ebenso die Entsorgung der Bohrschlämme von den sich jeder gut vorstellen kann was für eine Katastrophe bei rauskommt wenn die einfach in den Wald gekippt werden.

    Tetra Pack: Tetra Packs sind umweltschonend denn sie werden aus Pappe hergestellt, sicher doch. Mal abgesehen von den in Sekunden nachwachsenden Bäumen und dem nahezu biblischen Brotregen, werden Tetra Packs von beiden Seiten mit Plastik beschichtet und sind damit weniger umweltfreundlich als in der Werbung dargestellt.

    RWE: Der Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose, bei RWE kommt er aus dem Kohlekraftwerk. Nach dem die Abschaltung der AKWs beschlossene Sache war, pries der RWE – Vorstand Kohlekraftwerke als die langsichtige Zukunft der Energiegewinnung an. Das ist aber noch das kleinste Übel. Nach einem Beitrag des Fernsehsenders Phoenix soll RWE die FDP zu den Kürzungen der Solarstromförderungen mitüberredet haben umso die Energiewende zu behindern. Außerdem will RWE, zusammen mit E.ON, die Bundesregierung auf Schadensersatz verklagen. RWE geht nicht vorweg sondern nur zurück!

    Nestle´: Nestle´ rühmt sich öffentlich mit seiner Nachhaltigkeit. Nachhaltig ist nur die Zerstörung auf Borneo, denn Nestle´ kauft beim Palmöl-Gigant IOI, der den Regenwald auf Borneo illegal rodet. Dieses von Rettet den Regenwald e.V. als Palmöl – Mafia bezeichnetes Unternehmen rodete bis lang 7.000 Hektar illegal für Schokolade und Agrosprit. So viel zur Nachhaltigkeit.


    Wiesenhof: Glückliche Hühner auf der Weise, die ein glückliches Leben führen – gut alles Todeskandidaten, aber die wenigstens ein schönes Leben hatten. Darunter stellen sich viele Menschen den Geflügelmastbetrieb Wiesenhof vor. Doch diese Vorstellung ist ebenso falsch wie die des Wolfes in Rotkäppchen. Das was PETA - Aktivisten mit versteckter Kamera bei Wiesenhof festgehalten haben hat nichts, aber auch gar nichts mit Landwirtschaft zu tun, eher mit Fließbandindustrie. Hunderte Hühner, oft noch Küken auf engstem Raum zusammen gepfercht, trampeln sich gegenseitig tot. Die Tiere können kaum laufen so übermästet sind sie. Die Vögel sehen kaum Sonnenlicht und tragen kaum Federn. Der Betrieb selbst ist wie eine Kaserne gesichert, als solle niemand sehen was auf der anderen Seite des Stacheldrahtes vor sich geht. Einen Schrecken den niemand sehen soll, um des Geldes willen.

    Das sind unsere (un-) scharmanten Kandidaten. Eure Stimme gebt ihr einfach per Kommentar ab. Bitte legt euch auf ein Unternehmen fest, da nach einfachem Mehrheitsprinzip abgestimmt wird.
     

    Wer sich noch etwas näher von den Lügen überzeugen möchte, kann hier nach sehen:


    ExxonMobil: http://www.youtube.com/watch?v=dedYhIOxodw&feature=player_embedded
    E.ON: http://www.youtube.com/watch?v=cs_8Ozrc5vA&feature=relmfu
    Tetra Pack:http://youtube.com/3jrxuctMYLY
    RWE: http://www.vorweggehen.de/erneuerbare-energien/was-ist-intelligente-energie/
    Nestle: http://www.nestle.de/Gemeinsame-Wertschoepfung/Umwelt-und-Nachhaltigkeit/Pages/default.aspx
    Wiesenhof:http://www.wiesenhof-online.de/herkunft/3/3/Umweltpolitik.html

    Quellen:
    http://www.wwf-jugend.de/entdecken/klima/artikel/das-fracking-maerchen-von-exxonmobil;3784
    http://www.wwf-jugend.de/leben/energie-sparen/eon---wir-holen-keinen-strom-aus-dem-meer;3831
    http://youtube.de/3jrxuctMYLY
    http://www.regenwald.org
    http://www.wwf-jugend.de/community/artikel/der-wiesenhof-skandal;2972

     

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