Berichte

Wir Jugendlichen sind die Zukunft

  • Neben der Sächsischen Zeitung war heute Vormittag auch Janosch Arnold vom WWF Deutschland bei uns im Camp zu Besuch. Janosch ist Wildbiologe und WWF-Referent für europäische Großsäuger. Das heißt er arbeitet international an Themen rund um Wolf, Luchs, Bär und Elch. Dabei ist er oftmals viel unterwegs, macht aber auch viel Büroarbeit und ist auch einer der drei Autoren, die den WWF Leitfaden "Lernen, mit dem Wolf zu Leben" geschrieben haben. Darin beantwortet er viele Fragen aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagd und Tourismus, die man sich beim Thema Wolf immer wieder stellt.

    Janosch hat selbst auch schon beim Monitoring der Wölfe in der Lausitz gearbeitet. Monitoring ist die Begutachtung und Auswertung von Sichtungen, Spuren, Losungen usw. Immer wieder besucht er aber auch Schulen, um Jugendlichen und Kindern kreativ und gleichzeitig sachlich den Wolf näher zu bringen.

    Hierin besteht auch schon einer der Tipps, die uns Janosch heute neben den spannenden Einblicken in seine Arbeit gegeben hat: Wichtig als Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche. Wir Jugendliche sind die Zukunft, und vorallem wir als WWF Jugend haben auch die Kraft, tolle Aktionen auf die Beine zu stellen und Dinge zu verändern. Bei Kindern ist es sehr wichtig, dass sie nicht gleich mit den Vorurteilen über den Wolf aufwachsen, sondern sofort aufgeklärt werden und so auch ihren Eltern dieses Thema näher bringen. Natürlich ist der Rest der Gesellschaft auf keinen Fall zu vergessen, da auch dort die nötige Auklärung wichtig ist. Vor allem auch die Leute denen der Wolf total egal ist und die keine feste Meinung haben, gilt es zu überzeugen.

    Janosch betonte, wie auch schon die anderen Wolfsexperten, dass für eine Kampagne Geduld und auch ein langer Atem wichtig sind. Am Ende fragten wir ihn noch, was er uns und der WWF Jugend an Tipps noch mit auf den Weg geben kann:

    * Ehrlichkeit: Immer offen mit den Leuten reden. Es bringt nichts Probleme einfach weg zu lassen, sondern man sollte sie sachlich erklären.

    * auf gleicher Augenhöhe mit jemandem reden: Nie von oben herrab anderen etwas beibringen wollen. Es ist sehr wichtig mit Leuten geduldig zu sein und sie ernst zu nehmen.

    * auf die spezielle Zielgruppe eingehen: Sich vorher informieren oder sie selbst fragen, wie sie zu dem Thema stehen. Nicht einfach an ihnen vorbeireden und immer dieselben eigenen Argumente vorlegen.

    Bald werden wir euch berichten, wie wir unsere Kampagne aufstellen, und dann werdet ihr Aktionsideen einbringen können, die zu diesen Zielen passen. Wir freuen uns jetzt schon total auf eure Ideen - da fällt es uns dann doch schwer, geduldig zu warten... ;)

Kommentare

2 Kommentare
  • Wildnislehrer
    Wildnislehrer Hallo,
    ich wünsche Euch für Eure Kampagne alles Gute und Erfolg.
    Ihr werdet auf Eurem Weg viel Unterstützung finden und
    dadurch auch viel bewirken....  mehr
    17. September 2011
  • Marcel
    Marcel @Phoenix: Das ist spannend! Wir hatten in Görlitz nicht so viele Wolfsgegner getroffen, dafür aber jede Menge Leute, die gar keine Ahnung vom Wolf hatten. Da müssen wir auf jeden Fall noch Überzeugungsarbeit leisten, und hierfür w...  mehr
    19. September 2011