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Lust auf eine eigene Aktion? So leicht ist das Organisieren!

  • Für mich zählen die Straßenaktionen der WWF Jugend definitiv zu den schönsten Erlebnissen, die ich mit dieser Community erlebt habe. Das Gefühl, gemeinsam andere Menschen zum Hinterfragen ihrer Gewohnheiten zu bringen und gleichzeitig eine Menge Spaß zu haben, ist doch eine super Kombination.
    Aber vielleicht war bei dem einen oder anderen noch keine Aktion in der Nähe. Der Gründe können viele sein: die nächste große Stadt ist relativ weit entfernt oder es gibt kaum Mitglieder. Vielleicht ist es auch einfach die Sorge, dass es nicht gelingen könnte. Aber lasst euch davon nur nicht abschrecken! Wenn ihr Lust habt, selber etwas zu organisieren, dann macht es doch einfach! Ihr werdet merken, so schwer ist das gar nicht. Als kleine Hilfe habe ich euch hier ein paar Tipps zusammengestellt:

     

    Teilnehmer „zusammen trommeln“
    Vielleicht eine der größten Sorgen: Die Angst, dass es zu wenige Teilnehmer seitens der WWF Jugend gibt. Als ich die erste Aktion in Thüringen organisiert habe, gab es im ganzen Bundesland nicht mal 20 Profile in der Community. Im Vergleich zu den meisten anderen Bundesländern eine fast verschwindend kleine Zahl. Aber eben nur fast verschwindend! Die Begeisterung war groß genug, und es haben sich fünf Leute zusammen gefunden, die mit Elan bei der Sache dabei waren. Und auch mit weniger Teilnehmern lässt sich vieles machen – selbst wenn ihr nur zu zweit oder zu dritt seid.

     

    Ein Konzept erstellen
    Ganz wichtig ist ein Konzept für eure Aktion. Überlegt gemeinsam, was ihr genau vorhabt. Dabei können euch folgende Fragen helfen:


    Wann soll die Aktion sein? (Datum und Dauer)

    Wo?(gut geeignet sind immer Feste, z.B. im Zoo oder bei einem Straßenfest)

    Thema? (Ein Thema macht es euch einfacher. Ihr könnt zum Beispiel Wölfe, den Regenwald oder die Überfischung der Meere nehmen. Ein konkretes Thema erleichtert außerdem die Auswahl der Infomaterialien und Flyer)

    Für wen? (Überlegt genau, welche Zielgruppe ihr ansprechen wollt: für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren braucht ihr ein ganz anderes Programm als für Jugendliche – und deren Interessen unterscheiden sich wieder von denen Erwachsener)

    Was bieten wir? (Die Frage nach dem Programm ist unmittelbar mit der Zielgruppe verknüpft. Bei Kindern kommt Basteln immer gut – ihr könnt zum Beispiel aus FSC-Papier Origamifrösche falten. Das war bei einer unserer Aktionen der Hit :) Für Erwachsene braucht ihr Informationen – denkt an das Thema eurer Aktion!)

    Was wird benötigt? (Braucht ihr Infomaterialien vom WWF? Wenn ja, wie viele? Fragt Marcel, er kann euch weiterhelfen. An dieser Stelle müsst ihr absolut alles aufschreiben, was ihr irgendwie benötigt – Tische, Bastelausrüstung etc.)

    Wer macht mit? (Ihr braucht verbindliche Zu- bzw. Absagen. Erwartet von der ganzen Gruppe, dass euch ALLE antworten, ob sie kommen oder nicht und nicht nur die, die zusagen. Sonst wisst ihr nicht, ob alle gelesen haben, dass eine Aktion stattfindet. Tauscht Handynummern untereinander aus und einigt euch auf einen gemeinsamen Treffpunkt. Am besten ist es, wenn ihr noch kurz euer Aussehen beschreibt – irgendwie müsst ihr euch ja erkennen)

    Anreise? (Der Ortskundigste sollte eine detaillierte Wegbeschreibung abliefern – am besten vom Bahnhof bis zum eigentlichen Ort der Aktion. Schreibt nicht: Fahrt mit der Straßenbahn bis zum Zoo, sondern: Fahrt mit der Straßenbahn Linie 5 Richtung Messe und steigt an der vorletzten Haltestelle „Zoo“ aus)

     

    Genehmigungen einholen
    Das ist der unschöne, aber absolut wichtige Teil eurer Planung. Ohne Genehmigungen könnt ihr keine Aktion machen. Allerspätestens drei Wochen vor eurer Aktion solltet ihr euch dieser Sache widmen. Wenn ihr eure Aktion auf einem Fest macht, geht es relativ einfach. Ihr wendet euch an den Veranstalter und wenn dieser zustimmt, benötigt ihr normalerweise keine zusätzlichen Genehmigungen. Ansonsten bleibt euch nur der Anruf bei verschiedenen Ämtern. Und der ist nervig – das kann man nicht anders sagen. Plant unbedingt sehr viel Zeit ein: ehe ihr zu den verantwortlichen Behörden durchgekommen seid, werdet ihr sehr oft die Warteschleife hören… Und verkraftet Rückschläge! An einem Tag habe ich geschlagene 23 Mal mit verschiedenen Ämtern telefoniert und trotzdem hatte ich am Ende nichts erreicht. So etwas ist sehr deprimierend, lässt sich aber nicht vermeiden. Kopf hoch und am nächsten Tag das Ganze noch mal von vorne! :)

     

    Eigene Vorbereitung
    Auch dieser Teil ist wichtig. Es gibt Themen, mit denen ihr vielleicht konfrontiert werdet, auch wenn ihr das gar nicht beabsichtigt habt. Sehr unschönes Beispiel: Der Pakt mit dem Panda. Seitdem diese „Dokumentation“ im Fernsehen lief, wurden wir fast immer danach gefragt. Mindestens einer der Gruppe sollte sich deshalb mit den Gegenargumenten des WWFs vertraut machen, um in einer solchen Situation gewappnet zu sein.

     

    Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit dieses Artikels. Fehlt euch ein wichtiger Punkt? Oder habt ihr ganz andere Erfahrungen gemacht? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

     

Kommentare

13 Kommentare
  • Anne95
    Anne95 Super Bericht! Und richtig ermutigend etwas eigenes auf die Beine zu stellen :-)
    7. Mai 2012
  • Taki
    Taki Warum planen wir nicht gemeisam auf einen Blog hier Aktionen und Stimmen ab.
    7. Mai 2012
  • Josephine
    Josephine @ HannaS: Versuch es mal hiermit:

    http://www.youtube.com/watch?v=_P4rOEoyaDg

    Da wird das Falten der Origamifrösche ziemlich gut erklärt. Wir hatten die Anleitung aus ein...  mehr
    8. Mai 2012
  • Wasserjunge
    Wasserjunge Wichtige Info´s finde ich, dabei kann man ja immer einiges vergessen ;).
    1. Juni 2012