Berichte

Galapagos: "Diese Inseln sind einzigartig."

  • Liebe Community,

    die Galapagos-Inseln. ein wirklich beeindruckendes Naturerlebnis. Und das hautnah. Ich wuensche euch wieder viel spass beim Lesen und hoffe, dass ein wenig von meinen wirklich bemerkenswerten Erlebnissen mit der dortigen Natur "herueberkommt"... ;) Viele Gruesse Johannes

     

    "Diese Inseln sind einzigartig"

    Auf Charles Darwins Spuren auf dem Galapagos-Archipel


    "Diese Inseln sind einzigartig." So beschreibt Charles Darwin die Galapgagos -Inseln in seiner Abfassung "Ueber die Entstehung der Arten", die ich im Vorfeld meiner Reise gelesen habe, die Galapagos-Inseln. Zugegebener Massen ist dies einer der einfachsten Saetze dieses Werkes, doch kaum einer ist in seiner Schlichtheit so treffend wie eben dieser.
    Auf meinem Weg durch Suedamerika besuche ich den 1000 Kilometer westlich der ecuadorianischen Kueste gelegenen Archipel fuer fuenf Tage. Aus 13 Haupt- und zahlreichen weiteren Nebeninseln besteht der Nationalpark Galapgos, der samt des ihn umgebenden Meeresschutzgebietes als Unesco-Weltkulturerbe ausgewiesen ist. Die etwa 30.000 Bewohner verteilen sich auf lediglich vier bewohnte Inseln, auf denen ich meine Touren unternehme. Wer die Inseln auf eigene Faust erkunden will, ist auf ein Boot angewiesen, andernfalls trifft man - wie ich - auf erstaunlich viele, oft juengere, Touristen. Dennoch, die Inselwelt bietet ausreichend Platz um in Ruhe die Naatuschaetze Galapagos zu erkunden.
    Meine erste Tagestour aufder Insel Isabela fuehrt mich zum Vulkan "Chico." Die zahlreichen Krater und der stechende Schwefelgeruch bezeugen den vulkanischen Ursprung des Archipels. Auf dem Rueckweg entdecke ich in den Bueschen und Kakteen einige Spottdrosseln, die dank Darwins detaillierter Arbeit unter dem Namen "Darwinfinken" beruehmt geworden sind.
    Der zweite Tag ermoeglicht mir einen noch genaueren Einblick in die Tierwelt der Inseln. Zunaechst komme ich auf einem Landgang Seeloewen und Meeresleguanen erstaunlich nahe. Die Tiere zeigen keinerlei Angst und ich bin es, der ihnen aus dem Weg gehen muss um auf den Pfaden nicht ueber sie zu stolpern. Beim anschliessenden Schnorcheln bekomme ich einen Eindruck von der hiesigen bunten Unterwasserwelt. Einen Hammerhai sehe ich zwar nicht, dafuer ist es beeindruckend die Seevoegel (u.a. die beruehmten Blaufusstoelpel) neben sich einschlagen zu sehen und beim Fischfang unter Wasser beobachten zu koennen.
    Nach der Ueberfahrt zur Insel Santa Cruz lerne ich einen Tag spaeter die beruehmteste Schildkroete der Welt kennen. Das Charles Darwin Research Center ist nicht nur eine Aufzuchtstation fuer die verschiedenen Riesenschildkroeten der Inseln, sonder auch das zu Hause von "Lonsesome George", die letzte Schildkroete der Unterart Geochelone nigra abingdoni. George ist 100 Jahre alt und die Forscher versuchen sein Erbgut zumindest teilweise aufrecht zu erhalten und ihn mit einer weiteren Unterart zu verpaaren.
    Mein letzter Tag auf Galapagos fuehrt mich auf die Insel Floreana. Waehrend einer zweiten Schnorcheltour erlebe ich das Highlight meines Besuches hier auf den Inseln und werde noch einmal Zeuge der beeindruckenden Vielfalt der hiesigen Tierwelt. Innerhalb von nur 90 Minuten schwimme ich mit 2 Galapagospinguinen und "spiele" mit gleich drei Seeloewen, die meinen Luftblasen im Wasser folgen. Zum Abschluss entdecke ich sogar noch eine grosse Meeresschildkroete, der ich mich fast eine halbe Stunde bis auf wenige Meter naehern kann und ihr beim Abgrasen der Algen zusehe.
    Auf dem Weg zurueck zur Insel Santa Cruz bin ich imemr noch fasziniert von den Erlebnissen beim Schnorcheln. Da macht es auch nichts, dass ein Wolkenbruch die Pfade in reissende Fluesse verwandelt und die Rueckfahrt per Boot recht kuehl wird. Schauer und kaeltere Temperaturen auf Galapgos sind trotz der unmittelbaren Naehe zum Aequator keine Seltenheit, da der kalte Humboldtstrom nicht nur die Grundlage fuer die naehstoffreichen Gewaesser ist, sondern das Klima ganzjaehrig maessigt.

    Am naechsten Morgen verlasse ich die Galapagos-Inseln Richtung des ecuadorianschen Festlandes. Die Naturbegegnungen hier haben mich naher an die Tierwelt des Archipels herangefuehrt, als ich es mir haette vorstellen koennen. In den fuenf Tagen hier habe ich immer wieder festgestellt, dass sich abseits der Touristenpfade wenig geaendert haben kann, seitdem Charles Darwin 1835 die Inselwelt erkundete. Galapagos ist nach wie vor schlicht "einzigartig."

Kommentare

8 Kommentare
  • Rennmaus97
    Rennmaus97 Ein echt toller bericht (:

    da kommt man richtig ins träumen...
    13. April 2012
  • Carina
    Carina Wow, danke, dass du uns an diesen tollen Erlebnissen teilhaben lässt! Für mich persönlich sind die Galapagos-Inseln nicht mehr so das Traumziel, seitdem ich in einer Doku gesehen habe wie mega touristisch die geworden sind - und wie sch&aum...  mehr
    14. April 2012
  • Lisa91
    Lisa91 So ein toller Bericht, ich bin nächstes Jahr auch da! Jetzt freu ich mich noch mehr drauf! Danke für den tollen Bericht! =)
    25. April 2012
  • AndreDerWalretter
    AndreDerWalretter Ich würde mir wünschen das dieses Gebiet für immer für die Tiere zum leben erhalten bleibt.
    25. April 2012