Berichte

Wolfsretter - Die Spuren

  • O.K., Leute, es geht los! :) Ab heute, den 13. Februar, bis zum 21. Juli sollen überall in Deutschland Wolfsspuren auftauchen und die Menschen darauf aufmerksam machen, dass der Wolf nach Deutschland zurückkehrt. Die Idee entstand im Rahmen eures "Ideensturms" und wurde von euch und den Wolfsbotschaftern folgendermaßen zuendeentwickelt:

    1. Wir malen und sprühen Wolfsspuren auf Gehwege, Plätze und Schulhöfe - die Spuren auf dem Boden fallen auf, weil sie dort niemand erwartet.

    2. Jede Spur führt zu einem Schriftzug mit der Webadresse eurer Aktionsseite www.wolfsretter.de - so macht ihr kreativ die Menschen auf diese Internetseite aufmerksam.

    3. Ihr macht ein Foto von der Spur und ladet sie auf der Aktionsseite hoch.

    4. Die Menschen, die später die Wolfsretter-Seite besuchen, werden dort das Foto "ihrer" Spur und vor allem Informationen zur Rückkehr der Wölfe finden. Außerdem werden sie eingeladen, ein Statement für den Wolf abzugeben. Durch diese Handlung bekennen sich die Besucher eindeutig zum Wolf.

    5. Alle Statements und Fotos werden am Schluss zusammengezählt. Hinzu kommen außerdem die Statements, die wir bei den drei Aktionstagen in Dresden, Hannover und Stuttgart sammeln werden. Unser Ziel: Alle Statements zusammen ergeben mindestens 5.000!

    Wichtig: Die Spuren breiten sich langsam von Ostdeutschland ins gesamte Bundesgebiet aus - ähnlich wie die wirklichen Wölfe. Deshalb werden die ersten Spuren nur in Sachsen, Brandenburg und Berlin auftauchen. Später folgen weitere Bundesländer, bis überall in Deutschland Spuren zu finden sein werden.

    Wie wir mindestens 5.000 Menschen zu Wolfsfans machen wollen und in welchen Zeiträumen welche Bundesländer dran sind, erfährst du in der Übersicht "Wolfsretter - Der Plan für die Aktion!"

     

    Für die Spuren nutzen wir die sogenannte Stenciltechnik - eine Technik die ursprünglich aus der Streetartszene kommt. Dabei sprüht man mit Hilfe von Sprühschablonen, den sogenannten Stencils, ein Motiv mit Farben auf einen Untergrund. Der Vorteil von Stencils ist, dass ein und dasselbe Motiv total schnell immer wieder gesprüht werden kann, wenn erst einmal die passende Schablone erstellt worden ist.

    Hier erklären wir dir, wie du die Spuren auf die Straße bringst!

     

    Wie entstehen die Spuren?

    1. Schablonen ausdrucken! Auf der Aktionsseite findest du zwei Schablonen zum Download. Eine mit einer Wolfspfote in Originalgröße, und eine mit dem Schriftzug der Webadresse. Wichtig ist vor allem die erste Schablone - die Webadresse kannst du später auch, wenn du's leserlich hinkriegst, per Hand auf die Böden malen.

    Hier geht's zu den Schablonen: Wolfspfote und Schriftzug

    2. Motive ausschneiden! Die Schablone auf Karton kleben und die Pfoten mit einer Nagelschere oder Teppichmesser vorsichtig (Achtung: Verletzungsgefahr) ausschneiden. Jetzt hast du ein Wolfsretter-Stencil!

    3. Spuren auf den Boden malen! Entweder du verwendest normale Kreide (dann dient die Schablone für die Umrisse), oder du sprühst den Pfotenabdruck mit Sprühkreide auf den Boden. Bei Sprühkreide solltest du nah ran gehen, damit sich die Kreide nicht überall um die Schablone herum verteilt. Die Schablone sollte gut aufliegen, damit die Konturen scharf und deutlich werden. Ziehe Handschuhe an, wenn du deine Hände nicht kunterbunt machen willst. ;)

    Hier ein Beispiel für ein Stencil mit Sprühkreide:

     

    Welche Regeln muss ich beachten?

    Kreide hat den Vorteil, dass sie leicht wieder entfernt werden kann bzw. sich beim nächsten Regen von selbst verflüchtigst. Ein Kreidebild bringt deshalb kein rechtliches Risiko mit sich wie ein Graffiti, das als Sachbeschädigung geahndet werden kann. Letztlich droht auch Kindern, die mit Kreide auf die Straße malen, ja keine Bestrafung.

    Aber: Trotzdem ist auch das Malen mit Kreide im öffentlichen Raum eine Veränderung, die als Störung empfunden werden kann. Deshalb darfst du auf keinen Fall ungefragt überall Wolfsspuren hinmalen und -sprühen. Vor allem nicht auf Privatgrundstücken. Der WWF übernimmmt keine Verantwortung, sollte es zu einer Beschwerde kommen. Reinigungskosten etc. können nicht vom WWF übernommen werden.

