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Unsere Frage, deine Antwort: Der Baum des Lebens in Bahrain

  • Das Voting über interessante Naturwunder ist entschieden. Ihr habt euch mit großer Mehrheit gewünscht, mehr über den Baum des Lebens zu erfahren. Und hier kommt sie nun eure Antwort auf unsere kurze Frage!

    Bahrain, schon mal gehört denkst du dir? Ja, wer die Formel 1 mitverfolgt, fällt sofort ein, dass Bahrain aus Inseln im persischen Golf besteht.

    Doch Bahrain hat mehr zu bieten, als den Touristenansturm zur Formel 1 – Saison.

    Wir befinden uns auf der Hauptinsel, sie ist 620 km² groß (zum Vergleich: Berlin ist ca. 800km² groß) und bewegen uns von der Hauptstadt Manama, im Nordosten, langsam ins Zentrum der Insel. Es ist heiß, im April haben wir schon ganze 35°C. Um uns herum, Sandwüsten. Der Sandteppich reflektiert die Sonnenstrahlen so stark, dass wir unsere Augen zusammenkneifen müssen. Am Horizont entdecken wir einen Hügel, den Dschabal ad-Duchan. Mit seinen 135m würde er uns in Deutschland garnicht auffallen, aber mitten in der Wüste, wirkt er auf uns wie ein gigantisches Gebirge.

    Doch was ist das! Auf ihm befindet sich ein riesiger weit gewachsener Baum, lauter grüner- und frischer Blätter. Im Reiseführer lese ich nach, dass es die Hälfte des Jahres in Bahrain garnicht regnet und die Monate an denen es regnet, kaum sichtbar auffällt. Es kann sich also nur um eine Fata Morgana handeln! Falsch gedacht, den Baum gibt es tatsächlich und er hat sogar seinen eigenen Namen: Schadscharat al-Haya (=Baum des Lebens)!

    Tatsächlich gehört der Baum des Lebens zu einer seltsamen und verzweigten Pflanzengattung, biologisch richtig zu den Prosopis, in der Unterfamilie der Mimosengewächse (Mimosoideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Geschätzt wird der Baum auf ein Alter von mehr als 400 Jahren.

    Wie er bis jetzt überleben konnte bleibt allen Wissenschaftlern ein Rätsel. Normalerweise haben Bäume wie er über 50m lange Wurzel die aus dem Grundwasser ihren Wasserbedarf decken. Der „Tree of live in Bahrain“ (wie ihn die Touristen nennen), besitzt aber im Umkreis keinerlei Quell- oder Grundwasser, dass er absorbieren könnte.


    Sehr merkwürdig, die Einheimischen verehren den Baum deshalb als den Ort, wo sich einst der Garten Eden, also das Paradies, befunden haben soll. Die Beduinen glauben, dass Enki, ihr mystischer Gott des Wassers, den Baum des Lebens mit seinem Segen bewässert hat und ihn so am Leben erhält.

    zum weiterlesen: http://www.asien.org/laender/bahrain/sehenswuerdigkeiten/tree-of-life/

Kommentare

10 Kommentare
  • Jayfeather
    Jayfeather echt irre :D ich hoffe, dass es weiter ein rätsel bleibt woher er sein wasser bekommt. das ist viel mystischer :D
    18. April 2012
  • Wasserjunge
    Wasserjunge Cooler Baum :D

    Hab da eine Vermutung, vllt. nimmt dieser Baum durch Nebel sein Wasser auf. !? Meine Vermutung ;D
    Denn: es gibt ein Tier von dem ich gesehen habe, dass es sich auf eine günstig gelegenden Punkt stellt und der Nebel, der sich in Tropfe...  mehr
    19. April 2012
  • Sandsturm
    Sandsturm Super Bericht! Cooler Baum!
    Ich finde auch, dass man öfter mal über die kurze Frage Themen-Abstimmungen machen sollte.
    19. April 2012
  • Puma
    Puma Das ist mal interessant.Toller Überlebenskünstler!
    6. Mai 2012