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Nachhaltigkeitsstudie: Wie kaufen wir ein?

  • Was ist für die Verbraucher nachhaltig? 70% glauben, dass nachhaltiges Handeln von Unternehmen bedeutet, dass sie bewusst mit Ressourcen umgehen, Umweltschutz betreiben und zukunftsorientiert vorgehen. Doch obwohl 2/3 der Verbraucher genau wissen was Nachhaltigkeit bedeutet und auch davon ausgehen so einzukaufen, fällt es ihnen schwer im Regal das Nachhaltige Produkt zu finden.

    Dies fand das PR-Beratungsunternehmen Edelman und des Marktforschungsinstituts TheConsumerView heraus. Sie haben neben den Umfragen auch die Verbraucher genau beobachtet zu welchen Produkten sie greifen.


    Die Studie ergab, dass 49% der Käufer die Informationen über die Nachhaltigkeit eines Produkts nicht verstehen bzw. widersprüchlich finden. 2/3 dieser Verbraucher würden nachhaltige Produkte bevorzugen.
    82% wünschen sich ein eindeutiges Siegel welches die Nachhaltigkeit eines Produkts bestätigt und dem man vertrauen kann. 63% möchten dieses Siegel sogar vom Staat anerkannt bekommen um ihm vertrauen zu können. Dies ist auch verständlich bei diesem Durcheinander von Siegeln denen man vertrauen soll und über die man von jeder Ecke auch Negatives hört. Sie sollten ursprünglich dem Verbraucher helfen und nun verwirren sie ihn nur.


    Deswegen greifen die Menschen beim Einkauft zu den Produkten dessen Slogan sie kennen oder dem sie vertrauen. Sie erkennen die Siegel Bioland, Fairtrade und WWF und die Claims „Kommt aus unserer Region“, „aus kontrolliertem Anbau“ oder „ ist ein Bio Produkt“ am besten. Bei den unabhängigen Unternehmen werden „Stiftung Warentest“, „Ökotest“ und „Fairtrade“ sofort wiedererkannt. Persönliche Vorteile erkennen die Verbraucher bei den produktbezogenen Claims „Ohne künstliche Zustoffe“, „ aus artgerechter Tierhaltung“ und bei „Bio“.


    Jedoch werden spezifische Nachhaltigkeitssiegel wie Forest oder Marine Stewardship Council weniger erkannt. Deswegen ist es für die Unternehmen umso wichtiger, genauer zu beschreiben welches Produkt was bewirkt, damit der Konsument sich dies besser vorstellen kann und so genau nach seinen Vorstellungen auswählt. Dann wird es einfacher sich biologisch und nachhaltig zu ernähren.
     

     

    Quelle:

    http://www.edelman-newsroom.de/images/Pressemeldungen/Studienergebnisse_Nachhaltigkeit_im_Kaufentscheid_2011_Edelman_The_Consumer_View.pdf
     

    http://www.edelman-newsroom.de/edelman-studien/nachhaltigkeit/391-nachhaltigkeit-in-aller-munde-aber-auch-im-einkaufskorb

     

    Bildquelle:

    © Istockphoto.com / WWF-Canada

Kommentare

2 Kommentare
  • Marcel
    Marcel Auf jeden Fall aber schon mal ein gutes Zeichen, dass sich grünes einkaufen bei so vielen Menschen schon durchgesetzt hat. Das war vor wenigen Jahren ja noch ganz anders. Danke für die interessante Zusammenfassung dieser Ergebnisse, Cata!
    28. November 2011
  • Jutta
    Jutta ich kann verstehen, dass viele Menschen die Anzahl verschiedener Siegel verwirrend finden. Andererseits muss ich sagen, finde ich es gut, dass es verschiedene und nicht nur eins gibt. Denn die verschiedenen Siegel haben ja auch evrschiedene Kriterien. So ...  mehr
    29. November 2011