Berichte

2 Grad Campus Wohnen-Gruppe - Erste Konzepte

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    Symbiose von Alt und Neu

    Erste Konzepte der „Wohnen“-Gruppe


    In unserer ersten Woche in Berlin beim 2 Grad Campus sind uns, der Gruppe, die sich mit klimafreundlichem Wohnen beschäftigt, schon einige Ideen gekommen. Wir haben zusammen eine Zukunftswerkstatt gemacht. In drei Schritten erarbeitet man darin eine machbare Lösung zu einem bestimmten Problem.

    Bei uns ging es ganz frei um das Problem Wohnen: Viele Häuser sind viel zu schlecht gedämmt und heizen im wahrsten Sinne des Wortes „zum Fenster hinaus“ oder verbrauchen Unmengen an Strom durch veraltete Geräte oder Geräte im Stand-by. Außerdem gibt es große Energieschwankungen bei privaten Betreibern von solarthermischen Anlagen. Im Winter produzieren sie kaum genug Wärme, um das Wasser oder womöglich das gesamte Haus zu heizen, im Sommer hingegen gibt es einen großen Überschuss an heißem Wasser, das ein einziger Haushalt gar nicht verbrauchen kann.

    Diese und andere Probleme haben wir im ersten Schritt einfach auf ein großes Blatt Papier geschrieben. In der zweiten Phase durften wir uns die Zukunft dann so ausmalen, wie wir sie gerne hätten, völlig frei von Aussagen wie zum Beispiel: „Wer soll denn das bezahlen?“ oder „Das ist doch unmöglich!“. Danach sind wir auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen und es kam das hier dabei heraus:

    Wir haben uns ein Konzept überlegt, das wir „Symbiose“ getauft haben. Kernidee dabei ist es, dass neue Häuser, die ihre Energie selbst durch umweltfreundliche Methoden gewinnen an ältere oder unter Denkmalschutz stehende Gebäude in ihrer Nähe abgeben. Vorteil dieses Konzeptes ist es, dass nicht nur Strom „geteilt“ werden kann, sondern auch andere Formen der Energie, z.B.: heißes Wasser. So könnte jede überschüssige Energie der Energie-Plus-Häuser oder Häuser mit solar- oder geothermischen Anlagen genutzt werden. Die Betreiber dieser Gebäude müssten natürlich von ihren Konsumenten die abgegebene Energie bezahlt bekommen. Hier wäre dann allerdings eine Gesetzesänderung nötig, denn bis jetzt dürfen Privatpersonen keinen Strom an ihre Nachbarn verkaufen. Sowieso gibt es noch viel zu Regeln und zu Bedenken, aber wir haben ja auch noch viel Zeit, bis wir im Sommer unsere Ideen vorstellen und dann hoffentlich auch umsetzen.

    Geht man mehr ins Detail und in die Energieversorgung einzelner Räume kann man auch noch viel verändern. In einem „vernetzten Haus“ schaltet sich das Licht ein, wenn man den Raum betritt und aus, wenn man ihn verlässt. Die Heizung schaltet sich automatisch aus, sobald man ein Fenster öffnet und die Jalousie fährt herunter, wenn es im Haus zu heiß wird. Unsere Fragen hierbei: „Was kann man noch alles miteinander vernetzen?“ und „Was ist sinnvoll, was verbraucht mehr Energie, als es einspart?“.

    Zu diesen Ideen muss man natürlich noch das Einsparpotential von allgemein verbesserten Geräten (wassersparende Armaturen, effizientere Elektrogeräte,...) rechnen.

    Fakt ist: Es gibt auf jeden Fall viel zu sparen, denn der Sektor „Wohnen“ ist mit 212 Millionen Tonnen CO2 noch (!) ein sehr großer Treibhausgas-Emittent.

    Ihr dürft also gespannt sein auf die Antworten, die wir im Sommer vorstellen werden...

     

    Natürlich wird es weiterhin Infos dazu geben, was wir in Berlin und nachher auch an der Uni Wuppertal zu Stande bringen! Folgt uns einfach hier im 2 Grad Campus Blog!

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Kommentare

2 Kommentare
  • LSternus
    LSternus Das hört sich gut an.
    Jeder Vortschritt ist ein neuer Schritt in die Zukunft.
    10. Mai 2012
  • regentag
    regentag wow, du bist der erste, der rechtzeitig seinen gruppenbericht geschafft hat :D der über die gruppe mobilität kommt auch bald...
    11. Mai 2012