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Unerkanntes Leid: Animal Hoarding

  • Unerkanntes Leid: Animal Hoarding
    Tierquälerei auf engstem Raum: Immer mehr Tiere leiden unter der zwanghaften Sammelsucht der Menschen

    21. Dezember 2011: In Berlin wurden Mitte Dezember auf engstem Raum 133 Ratten gehalten. In Deutschland häufen sich die Fälle immer mehr. Diese Zwanghafte Sammelsucht der Menschen nennt man Animal Hoarding oder auch Tierhortung. Ursache dieser ernsthaften seelischen Störung ist oft die Angst vor seelischer Isolation. Die Tiersammler schaffen sich Haustiere an, um nicht mehr alleine zu sein. Oft sollen sie als Kinderersatz dienen. Sie ist wie ein Teufelskreis: Einmal hineingekommen ist es ohne Hilfe von außen schwer, die Sucht zu beenden. Vor allem, weil die Menschen sich total Isolieren und Hilfe von außen oft nicht annehmen und oft sauer reagieren, anstatt einsichtig zu reagieren. Sie schalten auf „Durchzug“, weil ihnen zwischenmenschliche Beziehungen egal sind. Oft sind es auch die Enttäuschungen der Vergangenheit, die die Menschen dazu bringen, die Tiere zu bevorzugen. Sie leiden unter Realitätsverlust und kommen mit ihren eigenen Leben nichtmehr klar. 75% der Frauen ab 50 Jahren, alleinstehend und arbeitslos betroffen. Animal Hoarter müssen in sofortige Therapie, die regelmäßig und bis ans Ende durchgeführt werden muss, da die Rückfallquote bei bis zu 90% liegt, wenn eine Therapie abgebrochen wird. Die Zustände in den Wohnungen der Tiermessis sind schlimm: Kot und Urin ist überall verteilt, noch dazu häuft sich der Schmutz in allen Ecken und tote Tiere verwesen oft wochenlang auf dem Boden. Wunden, Parasiten oder andere Krankheiten interessieren den Halter oft nicht und die Tiere werden nicht geimpft oder entwurmt. So besteht ein hohes Risiko an Infektionskrankheiten, an denen die meisten Tiere wegen mangelnder Versorgung sterben. Ein weiteres sehr großes Problem ist die unkontrollierte Vermehrung der Tiere. Es werden nicht nur immer mehr neue Tiere dazu gekauft, die alten vermehren sich unkontrolliert weiter. So kommt es zu einer Überzahl von Tieren. Meist gibt es nur einen Ausweg aus der Sucht: Die Behörden müssen dem betroffenen die Tiere wegnehmen. Dies ist für beide Beteiligten oft schwer und eine Qual. Attacken, Wutausbrüche, Heulereien bis hin zu Selbstmorddrohungen sei schon alles dabei gewesen, meinen Beamten und Betreuer. Ohne Betretung fängt der Teufelskreis wieder von vorne an, da der Hoarter einfach umzieht und von vorne beginnt.Die Selbsteinschätzung und Selbstdarstellung der Tierhorter als Tierliebhaber, als engagierte Tierschützer, als Retter oder Befreier von Tieren ist für Tierschützer ein Problem. Die strikte Ablehnung des Einschläferns der Tiere und die unbegrenzte Aufnahme von sonst nicht vermittelbaren Tieren trifft sich mit den Anliegen einiger Tierschützer und kann in einem Frühstadium zur Zusammenarbeit mit Tierheimen oder Gnadenhöfen führen. Wird ein Verfahren gegen die Tierhorter eingeleitet, was dann zu einem Haltungsverbot führt.Meistens betroffen sind: Hunde mit 46,4 bis 60 % und Katzen mit 33,9 bis 65 % (je nach Studie).Animal Hoarting ist noch keine rechtlich anerkannte psychische Krankheit und wird so auch in den meisten Fällen unerkannt betrieben.
     

Kommentare

9 Kommentare
  • abcd
    abcd Ich mache mir jetzt keine großen Sorgen um Hauskatzen oder Hunde etc. Klar haben die auch ein Recht auf artgerechte Haltung . Aber man muss bedenken das die Rassen von Menschen gezüchtet wurden und so streng genommen garnicht exestieren dürften.
    7. Juni 2012
  • Killari
    Killari @ Vogelfan: Das finde ich nicht wirklich schlüssig. Was ist mit Menschen und Tieren, die durch Medizin am Leben erhalten wurden. Dürften die streng genommen auch nicht existieren?
    8. Juni 2012
  • abcd
    abcd Was ich meine ist ,sobald der Mensch zum Mensch wurde und zur überlegenden Rasse wurde, ist eine seit Milionen von Jahren gehaltene Ordnung gebrochen worden. Bisher gab es keine Lebewesen mit einer derart hohen Inteligenz.Wir fingen an die Natur zu ...  mehr
    10. Juni 2012
  • Killari
    Killari @ Vogelfan: Klar, ich verstehe, was du meinst. Natürlich greifen wir übermäßig in die Entwicklung unserer Welt ein, aber die Hauskatzen und anderen Haustiere können trotzdem nichts dafür, dass sie erzüchtet wurden. Im G...  mehr
    15. Juni 2012