Berichte

Neues aus der Energiegruppe

  • Unsere Gruppe beschäftigt sich mit der Optimierung einer organischen Solarzelle und arbeitet mit der Universität Münster zusammen.


    Jetzt fragt ihr euch sicher was der Unterschied zwischen einer normalen und einer organischen Solarzelle ist. Das will ich euch jetzt kurz erklären.


    Eine normale Solarzelle besteht vor allem aus Silicium. Die Herstellung von Silicium ist schwierig und sehr energieaufwendig. Eine organische Solarzelle dagegen besteht hauptsächlich wie der Name schon sagt aus organischen Molekülen, welche aus Kohlenstoffverbindungen bestehen und auch in Lebewesen und Tieren vorkommen. Das ist natürlich super, weil man sie ganz einfach ohne Bedenken wegschmeißen kann, nachdem sie nicht mehr funktionsfähig ist, weil sie biologisch abbaubar sind.


    Weitere Vorteile einer organischen Solarzelle sind, dass die organischen Moleküle sehr einfach auf Plastik gedruckt werden können und man somit ein energiesparendes und preisgünstiges Verfahren entwickelt wurde. Somit wird die „aktive Schicht“ dieser Solarzelle erstaunlich dünn und biegsam (wie man auf dem Titelbild sehen kann). Durch den verzichteten Einsatz von Silicium spart man außerdem eine Menge an Materialen.


    Wie bei allen neu erforschten Technologien treten einige Probleme auf. Im Moment besitzt eine organische Solarzelle nur einen Wirkungsgrad von 5% im Vergleich zu einer herkömmlichen Solarzelle, diese besitzen einen Wirkungsgrad von 15%. Außerdem ist diese Solarzelle sehr anfällig, was die Lebensdauer betrifft. Sie erreicht zwar die gewünschte Dauer von 1000 Stunden, verliert dabei, aber 20% an Wirkungsgrad. Sie muss somit besonders vor negativen Einflüssen von Sauerstoff und Wasser besser geschützt werden.


    Um diese Probleme zu beheben und weitere Möglichkeiten auszubauen haben wir es und zur Aufgabe gemacht, einen organische Solarzelle, während unserer Zeit in Münster beim 2°Campus, genauer zu erforschen.

     
    Dafür haben wir uns folgende vier Forschungsfragen gestellt.
    1. Welche Stoffkombination ist am geeignetsten?
    2. Wie kann man das Herstellungsverfahren verbessern?
    3. Wie steht der Wirkungsgrad in Abhängigkeit zur Temperatur?
    4. Wie ist die Langstabilität von organischen Solarzellen?

    Nun geht es in die Vorbereitungsphase, die wir in genau 3.Teile unterteilt haben. Bis Mitte Mai erhalten wir von unseren Mentoren Material um uns das benötigte Fachwissen anzueignen. Das fängt bei der Elektronenstruktur der Atome an, geht über Metalle und endet bei der Funktionsweise einer Solarzelle. Danach beginnen wir theoretisch einen geeigneten Aufbau und die Durchführung der Experimente zur Klärung unserer vielen Fragen zu entwickeln. Das leiten wir dann an unsere Mentoren weiter, die in der letzten Phase das Material anfertigen oder besorgen.
    Na, und dann ist auch schon Sommer und es geht ab nach Münster ins Labor! :)

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    Quellen: Hintergrundwissen -Organische Solarzelle-, Universität Münster

    Titelbild: www.elektroniknet.de/fileadmin/user_upload/wor_pics/04de3f42c9285629aad1461dea9c6a5e_885x823.jpg

Kommentare

4 Kommentare
  • peacemeinfreund
    peacemeinfreund Freut mich. kannst dich nächsten Jahr auch bewerben, es lohnt sich wirklich.
    Dazu sind wir da :D
    28. Mai 2012
  • Viveka
    Viveka Hört sich toll an!
    Ich hoffe, dass dabei schöne Fortschritte erzielt werden!
    30. Mai 2012
  • Enno
    Enno Wir werden natürlich über unsere Ergebnisse und die Fortschritte bei der Arbeit berichten.
    Wie bereis gesagt : Dazu sind wir da.
    31. Mai 2012
  • AnnaGreen
    AnnaGreen Dein Text ist total gut geschrieben und interessant! Ich bin schon sehr gespannt auf eure Ergebnisse! (: Liebste Grüße, Annabell!
    10. Juni 2012