Berichte

Greenpeace und der WWF im Meer - und das Meer im Ozeanum

  • Vor ein paar Wochen war ich im Ozeanum in Stralsund und habe mir die unheimliche Schönheit der Wale zu Gemüte führen dürfen. Die ganze Zeit bin ich gespannte gewesen auf die Überdimensionalität unserer größten Säugetiere, denn erst kurz vorm Ausgang kam man in die (ich nenne es mal) Wal-Halle. Das Ozeanum kooperiert mit Greenpeace und wir hatten das Glück, die Video-Show über die Wale mitzuerleben, als wir dort ankamen. Es war einfach überragend! Am beeindruckendsten finde ich nach wie vor das Singen des Buckelwals. Noch immer habe ich sein Gefühl im Ohr. In dem Video wurde natürlich auch der Walfang angesprochen. In Kombination mit der ganzen Atmosphäre dort und da ich mir immer alles ganz genau vorstelle, konnte ich mir die Tränen nicht verkneifen. Ich kann einfach nicht verstehen, wie diese Menschen dazu fähig sein können, diesen wundervollen Tieren so etwas anzutun…

    Mein eigentliches Anliegen dieses Berichts ist das, was ich gerade aus dem Briefkasten geholt habe. Im Anschluss des Videos kam man zum Ausgang und genau dort fanden wir einen Greenpeace-Stand vor. Optimal und 100 Prozent sinnvoll platziert, denn dann bleiben wirklich Leute stehen! Ich selbst habe natürlich auch sofort meine Unterschrift gegen den Walfang gegeben und eingewilligt, neueste Infos zum Thema zu erhalten. Heute ist es also so weit. Ich möchte euch einfach mal weitergeben, was in dem Infomaterial so drin steht, ich im Inet weiterrecherchiert habe und ich aus dem Film mitgenommen habe:

    Um die Waljägern in Japan ganz gewaltfrei von ihrer Abartigkeit abzuhalten, wendet Greenpeace vor Ort einen Wasserstrahl an, der feinen Sprühnebel verursacht und den Fängern somit die Sicht versperrt. Genial!

    1980 ist es Greenpeace gelungen ein Verklappungsschiff aufzuhalten, welches giftige Dünnsäure in der Nordsee loswerden wollte. Das war die erste deutsche Aktion, die für Aufsehen sorgte. 1989 erreichte Greenpeace ein Verbot gegen die Entsorgung von Dünnsäure in der Nordsee. 2001 folgt dann das weltweite Verbot der Chemikalie Tributylzinn (TBT) in Schiffsfarben.

    Ab 1975 setzt sich Greenpeace für den Schutz der Wale und gegen das Abschlachten in Japan, Norwegen und Island ein. Fischereiflotten und Walfänger, aber auch Öl- und Gasplattformen sowie Chemikalien und Sand-, Kiesabbau in den Meeren zu vermeiden sind die Ziele. Die Wale leider ja bekanntlich nicht nur unter den Jägern. Durch den Unterwasserlärm wegen Tiefseebohrungen wird ihre Wahrnehmung über die Wellen geschädigt und sie verirren sich. Da Wale übrigens unheimlich hilfsbereit sind, kommen sie Artgenossen zur Hilfe geeilt, wenn sie den Weg nicht mehr finden und um Hilfe rufen. Dabei verirren sich aber auch die „Helfer“ und so kommt es zu den grüppchenhaften Stranden der Wale.

    Natürlich soll das nicht so klingen, als wäre Greenpeace der alleinige Aktivist in Sachen Meere und Wale. Ich möchte den WWF hier nicht außer Acht lassen. 1986 gelang es dem WWF durch das internationale Walfangmoratorium ein Verbot gegen das Jagen von allen Großwalarten durchzusetzen. Der WWF hat dazu beigetragen, dass 1994 50 Millionen Quadratkilometer an der Antarktis  zum Walschutzgebiet erklärt wurden. 1999 folgte im nördlichen Mittelmeer ein 85.000 Quadratkilometer großes Schutzgebiet, welches für 13 Walarten eine Lebensgrundlage darstellt. In Schweden, Polen und Dänemarkt ist der WWF aktiv und setzen sich für den Schutz des Schweinswals, welder zu den Zahnwalen gehört, ein.

    Vielleicht trifft man im Ozeanum ja mal einen Gemeinschaftsstand WWF & Greenpeace. ;)
    Hier die Seite von dem großen Meeresmuseum: http://www.ozeaneum.de/de/ausstellungen/11-riesen-der-meere.html

    Es gab jedoch auch etwas, war mir am Ozeanum so gar nicht gefallen hat. Es gab ein Aquarium das nannte sich "Ostsee". Wenn man sich das anschaute, wusste man auch warum. Man fand Einkaufswagen, verrostete Rohre, Schuhe und weiß der Geier was noch alles in diesem Aquarium vor. Klar, man wollte die Situation der Ostsee klarmachen. Es stand aber nicht dabei, welche Konsequenzen der Müll im Gewässer hat. Und so hörte ich eine Frau sagen: "Hätte ich gar nicht gedacht, dass die Fische das gar nicht stört." Haha - ein Grund mehr, seinen Müll ins Meer zu werfen, wenns die Fische doch incht stört... Mich wundert es, dass Greenpeace noch nichts dazu gesagt hat. Der falsche Eindruck, der da vermittelt wird, wirkt sich sicherlich nicht gut auf den Verstand der Leute aus...



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    Quellen:
    - Broschüren „Volle Kraft für die Umwelt“ (Greenpeace Erstinfo sowie Kurzinso Greenpeace)
    - http://www.greenpeace.de/themen/meere/wale_ihre_gefaehrdungen/
    - http://www.wwf.de/themen/artenschutz/bedrohte-tiere-und-pflanzen/wale-und-delfine/
    - Bild: http://www.ozeaneum.de/ausstellungen/ostsee.html

Kommentare

2 Kommentare
  • anni95
    anni95 Das Ozeanium ist echt cool, ich war schon mehrmals da.
    18. November 2011
  • MarcelB
    MarcelB Hey, danke für den Bericht! Netter Überblick über die Aktionen von WWF und Greenpeace. Ich denke beide sind in dem was sie tuen unentberlich und haben schon viel erreicht! Super schöne Geschichte, danke! Ich werde mal vorbeischauen... :)
    20. November 2011