Berichte

Elfenbeinverbrennung in Zentralafrika

  • Gabun will Wilderei-Tragödie stoppen.

    Am 27. Juni wurde durch die Regierung Gabuns in der Hauptstadt Libreville die Verbrennung der beschlagnahmten Elfenbeinbestände durch Präsident Ali Bongo durchgeführt. Es handelt sich dabei um Material mit einem Gesamtgewicht von fast fünf Tonnen; etwa 850 Elefanten mussten dafür ihr Leben lassen! Dies ist ein starkes Signal des Präsidenten, da ganz Zentralafrika derzeit eine Wildereikrise erlebt. Gabun ist das erste Land Zentralafrikas, das öffentlich sein gesamtes beschlagnahmtes Elfenbein verbrennt und ein Beispiel für andere Länder setzt, denn die Verbrennung löst sich der Schwarzmarkt-Gegenwert von Hunderttausenden von Euro in Rauch auf. Es ist die einzig sichere Methode, um illegales Elfenbein dauerhaft dem Markt zu entziehen, da in der Vergangenheit ist immer wieder bereits beschlagnahmtes Elfenbein erneut im Handel aufgetaucht.

    © James Morgan / WWFDer WWF und die Artenschutzorganisation TRAFFIC haben Gabun dabei unterstützt, die kompletten Elfenbeinbestände vor der Verbrennung von unabhängiger Seite zu registrieren. Verbrannt wurden 1.293 Stück unbearbeitetes Elfenbein in Form von Stoßzähnen sowie 17.730 Stück bearbeitetes Material. Traurigerweise hat die Elefantenwilderei hat 2011 ein neues Rekordniveau erreicht: Wegen der erhöhten Nachfrage aus Asien drängen zunehmend auch organisierte Verbrecherbanden aus dem Menschen-, Drogen- und Waffenhandel auf den Markt. Die Wilderei wird immer brutaler. Im Frühjahr kam es zu einem regelrechten Massaker in Kamerun, wo ca. 350 Elefanten der Wilderei zum Opfer fielen, bis die Wilderer vom Militär vertrieben wurden.

    Die Nationalpark-Ranger verfügten bisher weder über die nötige Ausbildung, noch die Waffen, um auf solche Angriffe zu reagieren und riskierten ihr Leben. Inzwischen hat Kamerun zugesagt, 2000 neue Ranger einzustellen, die stärker bewaffnet werden sollen.

    Um der aktuellen Wildereikrise schlagkräftiger gegenüber zu treten, haben zehn zentralafrikanische Staaten Anfang Juni einen regionalen Aktionsplan ins Leben gerufen, der die Strafverfolgung und Kooperation untereinander verbessert und so die Wilderei von Elefanten und anderen Wildtieren gemeinsam bekämpft.

    Alle Bilder © James Morgan / WWF

    Fotostrecke zur Elfenbeinverbrennung

Kommentare

14 Kommentare
  • angie196
    angie196 Hab gerade eben auf ARD eine Doku gesehen.. Es ging um ein Elefantenbaby, dessen Mutter Wilderern zum Opfer gefallen ist. Die Kleinen brauchen, wenn sie überhaupt gefunden werden und in eine Auffangstation kommen, mehrere Monate um mit ihrer Trauer k...  mehr
    10. Juli 2012
  • Sophal
    Sophal Ich frag mich immer nur , wie man Tiere umbringen kann . Sie sind genauso Lebewesen wie Menschen auch, und wer würde schon einfach so einen Menschen umbringen. Ich finde, Tiere sind sowieso die besseren Lebewesen, weil sie nicht aus "Spaß&...  mehr
    12. Juli 2012
  • Sophal
    Sophal Ich frag mich immer nur , wie man Tiere umbringen kann . Sie sind genauso Lebewesen wie Menschen auch, und wer würde schon einfach so einen Menschen umbringen. Ich finde, Tiere sind sowieso die besseren Lebewesen, weil sie nicht aus "Spaß&...  mehr
    12. Juli 2012
  • HelenS
    HelenS Wie unnötig!!! Wir würden auch keinem anderen Menschen den Fingernagel rausreißen, um diesen als Kette zu tragen, geschweige denn den Menschen dafür umbringen. Warum machen wir es dann mit Tieren?! Ich finde man sollte die Menschen no...  mehr
    21. April 2013