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Tipp der Woche! - Umweltbewusste Ernährung

  • Unser heutiger Tipp der Woche beschäftigt sich passend zur Earth Hour mit umweltbewusster Ernährung!

    Ein Kilo Fleisch ist so schädlich wie zweieinhalb Stunden Autofahrt. Jedes Jahr werden rund 13 Millionen Hektar Wald abgerodet – auch für deinen gefüllten Magen. 20 Millionen Tonnen Lebensmittel landen im selben Jahr in Deutschland im Müll. Und so geht es weiter. Die Fakten zum diesjährigen Earth Hour Thema Ernährung können uns Umweltschützer regelrecht in Schrecken versetzen. Damit du nicht vor deinem nächsten Einkauf im Supermarkt zittern musst, haben wir hier für dich im heutigen Tipp der Woche die wichtigsten Regeln für eine umweltbewusste Ernährung zusammengefasst!

    Der Einkauf. Worauf sollten wir beim Einkaufen achten? Richtig! Möglichst nur Bio-Lebensmittel kaufen. Die erkennt ihr an entsprechenden Bio-Siegeln. Aber das ist noch lange nicht alles. Habt ihr beim Einkaufen schon mal auf das Haltbarkeitsdatum geachtet? Vor allem Milchprodukte sind meistens nur ein paar Wochen haltbar. So steht es jedenfalls auf der Verpackung. Fakt ist aber, dass die meisten Produkte noch lange danach genießbar sind. Sobald ein Produkt im Supermarkt aber abgelaufen ist, landet es auf dem Müll. Also nimm das nächste Mal doch einfach das Produkt mit dem kürzesten Haltbarkeitsdatum und rette ein ahnungsloses Joghurt vor der Müllhalde. In vielen Supermärkten gibt es inzwischen auch Ecken, in denen abgelaufene Ware billiger verkauft wird. Dort kannst du ruhig auch mal zugreifen. Das Joghurt weiß schließlich nicht, dass es abgelaufen ist. Einfach vorm Herunterschlingen erst mal vorsichtig probieren ;-)

    Frisch schmeckt am Besten! Wenn du Obst und Gemüse einkaufst, achte darauf dass es aus deiner Umgebung stammt und nicht erst um den halben Globus geschifft wurde. Bei leckeren „Ausländern“ wie Banane und Ananas fällt das natürlich schwer, aber du musst auch nicht gleich radikal auf alles verzichten. Nimm doch nur ab und zu einen deutschen Apfel anstatt der neuseeländischen Kiwi. Lokales Obst und Gemüse bekommst du zum Beispiel gut von einem Wochenmarkt. Mit deinem Einkauf dort kannst du auch gleicheitig Bauern aus deiner Gegend unterstützen. Leichter mit der Auswahl von regionalen Früchten und Co. machst du es dir auch, wenn du sie immer nur in der jeweiligen Saison einkaufst. Erdbeeren im Winter sind sehr wahrscheinlich nicht aus Deutschland, es sei denn sie sind gefroren ;-) Nimm doch einfach den WWF Saisonkalender zum nächsten Einkauf mit und schau so gleich nach, welches Obst und Gemüse gerade frisch vom Acker kommt.

    Meat goes Veggi! Wie Fleisch den Regenwald rodet, weißt zu schon. Jetzt liegt es an dir: Achte darauf, weniger Fleisch zu essen. Die nächste Wurst wird eine Zucchini und das nächste Steak ein Salat. Beim Thema Fleisch gilt ganz eindeutig: weniger ist mehr. In diesem Fall mehr Klimaschutz und Gesundheit. Am Besten ist es natürlich, wenn du ganz auf Fleisch verzichtest, aber auch mit kleineren Schritten machst du einen Unterschied. Pack einfach auf das nächste Pausenbrot eine Scheibe Käse statt Wurst. Und schon hast du dem Klima wieder ein wenig geholfen!

    Frischer Fisch auf den Tisch! Unsere Weltmeere leiden unter Überfischung. Damit geht es dem Fisch wie dem Steak: Lieber öfter mal verzichten! Wenn du doch mal nicht widerstehen kannst, achte auf das MSC-Siegel. Es garantiert dir, dass dein Fisch umweltschonend gefangen wurde.

    Essen mit Vergnügen. Langsames, genüssliches Essen = länger Satt = weniger Essen = Klimaschutz! Oder anders ausgedrückt: Wer gemütlicher isst, hat weniger Hunger. Also vergiss deinen Stress mal bei der nächsten Mahlzeit und lass dir laaange Zeit. Du wirst sehen: Der Hunger ist schneller weg und kommt so bald nicht wieder. Dann kannst du dir vielleicht deinen Nachmittagssnack sparen. Und hast schon weniger Müll verbraucht und CO2 gespart. So einfach kann es sein!

    Na dann kanns ja losgehen! Schon die nächste Grillparty geplant? Pünktlich zum Saisonstart gibt’s nämlich hier noch Tipps zum umweltfreundlichen Grillen.


    Und jetzt: Guten Appetit und viel Spaß beim Einkaufen! Wenn ihr selbt noch ein paar hilfreiche Tipps habt, schreibt sie doch in einen Kommentar!

    Du hast den letzten Tipp der Woche verpasst? Hier nochmal zum Nachlesen: Grüne Design Ideen!

     

    Quellen:

    Bild Marktstand: © Michel Gunther / WWF
    Bild Fleisch: © WWF Deutschland
    http://www.focus.de/finanzen/news/supermaerkte-tonnen-von-lebensmittel-landen-im-muell_aid_601247.html
    http://www.welt.de/wissenschaft/article1036038/Ein-Kilo-Fleisch-schaedlich-wie-250-km-Autofahrt.html
    http://www.dge.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=15

Kommentare

5 Kommentare
  • AliceimWunderland
    AliceimWunderland Richtig toll geschrieben Ines :)

    Und ich habe auch noch einen Tipp:
    ...  mehr
    30. März 2012
  • Anne95
    Anne95 Der Artikel ist super, die Tipps werde ich mir merken. :-) Der Punkt Fleisch/Fisch ist zwar für mich nicht so wichtig, da ich Vegetarierin bin, aber die anderen Aspekte finde ich umso besser. :-) Toll, dass darauf aufmerksam gemacht wird!
    30. März 2012
  • Carina
    Carina @WeCanChangeTheWorld: Dazu gab es schon ein paar Artikel in der Community. Einer davon ist oben im Text unter "Bio-Siegeln" verlinkt ;)
    30. März 2012
  • Nise
    Nise Ich frage mich ob Bio wirklich so gut ist, wie es das Biosiegel behauptet!
    Oft (immer?) wird dort mit Schwermetallen hantiert, statt mit "normalen" Insektiziden, Pestiziden etc.. Schließlich wollen auch die Verkäufer von Bioprodukten ...  mehr
    31. März 2012