Berichte

Stachlige Neuigkeiten aus der Tierwelt

  • Ich habe vorhin in der Rheinpfalz einen Artikel gelesen, der mich wirklich freudig gestimmt hat. Und deshalb will ich ihn euch auf keinen Fall vorenthalten :) 

     

    "In Deuschland gibt es dieses Jahr besonders viele kleine Igel. Das schöne, warme Wetter im Spätsommer hat für reichlich Nachwuchs gesorgt. Das berichtet Ingrid Seime. Sie arbeitet für den Naturschutzbund und kennt sich mit den Tieren gut aus. Sie sagt: 'Viele Igelweibchen haben Würfe von Jungen zur Welt gebracht, deutlich mehr als in anderen Jahren.'

    Igel fressen gerne Insekten, Würmer, Spinnen und Schnecken. Sind sie einmal ausgewachsen, dann haben sie bis zu 8000 Stacheln und wiegen bis zu eineinhalb Kilogramm. Ingrid Seime nimmt Igelbabys auf, die ihre Mama verloren haben. Sie füttert sie vor dem Winter, damit sie möglichst viel Fett ansetzen. In den kalten Monaten schlafen die Tiere dann. Viele Menschen rufen bei der Igelexpertin an, weil sie einen kleinen Igel gefunden haben. Ingrid Seime ermuntert sie, den Igelbaby selbst über den Winter zu helfen. Denn die Tiere brauchen nicht viel. Sie sind genügsam. Die Menschen können ihnen Katzenfutter oder Hundefutter geben. Auch ein paar Regenwürmer oder gar eine tote Maus oder einen toten Vogel mögen die Stacheltiere.

    Wer sich entscheidet, einen kleinen Igel durch den Winter zu bringen, der muss aber etwas beachten: Er 'sollte auf jeden Fall einen Balkon haben. Denn Igel stinken ganz schön', so die Fachfrau. Ingrid Seime aber warnt, vorschnell einen kleinen Igel mitzunehmen. Es muss sicher sein, dass die Mutter nicht in der Nähe ist. Solange die Babys nämlich noch gesäugt werden, haben sie selbst im Oktober noch gute Chancen, den Winter unbeschadet zu überstehen. Wirklich hilfsbedürftige Igel sind etwa daran zu erkennen, dass sie tagsüber unterwegs sind, abgemagert erscheinen und sich apathisch verhalten.

    Ingrid Seime wohnt mit ihrem Mann in Jena im Bundesland Thüringen. Seit mehr als 15 Jahren kümmern sich die beiden schon um Igel. Zu sehr ins Herz schließen sie die kleinen Racker aber nicht. Denn nach dem Winter müssen sie Abschied nehmen. Dann werden die Igel freigelassen. Gartenbesitzer können übrigens helfen, dass möglichst viele Igel den Winter überleben. Wenn sie Laub, Zweige und totes Holz einfach bis zum Frühjahr liegen lassen, dann bekommen Igel ein Quartier, in dem sie den Winter verschlafen können."

     

    Ich finde das ist eine ganzganz tolle Sache! Wir haben selbst ein paar Igel im Garten, die sich auf den Winter vorbereiten und meinen Katzen regelmäßig das Futter wegmampfen. Total lustige und goldige Tiere :D

    Foto: © Anton Vorauer / WWF-Canon

Kommentare

7 Kommentare
  • Nivis
    Nivis Ich will dieses Jahr auch einen Winteruntrschlupf in meinem Garten installieren :)
    20. Oktober 2011
  • BackToNature
    BackToNature Ich habe auch schon einen kleinen Igel durch den Winter gebracht. Ich war mit ihm bei einer Igelauffangstation (Tierarzt oder andere Naturschutzorganisation tut es auch) zum impfen und untersuchen. Ich habe ihn allerdings drinnen aufgepäppelt, weil e...  mehr
    21. Oktober 2011
  • Oekojule
    Oekojule Och wie niedlich! Hoffentlich bleibt das so! Wir haben bei uns im Garten auch immer wieder mal Igel. Das letzte mal saßen zwei am hellichten Tage mitten im Weg wie erstarrt. Auf jeden Fall hoffe ich, dass die Kleinen nicht immer auf diese äu&sz...  mehr
    26. Oktober 2011
  • LaLoba
    LaLoba Ich habe erst letztens abends einen Igel gesehen, der neben der Straße ins Gebüsch gehuscht ist. Das sind echt süße Tiere. Vielleicht kann ich meine Mutter auch dazu überreden, einen Blätterhaufen im Garten liegenzulassen ;-)
    21. November 2011