Berichte

Fotoworkshop mit Regenwaldfotograf Dieter Schonlau

  • Am 01. Oktober trafen sich die Gewinner des Wald-Fotowettbewerbs im Kölner Zoo, um sich vom Profifotografen Dieter Schonlau ein paar Tipps abzuholen.

    Dieter reist seit dreißig Jahren immer wieder in die verschiedensten Regenwaldgebiete unserer Erde. Dabei entdeckt er die aufregendsten Tiere und Pflanzen. Seine Kamera hat ihn auf seinen Reisen von Anfang an begleitet und ihn zu dem Profifotografen gemacht, der er heute ist.
    Am vergangenen Samstag durfte die WWF Jugend von seinem Wissen und seinen Erfahrungen profitieren und ihn mit Fragen löchern.

    Zunächst erzählte Dieter von seinen Abenteuern im Regenwald. Er zeigte Fotos und erklärte, wie sie zustande gekommen waren. Dazu benutze er Begriffen wie Belichtungszeit, ISO-Zahl, oder offene und geschlossene Blende. Was diese Worte im einzelnen bedeuten, sollten die Gewinner später in der Praxis erfahren.

    Schlingpflanzen bei geöffneter und geschlossener Blende. Um mit der Tiefenschärfe zu spielen, muss die Blende verstellt werden.

    Die Teilnehmer des Workshops waren sehr gut ausgestattet. Sie hatten ihre eigene Kameraausrüstung eingepackt und wollten nun erfahren, was man aus ihr herausholen kann. Dazu begaben sie sich ins Torpenhaus des Kölner Zoos. Hier sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit vergleichbar mit denen im echten Regenwald.
    Einige packten gleich ihre Stative aus und versuchten umzusetzen, was sie zuvor in der Theorie gelernt hatten.

    Zwei Stunden lang knipsten alle was das Zeug hielt, spielten mit der ISO-Zahl, variierten die Belichtungszeiten, kombinierten Einstellungen und wurden immer kreativer. Dieter stand die ganze Zeit über mit Rat und Tat zur Seite und beantwortete geduldig jede Frage.

    Eine Sache, die Dieter erklärte, war zum Beispiel, dass ein Fotoapparat weder Schwarz noch Weiß kennt. Er kann lediglich ein sehr helles, bzw. dunkles Grau festhalten. Um den Mistkäfer aber trotzdem schwarz aussehen zu lassen, sollte man das Bild unterbelichten. Bei einer Schneelandschaft empfiehlt es sich überzubelichten, denn nur dann erscheint der Schnee richtig weiß.

    Um den Farbkontrast richtig hervorzuheben und die Farben zum Leuchten zu bringen (rechts) hilft es, das Bild unterzubelichten.

    Am Ende des Tages hatten alle Teilnehmer einiges dazugelernt. Die Kamera ist ein Werkzeug, dem gesagt werden muss, wie es Dinge festhalten soll. Wenn man seine Kamera gut kennt, ist es gar nicht so schwer gute Fotos zu schießen. Dann steht nur noch das Üben auf dem Plan, um die Einstellungen zu verfeinern. Irgendwann muss man nicht mehr viel herumprobieren, sondern weiß wie der Fotoapparat bedient werden muss, um das ideale Foto zu erhalten.
    Selbst ein Profifotograf wie Dieter lernt nie aus. Auch jetzt noch kommen immer neue Detaileinstellungen dazu, die seine Bilder einzigartig machen. Wer also ein richtiger Profi werden will, muss üben, üben, üben...
     

    Fotos © Verena Bertram, Janine Koch

Kommentare

4 Kommentare
  • Nivis
    Nivis Danke für den Bericht. Da wird man glatt neidisch ;P
    8. Oktober 2011
  • Sarah25
    Sarah25 Hört sich cool an! Ich glaub ich muss auch mal so einen Workshop mitmachen ;)
    8. Oktober 2011
  • Gluehwuermchen
    Gluehwuermchen Cool! Jetzt hab ich auch noch was gelernt :)
    10. Oktober 2011
  • Anais
    Anais Wäre eigentlich auch dabei gewesen, war nur leider ziemlich krank und deshalb verhindert - ziemlich schade, aber schön wenigstens drüber lesen zu können, was ihr so gemacht habt. Danke für den Bericht :)
    11. Oktober 2011