Berichte

Strom verbrauchen wird langsam ungewohnt...

  • Premiere! Vorhin den PC einzuschalten war mir zum ersten Mal in meinem Leben unangenehm! Das mit der halben Stunde hat zwar weder gestern noch davor geklappt und heute wird es auch nicht hinhauen, da ich allein fürs Berichtschreiben und Mailchecken definitiv viel länger brauche, aber jedesmal, wenn irgendwas auf Knopfdruck aufleuchtet, zu Piepen oder zu Surren beginnt oder sich bewegt, meldet etwas in meinem Kopf: Achtung! Da ist Energie im Spiel! Und dieser Melder wird mit jedem Energiespartag mehr sensibilisiert. Ich hätte heute fast mein Glas Bioapfelsaft fallengelassen, als die Mikrowelle, nachdem ich gedankenverloren etwas hineingestellt hatte, beim Eintippen der Zeit Pieptöne von sich gab! Sofort habe ich den Grießbrei mit Garten-Erdbeeren ´rausgezogen und, was ja gar kein Problem war, kalt verspeist. Dass ich abends mit einem Kerzenhalter durchs Haus laufe ist auch für meine Familie kein Grund zum Lachen mehr und auch am Lesen, statt fernzusehen, finde ich Gefallen.                                                                                                      Doch jetzt kommt das erste große Aber. Kalt duschen! Daran kann ich mich beim allerbesten Willen nicht gewöhnen. Gut- es stärkt meine Abwehrkräfte. Es macht wach und belebt. Es macht zumindest langfristig  warm, weil es meine körpereigene Heizung in Schwung bringt. Aber- Brrr! Ich kanns nicht erklären. Hätte nie gedacht, dass ich mal Angst vorm Duschen haben würde.                                                                                                            Das zweite große Aber: Auch das selber Gitarre und Geige spielen kann mein Musikhördefizit nicht ausgleichen. Ich fange schon an zu singen. Beim Malen- und das habe ich heute einen großen Teil meiner Zeit getan- brauche ich einfach Musik! Als mein Nachbar und Besitzer meines Mal-Objektes (ein Wohnmobil) kam um mir Gesellschaft zu leisten und an seinem alten, massenweise CO2-ausstoßenden Monstrum, das nun immer bunter wird, herumzuschrauben, stellte er das Autoradio an. Es liefen die "17 Hippies". Ich hab es einfach nicht geschafft, ihn zu bitten, es ausmachen.

    Was sich noch verändert hat: massenweise alte Teelichtbehälter in meinem Müll.

    Ach ja, das muss ich unbedingt noch erwähnen: Was Kommunikation angeht, sind die Menschen, die viel früher gelebt haben und ohne SMS und Mails auskommen mussten (und vielleicht auch die, die nach uns leben-> Energierationierung?) echt zu bemitleiden. Soll nicht heißen, dass ich ohne nicht mehr klarkomme, keinesfalls. Aber das Verabreden ist ziemlich kompliziert...

     

     

     

     

Kommentare

1 Kommentar
  • NatureGirl
    NatureGirl Mein "Öko-Gewissen" verfolgt mich inzwischen immer hartnäckiger!
    Ich kann es sogar gar nicht mehr mit angucken, wenn meine Familie elektrische Geräte benutzt :D
    14. August 2009