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Emittierst Du noch oder wohnst Du schon?

  • Wäre es nicht schön, jeden Morgen in seinem Haus aufzuwachen und sich zu freuen, dass die eigene Wohnung oder das eigene Haus statt Unmengen CO2 auszustoßen saubere Energie produziert? Ist das nicht nur eine Illusion? Keineswegs.

    Schon seit einigen Jahren existiert das sogenannte Plusenergiehaus. Ein Haus, das mehr Energie erzeugt, als man selbst verbraucht – ein Durchbruch, um den Klimawandel etwas Einhalt zu gebieten. So können im Durchschnitt pro Quadratmeter und Jahr ein Plus (!) von 36 Kilowattstunden (kWh) ins Stromnetz eingespeist werden. Seit der Weiterentwicklung mit optimierten Komponenten sogar bis zu 200 kWh/m²! Zum Vergleich: herkömmliche Gebäude verbrauchen im Jahr durchschnittlich 70-300 kWh pro Quadratmeter und Jahr.

    Ausschlaggebend dafür ist überwiegend die Nutzung der Kraft der Sonne, durch Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, die auf dem Dach installiert werden. Wärme und Strom können so selbst erzeugt, genutzt und im Gebäude gespeichert werden. Fenster werden nicht nur isoliert, sondern auch so nach Süden ausgerichtet, dass im Winter so lange wie möglich Sonnenstrahlen ins Haus eindringen können. Zusätzlich ist die Gebäudehülle besonders aufwändig und wärmebrückenfrei gedämmt. Ein modernes Lüftungssystem verwendet die Wärme der Abluft um die kältere Frischluft auf Temperatur zu bringen - und sorgt ganz nebenbei für ein perfektes Raumklima.

    Kurz gesagt: Eine vollständig regenerative Energieversorgung des Gebäudes ganz ohne Emissionen – ohne, dass man frieren muss! Und durch die Einspeisung des überschüssigen Strom der Solaranlage ins Stromnetz verdient das Plusenergiehaus obendrein „sein eigenes Geld“.

    Forscher haben sich schon ein neues Ziel gesetzt, an dem schon lange experimentiert wird: das sogenannte „triple zero“, die dreifache Null. Ein Bau ohne Energieverbrauch, ohne Emissionen, ohne Sondermüll und beim Abriss fast komplett wiederverwendbar.

    Einziges Problem? Auch die Millionen bereits bestehender Gebäude müssen energiesparend und klimaschonend werden. Dafür brauchen wir neue, innovative Ideen. Lust nach neuen Möglichkeiten zu forschen, um dieses Problem zu lösen? Dann sei dabei und bewirb dich jetzt beim 2-Grad-Campus!www.2-grad-campus.de
     

Kommentare

1 Kommentar
  • midori
    midori Das klingt super toll und irgendwie noch ganz weit weg. Aber vielleicht ist es schneller soweit als wir uns denken können! :o) Vielleicht ja auch, weil junge Forscher beim 2°Campus tolle Ideen entwickeln?

    Katharina! Danke für den Artikel!...  mehr
    28. Oktober 2011