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Federn wie ein Vogel - die Zukunft für Flugzeuge?

  • Die Natur ist einfach unschlagbar innovativ:

    Sie schafft komplexe Organismen, stromlinienförmige Körper, wasserabweisende Blätter  und Federn, die einen Vogel leicht und kraftvoll durch die Lüfte gleiten lassen.

    Kreativ, bunt, effizient, clever. Auch die Wissenschaft nährt sich immer mehr den Strukturen an, die Mutter Natur bereits vorgibt.

    An der Universität Genua beschäftigen sich der italienische Wissenschaftler Alessandro Bottaro und sein Team mit den Deckfedern von Vögeln in Bezug auf die Aerodynamik bei Flugzeugen.

    Eigentlich sind die Deckfedern der Vögel ja gar nicht direkt verantwortlich für den Flugstart der Tiere oder die Beschleunigung  in der Luft  - das erledigen die langen, steifen Schwungfedern.

    Was aber ist das Besondere an Deckfedern?

    Beim Gleiten in der Luft stehen sie in einem bestimmten Winkel vom Flügel ab und versetzen den Luftstrom in Schwingung. Dadurch verringen sie den Luftwiderstand beim Fliegen.

    Bottaro und sein Team erforschten diesen Effekt  an einem mit synthetischen Federn ausgestatteten Zylinder in einem Windkanal. Der Zylinder wurde so platziert, dass die Federn parallel zum Wind standen. Tatsächlich begannen sie bei zunehmendem Wind ähnlich echten Deckfedern zu vibrieren, wobei sich der Luftwiderstand um 15 % reduzierte!

    Dieser Effekt ließe sich vermutlich auch für die Flugtechnik verwenden, indem man Flugzeuge mit künstlichen Federn versieht.

    Eine ulkige Vorstellung, findet ihr nicht?

    Zwar stecken solche Ideen noch in den Kinderschuhen aber angesichts der Nöte auf unserem Planeten tut es sicherlich gut daran, umzudenken und kreativ zu werden - und besser in kleinen Schritten als gar nicht...

    Allgemein scheint sich die Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten vermehrt der Natur als Vorbild anzunähern. Siehe auch diesen Bericht.

    Was denkt ihr? Fliegen wir eines Tages in großen künstlichen Vögeln und schwimmen in Riesenfischen? Oder werden wir eine ganz andere Technologie entwickeln?

    Ich jedenfalls bin gespannt, wie sich diese Erkenntnisse in Zukunft weiterentwickeln.

    Quellen:

    http://www.umweltschutz-news.de/246artikel2598.html

    Eingestellt von: Christoph Schneider

    Bilder: Dirk Paeschke, www.kostenlos - Fotos.de

Kommentare

7 Kommentare
  • Carina
    Carina Hört sich verrückt an. Aber wenn der Luftwiderstand um 15% gesenkt würde, ließe sich dadurch ne Menge Treibstoff sparen, oder? Auf jeden Fall sehr interessant!
    18. Mai 2012
  • Gluehwuermchen
    Gluehwuermchen @Carina: Ja, ich glaube auch :) Am allerbesten wäre natürlich eine ganz neue Technologie mit null Emissionen...aber naja xD Das ist vorerst ein Traum.
    18. Mai 2012
  • HannaS
    HannaS Wenn solche Federn an den Flügeln sind, wäre es auf jeden Fall interessanter, über den Tragflächen zu sitzen :)
    19. Mai 2012
  • Taki
    Taki Ja, man sollte von der Natur lernen. Es lebe die Bionetik
    20. Mai 2012