Berichte

Naturparadies Neuseeland

  • Liebe Community,

    hier mein Bericht aus Neuseeland (nord und Sued). Echt ein Traumland! Und eine wunderschoene Natur... Viel Spass beim Lesen und bis bald!

    Euer Johannes :)

     

    Naturparadies Neuseeland

    Wale, Vulkane, Kiwis und Co.

    Vieles ist anders in Neuseeland, einem Fernziel, dass von Europa aus so weit weg ist wie kein anderer Flecken auf unserer Erde. Die Sonne steht im Norden am hoechsten, der Mond nimmt spiegelverkehrt ab, das Wasser fliesst tatsaechlich anders herum ab - naemlich gegen den Uhrzeigersinn - und das Land wird nicht wie etwa die USA oder viele europaeische Nationen von seinen Staedten charakterisiert. Weder in dem vom Erdbeben aus dem Februar 2011 stark mitgenommenen Christchurch im Sueden, dessen Zentrum noch immer gesperrt ist, noch in Neuseelands Metropole Auckland auf der Nordinsel, lerne ich das Land richtig kennen. Wer die wahre Seele Neuseelands kennenlernen will, sollte moeglichst tief in Regenwaelder, Wildwasser und endlose Weideflaechen jenseits der Stadtgrenzen eintauchen
    Meine Reise fuehrt mich zunaechst in ein kleines Dorf namens Kaikoura an der Ostkueste der Suedinsel. Obwohl hier nur rund 3000 Menschen wohnen, wird die Stadt im Reisefuehrer schon unter der Rubrik "gross" gefuehrt, sinnbildlich fuer das duenn besiedelte Neuseeland, in dem sich insgesamt gerade einmal sechs Millionen Einwohner verlieren. Kaikoura bietet nicht nur eine Bilderbuchlandschaft, vor allem das marine Leben ist hier besonders reichhaltig. Zunaechst mit dem Kleinflugzeug und spaeter per Boot komme ich auf zwei faszinierenden Whale Watching Touren zwei Pottwalen, den viertgroessten Lebewesen der Erde, sehr nahe. Eine dritte Tour fuehrt mich noch weiter hinaus auf die See. Dort bekomme ich sechs verschiedene Albatrossarten, darunter den mit 3,60 Meter Spannweite groessten Vogel der Welt, den Kuestenalbatross, zu Gesicht. Fuer mich als Vogelliebhaber natuerlich ein einmaliges Erlebnis.
    Mit dem "Transalpine" geht es fuer mich anschliessend per Panaromazug quer ueber die Alpen, der Weg- und Wasserscheide der Suedinsel, nach Greymouth. Von dort fuerht mich meine Reise einen Tag spaeter auf die Nordinsel. Ich fahre nach National Park Village, einem 200 Seelendorf direkt am beruehmten Tongariro National Park, Drehort in Peter Jacksons Meistertrilogie "Herr der Ringe." Neuseelands beruehmteste Tageswanderung fuehrt mich in eine beeindruckende Vulkanlandschaft und bietet einzigartige Blicke auf die Krater der aktiven Mt. Tongariro und Ruhapehu-Vulkane
    Am Folgetag lerne ich die Wettertuecken hierzulande kennen. Windstaerke 8 und Dauerregen lassen meine Bootstour auf dem Wanghanui-River ausfallen und lassen das Dorf noch ein klein wenig einsamer erscheinen als es ohnehin schon ist.
    An meinem letzten Tag klart das Wetter wieder auf und ermoeglichen mir eine Radtour durch die endlosen Weideflaechen der Umgebung. Noch vor einigen Jahren grasten beinahe ausnahmslos Schaafe auf den Haengen, mittlerweile stellen immer mehr Landwirte auf Hirsch- und Rinderfarmen um - des hoeheren Profites wegen.
    Auf meiner Fahrt nach Auckland komme ich mit Busfahrer Steve ins Gespraech. Jeden einzelnen Bus- und Truckerfahrer, der uns entgegenkommt gruesst er per Handzeichen. Ich frage ihn, ob er all die Fahrer hier kenne. Daraufhin antwortet er: "Nein, ganz und gar nicht, aber wir Fahrer hier sind wie eine grosse Familie, vor allem im Winter sind wir hier recht einsam und da ist es einfach schoen immer mal wieder einen netten Gruss auszutauschen und einfach freundlich daherzukommen." Eine tolle Einstellung, die jedoch passend ist fuer die Gastfreundschaft und Unkompliziertheit der Menschen hierzulande. In meinen zwei Wochen in Neuseeland sehe ich zwar nur einen Bruchteil all der Nationalparks und sehenswerten Ecken des Landes, doch die Zeit reicht um mitzubekommen, dass die Neuseelaender auf drei Dinge besonders stolz sind. Erstens auf ihr Rugbyteam, erst recht nach dem letztjaehrigen Gewinn der Heim-WM der "All-Blacks." Zweitens auf den Wappenvogel. Es gibt wohl weltweit keine andere Nation, die ihr Wappentier so gerne haben als die Neuseelaender "ihren" Kiwi. Drittens schliesslich auf die Natur selbst hierzulande. Die Menschen wissen um die Schoenheit ihres Landes. Das bemerkenswerte ist, dass nahezu alle "Kiwis" die "Schaetze" ihres Landes bereitwillig teilen und stets bemueht sind mir den bestmoeglichen Tag in ihrem Land zu ermoeglichen. Eine einstellung, die ich in all' den Wochen des Reisens noch nicht erfahren durfte und die wohl weltweit seines gleichen sucht. .
     

Kommentare

9 Kommentare
  • Cosima
    Cosima Ein gelungener Bericht.
    Auch ich kann nur von Neuseeland schwaermen.
    Ich bin gerade in der Naehe von Wellington und lebe dort fuer 8 Wochen, mittels eines Austauschprogramms. Letzte Woche war ich auf der Suedinsel. Es war so beeindrucken wie duenn besiede...  mehr
    21. März 2012
  • Johannes11
    Johannes11 Na klar, Janine ;). Die liegen ja ueberall herum und sind auch gar nicht scheu... Trotzdem sollte man eine gewissen Distanz einhalten, sind ja wilde Tiere... aber cht super :)
    31. März 2012
  • Chrissi96
    Chrissi96 Da kann man nur neidisch werden :)
    Neuseeland ist einfach nur wunderschön, eine Freundin von mir reiste 4 wochen zu Fuß und nur mit Rucksack quer durch Neuseeland...
    13. April 2012
  • regentag
    regentag Neuseeland muss echt toll sein, aber wie LSternus schreibt ist es irgendwie ein Dilemma zwischen Reise- und Abenteuerlust und Umweltbewusstsein...
    15. April 2012