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Der Eiercode

  • Habt ihr euch schon mal ein Ei genauer angesehen? Die kleinen Zeichen darauf gesehen und sich vielleicht gefragt, was sie zu bedeuten haben? Das Haltbarkeitsdatum ist ja klar. Doch diese andere Zahlenreihe...Sie gibt einem alle Informationen, die ein Ei geben kann, außer den Namen der Henne ;) Ich spreche vom Eiercode...

    Anhand des Eies die Haltungsform bestimmen.

    Der Code ist in drei "Abschnitte" unterteilt. Anfangen tut der Code mit einer Zahl: Diese steht für die Haltungsform. Als nächstes kommt eine Buchstabenfolge. Diese Buchstabenfolge gibt uns das "Herstellungsland", bzw. wo es gelegt wurde, an. Danach folgt eine Zahlenreihe, in der teilweise noch Buchstaben stecken können.Diese geben das Bundesland an und danach den genauen Vertrieb. Generell kann in Deutschland zwischen vier verschiedenen Haltungsformen unterschieden werden, welche anhand des Codes auf jedem einzelnen Ei erkannt werden können. Eier unterliegen seit dem 01.01.2004 gemäß der EU-Richtlinien der Kennzeichnungspflicht. Anhand des sogenannten Eierstempel kann der Verbraucher also ablesen, aus welcher Haltungsform das Ei stammt und wo genau es produziert, also gelegt wurde.

    Die Erste Ziffer

    Es gibt die Zahlen 0-3. Je niedriger die Zahl, umso "besser" das Hühnerei, bzw. die Lebensweise der Henne. Die Zahl 3 sollte um jeden Preis vermieden werden. (Die 2 eigentlich auch) Die Zahlen bedeuten:  

    0 = ökologische Haltung ("Bio-Ei");  1 = Freilandhaltung  ;  2 = Bodenhaltung ;  = Käfighaltung (Legebatterie)    

    Die Buchstabenfolge

    Dort gibt ziemlich viel verschiedene Buchstabenfolgen. Sie sind die Länderabkürzungen und eigentlich die normalen "autokennzeichen" für das jeweilige Land. Hier ein paar Beispiele:                                                                                                                                               

    DE - Deutschland;  FR - Frankreich; NL - Niederlande; DK - Dänemark; GB - Großbritannien; usw.

    Folgende siebenstellige Buchstaben-/ Zahlenreihe

    Die stehen wie bereits gesagt, für ein Bundesland und den Betrieb, wo das Ei herkommt. Am besten benutzt man dafür das Internet.

    Noch mal bildlich zusammen gefasst:

     

     

     

     

     

     

     

     

    Wer es direkt einmal ausprobieren möchte, kann nachsehen, was auf seinem Ei steht und das dann in einer speziellen Suchmaschine eingeben. Z.B. hier . Ich habe dabei herausgefunden, dass mein "BIO-Ei" aus Frankreich kommt.  Gerade habe ich sogar gelesen , dass es dafür extra eine App gibt :DD

    Viel Spaß beim selber ausprobieren. Ich wusste das vorher noch nicht mit diesem Code und finde es total cool, dass ich direkt auf dem Ei nachschauen kann aus welcher Haltungsform es kommt, und so Käfighaltung und Bodenhaltung vermeiden kann.

    Passend zu Ostern, also Bioeier bemalen ;)

     Quelle: TIERE ESSEN, Jonathan Safar Foer, Bild                                                                                                  

     

Kommentare

7 Kommentare
  • Veggieburger
    Veggieburger Sehr schöner Bericht. Gestern habe ich im Fernsehen eine Reportage dazu gesehen...
    Ich habe so einen ähnlichen Beitrag geschrieben und hochgelanden, leider habe ich deinen erst hinterher gesehen, aber ich glaube, dass sie sich schon unterscheide...  mehr
    5. April 2012
  • midori
    midori Diese Kennzeichnungspflicht ist wirklich super. Nur schade, wenn man etwas ganz anderes erwartet, als das, was wirklich hinter der Nummer steckt. Wie in Veggieburgers Bericht zu lesen.. :/
    5. April 2012
  • Philipp9300
    Philipp9300 Super Bericht, danke! Ich kannte zwar schon besagten Code, aber ich denke, dass es noch genug gibt, die nichts damit anzufangen wussten. ;)
    Für mich ist es ganz besonders wichtig, nur Eier aus Freilandhaltung zu kaufen, da ich finde, dass es kaum ein...  mehr
    5. April 2012
  • GreenPlanet
    GreenPlanet Ich finde den Code super, genauso wie deinen Bericht :). Aber ich habe gehört, dass sich hinter dem Zertifikat \'Freilandhaltung\' oder \'öko\' auch unangenehme Überraschungen verstecken, wie zum Beispiel Genbehandlung der Hennen.
    8. April 2012