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Tipp der Woche! - Der Beachexplorer

  • Heute stellen wir euch die App Beachexplorer vor – ein Muss für jeden Nordseebesucher!

    Der Beachexplorer wurde vom Schutzstation Wattenmeer e.V. entwickelt und dient der Bestimmung und Meldung von Strandfunden. Denn am Nordseestrand im Wattenmeer gibt es viel Interessantes zu entdecken! Mit jeder Ebbe und Flut ändert sich die Auswahl an Tieren/Pflanzen oder menschgemachten Gegenständen, die im Watt zu finden sind.

    Die App bietet einen einfachen Bestimmungsschlüssel, anhand dessen die Zuordnung des Standfundes ermöglicht wird. Zuerst ist zwischen, Vierbeinern/Vögeln/Walen, Fischen, Schalentieren, weichhäutigen Tieren, Gewächse/Krusten/Knubbel, Löcher/Röhren/Spuren, Insekten und Gliedtieren, Müll/Holz/Knochen/Steine oder sonstigen seltsamen Dingen zu unterscheiden.
    Insgesamt sind über 2000 Objekte im Beachexplorer hinterlegt, dazu zählen Tiere, Pflanzen aber auch anthropogene Gegenstände wie Müll. Zu jedem Objekt sind wissenswerte Informationen zu finden, zum Beispiel das Verbreitungsgebiet, die Klimaansprüche, Feinde, Nutzung, Lebensweise, Nahrung, Fortpflanzung und nicht zu vergessen das Aussehen, was zusätzlich durch ein Foto gezeigt wird.


    Nach der Bestimmung gibt es die Möglichkeit, einen Fund zu melden. Dafür ist eine Registrierung bei der App erforderlich. Bei der Fundmeldung kann man die Anzahl an Objekten angeben, die gefunden wurden, ob man sich bei der Bestimmung sicher oder eher unsicher war, Kommentare einfügen, ein Foto des Fundes hochladen und natürlich einen Fundort auswählen (manuell oder per GPS). Der Nutzer hält für jeden gemeldeten Fund Punkte. Einen Punkt gibt es für sehr häufige Arten wie die gemeine Herzmuschel, bis zu 10 Punkte gibt es für seltenere Arten. Auf der Internetseite findet sich ein Ranking der Nutzer mit den meisten Punkten sowie eine Liste der letzten Fundmeldungen.

    Außerdem gibt die Internetseite den Nutzern die Option nach der Bestimmung und Meldung mit dem Smartphone im Watt, zu Hause vor dem Computer ihre Meldungen zu verfolgen, zum Beispiel, ob die Funde veröffentlicht wurden. Es gibt Funde mit drei verschiedenen Schwierigkeitskategorien in der Bestimmung und schwierigere Arten werden vor der Veröffentlichung auf Richtigkeit geprüft. Zudem gibt es drei Kompetenzkategorien: Einsteiger, Fortgeschrittener und Experte, je nachdem wie viele Punkte schon gesammelt wurden.


    Der Beachexplorer ist ein Citizen Science Projekt. Citizen Science bedeutet so viel wie die Aktivität von Freiwilligen in der Wissenschaft. Das Ziel von Citizen Science ist es, an Naturbeobachtungen heranzuführen, zur Datenerfassung anzuregen, erfasste Daten zu sichern und zu überprüfen, die Daten zugänglich zu machen und sie mit Bildungsinhalten zu verknüpfen. Die gesammelten Daten von „Laien“ können so der Erforschung der Küsten dienen.

    Der Beachexplorer startet durch: Die App hat bereits über 5.000 Downloads, 900 registrierte Nutzer und über 20.000 Strandfunde wurden bereits gemeldet. Da das Projekt an der Nordsee so gut funktioniert, gibt es mittlerweile eine ähnliche App für die Ostsee, der Balticexplorer!

    Ich wünsche euch viel Spaß beim Bestimmen und Melden von Funden im Wattenmeer :) Ladet euch für euren nächsten Wattbesuch einfach die App herunter und erzählt es Freunden und Familie weiter. Für alle unter euch, die noch nie am Wattenmeer waren: Es wird höchste Zeit! :)

    Die App findet ihr im Google PlayStore: Beachexplorer und Balticexplorer

    Ein Interview von mir mit Rainer Borcherding von Schutzstation Wattenmeer e.V., der auch den Beachexplorer entwickelt hat, zum Thema Wattenmeer findet ihr hier.

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