Berichte

Mein Name OTTER --- Fischotter

  • Welche Raubtiere kennt ihr so? Löwe, Bär, Wolf und bestimmt noch ne Menge mehr.Nun aber, welche Raubtiere kennt ihr in Deutschland. … hmm, Wolf … Luchs … ähhhh.
    Bei den meisten fängt ab hier ein Denkprozess statt, denn viele Raubtierarten kennen wir nicht wirklich gut, obwohl sie etabliert in Deutschland leben.

    Heute schreibe ich mal über einen dem eigentlich jeder geläufig sein sollte.

    Der FISCHOTTER.
    Der stille Jäger am Fluss.
     

    In Deutschland lebt der Europäische Fischotter (lutra lutra), als Einzelgänger. Ernähren tut er sich natürlich --- der Name sagt es ja --- von Fisch. Aber auch Küken, Kröten und kleine Säuger stehen auf seinem Speiseplan. Vorkommen tut er in Deutschland hauptsächlich in den neuen Bundesländern.  
    Der Fischotter ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Grund hierfür sind die Folgen der Fischotterjagd während der Fastenzeit (Fischoter galten als Fische bei der Kirche, da sie ja hauptsächlich im Wasser lebten), die Verschmutzung von Gewässern, der Reusen fang, das dichte Straßennetz, Flussbegradigungen sowie tödliche Krankheiten die von Fuchs und Co. übertragen werden. Doch Projekte zum Schutz sind vorhanden. Deutschland größte Vereinigung zum Schutz des Otters ist die Aktion Fischotterschutz aus Hankensbüttel. Sie setzt sich seit 1979 aktiv für den Otterschutz ein. Gegründet wurde sie von Claus Reuther (*07.11.1950; † 29.12.2004) in Braunlage im Harz. Da der Otterschutz (in Europa einzigartig) nicht auf Gegenliebe stieß wurde das Forschungsprogramm des Niedersächsischen Forstamts 1987 eingestellt. Um aber weiter aktiv daran arbeiten zu können ließ sich Reuther nicht davon abzubringen in der Südheide auf eigene Faust ein sogenanntes Otterzentrum zu errichten.
    Das OTTER-ZENTRUM Hankensbüttel ist das einzige seiner Art weltweit. Außerdem ist es Besuchermagnet des Landkrieses Gifhorn geworden. Nun kam auch andere Marderarten wie Dachs, Hermelin und seit 2011 auch der europäische Nerz hinzu um deren Verhaltensweise genau wissenschaftlich zu analysieren um die wilden Tiere zu verstehen.
    Aber zurück zu unsern Ottern. Durch den Einsatz des Vereins wurden viele Brücken „otterfreundlich“ gemacht, Fischteiche gegen Otter gesichert (um den Reusen Tod zu minimieren) sowie die „Entgradigung“ von kleinen Flüssen. Mit diesem Projekt sollen Otter auch wieder einen Heimat finden, die sie meist in dicht bewachsenden verzweigten Uferläufen finden. Der Otter kommt langsam wieder in den Westen, am stärksten zu sehen ist dies in der Metropolregion Hamburg zu sehen, wo der Otter Bille und Alster „mitten“ in der Stadt besiedelt. Hier konnten schon im Rahmen des ISOS (Ottermonotoring) wieder Otterspuren gesichtet werden.
    Heißen wir ihn also genauso gern Willkommen wie den Wolf und lassen die Anzahl der Raubtiere in Deutschland wieder steigen.

    Weitere Infos findet ihr hier: 
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    Ausflugstipp:

    OTTER-ZENTRUM
    Sudendorfallee 1
    29386 Hankensbüttel

     

    Ich verweise darauf das ich für den Inhalt der Links nicht verantwortlich und distanziere mich von Wort und Bild.


     

Kommentare

7 Kommentare
  • Maddy
    Maddy Schöner Bericht! Ich finde es auch sehr wichtig die heimischen Tiere besser kennen zu lernen und herauszufinden was man alles tun kann, um sie vor dem Aussterben zu bewahren. Es ist schon sehr traurig, dass so viele tolle Tiere vom Aussterben bedroht...  mehr
    10. Mai 2012
  • LOVEYourPet
    LOVEYourPet Als ich mir grad Raubtiere überlegt habe, sind mir wirklich erstmal keine aus Deutschland eingefallen, daran denke ich erst beim 2. Gedanke. Und an einen Fischotter hätte ich erst recht nicht gedacht. Danke für süßen und tollen Bericht!
    20. Mai 2012
  • JanaKG
    JanaKG Echt spannender Bericht! :-)
    30. Mai 2012
  • icelandhorse98
    icelandhorse98 Toller Bericht!
    17. Juni 2012