Berichte

Grossstadt pur zum Abschluss

  • Liebe Community,

    unglaublich aber wahr  - meine Reise geht heute Abend mit dem Rueckflug nach Hause zu Ende. Hier ist noch einmal ein letzter Bericht von der Grossstadt Rio de Janeiro. Leider, leider habe ich eben auch von der schlimmen Entscheidung GEGEN den Regenwald (ihr habt die WWF Kampagne ja sicher verfolgt...) in Brasilien gelesen. Ein Grund mehr fuer uns noch mehr zu tun und nicht locker zu lassen! Hoffe sehr, ich konnte euch in den letzten Monaten etwas von all meinen Eindruekcen ¨herueberbringen¨. Werde dann die Tage noch eine Art Abschlussbericht schreiben (habe noch ein Video vom WWF Thailand mit einer Botschaft an euch...!). Ihr hoert von mir. Viel Spass beim Lesen und Viele Gruesse;

    Euer Johannes

     

     

    Grossstadt pur zum Abschluss


    Von der Copacabana bis zum Corcovado in Rio den Janeiro


    Ob weisse Sandstraende, Karneval, Samba-Partys, Fussball oder Favelas: Viele bildreiche Klischees kommen mir in den Sinn als ich im Anflug auf die sechs Millionen Einwohner zaehlende Metropole Rio de Janeiro bin. Die Grossstadt ist bereits heute die beruehmteste und schillerndste aller Staedte in Suedamerika, durch die Vergabe der Fussball-Weltmeisterschaft 2014 und der Olympischen Spiele 2016 wird sie kuenftig noch viel mehr in den Mittelpunkt der Weltoeffentlichkeit treten. Dass die Stadt Gastgeber der zwei groessten Sportereignisse der Welt sein wird, merke ich bei der Ankunft am Flughafen allerdings nicht. Ein einziger Geldautomat, nur auf Portuguiesisch, laesst nicht nur mich verzweifeln... Fuer all die Fans der kommenden Jahre kann ich nur hoffen, dass sich in dieser Hinsicht noch etwas bewegt.

    In der Stadt angekommen geht es fuer mich auf den 7oo Meter hohen Corcovadoberg, auf dem das Wahrzeichen Rios - die Christusstatue - thront. Seit gut 80 Jahren breitet ¨Chrsito Redentor¨ seine Haende schuetzend ueber der Stadt aus und bei einer Armspannweite von beinahe 30 Metern ist es gar nicht einmal einfach ein gutes Bild zu schiessen.

    Nicht weniger gut ist der Blick, den ich am zweiten Tag vom ¨Zuckerhut¨, einem knapp 400 Meter hohen Huegel im Osten der Copacabana, bekomme. Per Seilbahn geht es fuer etwa 20 Minuten nach oben, der anschliessende Blick ueber die gesamte Stadt offenbart auch Eindruecke von den zahlreichen Armenvierteln Rios, den Favelas. Wohl nirgendwo in Suedamerika sind die sozialen Unterschiede so extrem, nirgendwo leben Arm und Reich so nahe beieinander. Nur ein Strassenzug von den beruehmten Straenden entfernt, ¨liegen¨die Favelas an den gruenen Berghaengen der Stadt. Rios extrem hohe Kriminalitaetsrate gipfelt in diesen Gebieten, in die sich normale Touristen keinesfalls alleine hineinwagen sollten. Doch auch in der restlichen Stadt bin ich vorsichtig, lasse Guerteltasche, Uhr und die grosse Kamera im Hostel und fahre oftmals per Taxi von A nach B.

    Mein letzter Tag schliesslich fuehrt mich an die beruehmtesten Straende der Stadt. Auf ¨Ipanema¨ und der noch groesseren ¨Copacabana¨ prallen meterhohe Wellen auf weissen Sandstrand vor einer kilometerlangen Fassade von Hochhausern entlang der ¨Avenida Atlantica¨. Mir wird klar, warum Brasilien in der Vergangenheit einige der besten Fussbnaller ueberhaupt hervorgebracht hat. Egal ob Jung oder Alt, egal ob Soccer, Fussballtennis oder Volleyball - die Leute um mich herum koennen wirklich mit dem Ball umgehen. Das Volleyballtraining eines der ansaessigen Damenteams zieht uebrigens mit Abstand die meisten Zuschauer an...

    Am Nachmittag laeuft das Championsleague - Halbfinale der Bayern gegen Real Madrid. Um mich herum sehe ich nur Real - Anhaenger, doch am Ende juble ich und bekomme von den Brasiliandern sogar gratuliert.

    Der letzte Abend haelt schliesslich das kulinarische Glanzlicht meiner ganzen Reise beriet. In einem brasilianschen Steakhaus, einer Churrascaria, bekomme ich mehr Fleisch von ausgezeichneter Qualiteat aufgetischt, als ich zu essen vermag. Ein Muss fuer jeden Riourlauber und ein passender Abschluss meiner dreieinhalbmonatigen Reise, die am naechsten Tag mit der Fahrt zum Flughafen ihr Ende findet. Auf meinem Reiseticket findet sich ein letzter Flug von zwoelf Stunden zurueck nach Frankfurt. Doch ich bin mir sicher: es wird mehr als zwoelf Stunden brauchen all die Eindruecke und Erlebnisse der letzten Monate zu verarbeiten.
     

Kommentare

6 Kommentare
  • midori
    midori Ach Johannes! Wie schade. Ich habe Deine nächsten Berichte immer mit Sehnsucht erwartet. Jeder einzelne war ein Glanzstück für sich. Und ich meine das sehr ernst, wenn ich Dir sage, dass Du einen wunderbaren Schreibstil hast und Du eigentli...  mehr
    28. April 2012
  • Puma
    Puma Ich beneide dich!!Die ganzen schönen Erlebnisse....Aber ein echt schöner Abschluss.
    29. April 2012
  • Anne95
    Anne95 Richtig cooler Bericht! :-)
    Und ich würde auch so gerne mal nach Brasilien...
    29. April 2012
  • Himbeere
    Himbeere @Urmeli & midori Ich habe die Lösung für euch und die ist sogar noch viel besser, als ihn noch einmal reisen zu lassen: Macht selbst eine Weltreise!! ;-)
    9. Juni 2012