    Um Ärger zu vermeiden halte dich also bitte an folgende Regeln:

    1. Frage prinzipiell beim Eigentümer des Grundstücks, auf dem du malen willst. Sehr geeignet sind zum Beispiel Schulhöfe. Erkläre eurer Schulleitung, dass es sich um eine kreative Werbung für den Naturschutz handelt, und du bekommst sicher eine Erlaubnis für deine Kreidepfoten auf dem Schulhof. Ähnliches gilt für Innenhöfe (Hausverwaltung), Parkplätze (Grundstückseigentümer) und letztlich auch für öffentliche Plätze (Stadt). Bei manchen Städten kann man Kreidebilder als öffentliches Kundgebungsmittel beantragen. Erkundige dich bitte vorher bei deiner jeweiligen Stadtverwaltung.

    2. Biete eine Reinigung an. Du erhöhst die Chancen für die Genehmigung am jeweiligen Ort, wenn du dich verpflichtest, nach einer vereinbarten Zeit die Spur wieder zu entfernen (wenn sie durch Regen nicht ohnehin verschwunden ist).

    3. Mach dezente Spuren, keine Riesenbilder. Abgesehen davon, dass ein riesiger Schriftzug von Passanten nicht gelesen werden kann und deshalb nicht auffällt, solltest du darauf achten, dass deine Spuren niemanden offensichtlich stören können. Vier, fünf saubere Pfotenabdrücke und ein lesbarer Schriftzug auf ein paar Gehwegplatten sind sicherlich weniger Grund für eine Empörung als wenn die komplette Straße vollgeschmiert ist. Weniger ist mehr. Denk daran, dass diese Aktion bei den Menschen sympathisch rüberkommen soll, nicht provokant oder störend.

    4. Verwende ausschließlich (!) Kreide und Malmittel, die absolut rückstandsfrei wieder entfernt werden können. Lacke u.ä. sind absolut tabu. Mit Sachbeschädigung schadest du dir und der Wolfsaktion.

    5. Sei kreativ mit Tricks. Clever ist es zum Beispiel, wenn du auf Untergrund malst, der sich verflüchtigt. In der kalten Jahreszeit könntest du zum Beispiel auf Schnee Spuren sprühen. Sobald der Schnee schmilzt, ist das Kunstwerk wieder weg - und hat nicht mal den Boden berührt. Da kann nicht mal der spießigste Nachbar etwas dagegen sagen. ;)

    6. Nutze ausschließlich umweltfreundliche Materialien. Klar, dass du die Schablonen aus Recyclingpapier und wiedervendeten Kartons bastelst. Bei der Sprühkreide kannst du ebenfalls auf die Umwelt achten. Such nach Sprühkreide, die ohne FCKW und giftige Farbstoffe auskommt, zum Beispiel das Kreidespray von Arcus.

    7. Halte dich an das Motiv der Spuren. Bitte mach keine eigenen Wort-Bild-Kombinationen. Beispiel: Ein Kreidebild mit der Webadresse und einer einzelnen Pfote rechts oben ähnelt dem Logo einer bekannten Outdoor-Marke. Eine eventuelle Verwechslungsgefahr mit dem Logo einer Marke solltest du also auf jeden Fall vermeiden.

    8. Werde kreativ und probiere Alternativern. Es gibt auch andere Wege, im öffentlichen Raum Signale zu streuen. Du kannst Spuren mit der Webadresse zum Beispiel auf Papier drucken und an schwarzen Brettern anhäften. Du kannst Spuren auf deinem Facebook- oder VZ-Profil verteilen. Du kannst während der Pause auf den Tafeln deiner Schule oder Uni Wolfsspuren und die Webadresse aufmalen. Und und und...

    Alles klar? Dann kann's ja losgehen! Den Anfang machen Sachsen, Brandenburg und Berlin! Bald wird's Wolfsspuren überall geben! :)

    Viel Spaß wünschen euch

    Marcel und das Wolfsretter-Team

    Bilder: Gehweg, manipuliert © stefan1024 via flickr, cc; Schnecke Stencil © Salim Virjl via flickr, cc; Kreidespray vorher und nachher © Bündnis 90 / Die Grünen Nordrhein-Westphalen via flickr, cc; Gehweg, manipuliert © Simczuk via flickr cc

Kommentare

22 Kommentare
  • Jennifee
    Jennifee Vielen Dank! :)
    29. Mai 2012
  • JanaMarie
    JanaMarie Ich werde dann jetzt auch bald mal sprühen gehen :)
    10. Juli 2012
  • vicktoria
    vicktoria ich fuerchte es ist etwas zu spaet?! oder gilt wieder mal " es ist niemals ist zu spaet?"
    6. August 2012
  • Marcel
    Marcel @vicktoria: Es ist niemals zu spät! ...naja, genau genommen ist es das schon irgendwann, aber NOCH nicht! :) Die Kampagne läuft noch diesen Sommer. Du kannst im August auf jeden Fall noch Pfoten und Webadressen sprühen! Wir würden uns ...  mehr
    10. August 2012