Berichte

Untersucht und unterworfen: Das Volk der San

  •  Vor etwa 25.000 Jahren wurden die ersten Gebiete Südafrikas von diesem Urvolk besetzt. Die Buschmänner, wie sie erst seit geraumer Zeit genannt werden, hatten im Laufe ihrer Geschichte so einige Namen: So nennt man sie in Botswana Basarwa und Khwe, in Südafrika und Namibia bezeichnet man sie seit kurzem als die San und in Ländern wie Angola, Sambia und oder Simbabwe sind sie nur als Menschen, die nichts haben und als Außenstehende bekannt.                                                                                                                                                 

    Die San lebten seit dem Beginn ihrer Art als Verbündete der Natur. Sie kannten keinen Besitz und jeder Anspruch auf ein Vorkommen der Natur oder  anderes erscheint ihnen auch heute noch fremd und sinnlos. Sie leben in Hütten und die Gruppenanzahl variiert von 40 bis zu 200 Mitgliedern in einem Stamm. Die Frauen der San waren die Sammler: Sie sammelten Früchte, Wurzeln und wilde Beeren. Diese sogenannte „Buschkost“ machte 60 bis 80 % Prozent der Nahrung der San aus. Eine weise San kannte auch in schlechten Zeiten über 200 Pflanzen von denen 115 essbar waren! Die Männer übernahmen die Jagd. Hierbei handelte es sich jedoch nicht um irgendeine Jagd, die jeder betreiben kann, sondern um die Ausdauerjagd! Die San arbeiteten mit verschieden Giften, mit denen sie ihre Pfeil- und Speerspitzen einrieben. Diese Gifte, die sie vorsichtig aus frisch gestorbenen Skorpionen oder Schlangen gewannen, sind zwar stark, wirken jedoch nur sehr langsam. So kommt es, dass die San ihre Beute ganze Tage lang verfolgen mussten, bis das Gift seine Wirkung entfaltete. Ob Junge oder Mädchen, beide mussten ihre Pflichten als Jäger oder Sammlerin erst mit 15 Jahren aufnehmen. Trotz der guten Kenntnisse und den Ratschlägen der Ältesten oder des Schamanen, waren die Jäger nur alle vier Tage erfolgreich. Umso erstaunlicher ist es, dass die San immer darauf Acht gaben, dass sie nur soviel Beute machten oder Pflanzen pflückten, wie wieder nachkommen oder nachwachsen konnte, ohne dass die Natur Schaden davontrug. Insgesamt konnten die San auf ihren Jagdzügen bis zu 4000 Kilometer im Jahr zurücklegen. Außerdem jagten sie 55 verschiedene Tierarten. Statt sich dem Laufe der Menschheit zu fügen, spezialisierten sich die San immer mehr auf ihre Umwelt und so bewiesen uns diese 1.40 bis 1.60 Meter kleinen, dunkelhäutigen Wesen, wie man ohne der Umwelt zu schaden in der Kalahari leben kann. Doch inzwischen wird ihnen genau das zum Verhängnis…

    Schon vor rund 2.000 Jahren mussten sie nomadisch lebenden Viehzüchtern Platz machen, den Khoikhoi oder „Hottentotten“. Später wurden sie von den schwarzen Volksstämmen der Zulu und Xhosa vertrieben.

    Seit dem 15. Jahrhundert beginnt der „weiße Mann“  den Lebensraum derSan für sich zu beanspruchen und das Volk der Buschmänner zu vertreiben.Es kommen Forscher aus dem Westen und untersuchen das „Juwel der Urvölker“, missbrauchen es für Versuche und zwingen sie zur Industrialisierung. Dass die San keine Besitzansprüche haben, macht es dem „weißen Mann“ noch viel leichter, seinen Willen durchzusetzen. Heute ist das Leben der San durch Krankheit und Armut geprägt. Entweder sind sie in Naturreservaten zusammengepfercht oder verdienen ihren Lebensunterhalt als schlecht bezahlte Arbeiter auf Farmen. Kaum ein San lebt noch wie sein Ursprungsvolk und mit der Zeit geht alles Wissen und Können der San verloren.

    Doch was hält die WWF-Jugend von den San? Was meint ihr, könnte man tun, um die San zu retten und sie vor dem „weißen Mann“ zu bewahren?

    Die Gruppe „AFRIKA – Der Kontinent der Wildnis!“ ist auf eure Meinungen und Vorschläge gespannt!

    Text: eagle4nature (Fabian Nagel)

    Bilder: Wikipedia Commons

    Quellen: survivalinternationel.de / Wikipedia / transafrika.org

Kommentare

4 Kommentare
  • FabianN
    FabianN Hier der Link zur Wohlfahrtsorganisation Survival International, die den San hilft, ihr eigenes Leben zu leben:
    http://www.survivalinternational.de/
    23. Dezember 2011
  • Puma
    Puma Da sieht man es mal wiedre.Wir Weißen nehmen un sdas Recht,anderen Völkern unsere Lebensweise aufzuzwingen.Das ist so dämlich!!!!
    Ich glaube aber nicht,dass man den Urvölkern helfen kann.Leider!!Um ehrlich zu sein,ich würde liebe...  mehr
    23. Dezember 2011
  • midori
    midori Wer weiß.. im ersten Moment würden die San vielleicht leuchtende Augen bekommen, wenn sie unsere Welt und unseren Luxus zu Gesicht bekämen. Sie würden die Arme in den Himmel reissen und schreien vor Glück. Und dann ganz bald, w&u...  mehr
    23. Dezember 2011
  • Janine
    Janine Es ist wirklich schade, dass immer mehr Wissen über die Natur und ihre Schätze verloren geht.. Weil die San eher nachgeben, als zu kämpfen (sie haben ja auch keine andere Wahl), müssen sie in Reservate fliehen. Leider breiten sich die ...  mehr
    23. Dezember 2011