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Müll als Motiv in indigener Literatur

  • Ich habe letztes Jahr meinen Master im Fach Comparative Literature (Allgmeine und Vergleichende Literaturwissenschaft mit einem interdisziplinären Ansatz) abgeschlossen und meine Masterarbeit zum Thema „Müll als Motiv in zeitgenössischen literarischen Texten indigener Autor:innen Nordamerikas“ geschrieben. Meine Recherche hat es mir ermöglicht, Abfall aus ganz neuen Blickwinkeln zu betrachten und einige meiner Annahmen in Bezug auf Müll zu überdenken. Meine Ergebnisse habe ich bereits in einem WWF Jugend Netzgespräch vorgestellt, möchte Euch hier aber gerne auch noch mal auf diesem Weg einen Einblick in meine Masterarbeit geben und Euch zeigen, wie geisteswissenschaftliche Beschäftigung mit Umweltthemen aussehen kann.

    [Bildbeschreibung: Das Foto zeigt eine Mülldeponie bei Nacht, über der in der Mitte ein gigantischer Vollmond hängt. Links und recht sind Müllhaufen zu sehen, in der Mitte unter dem Mond sitzt ein Mensch mit einer Tasche an einem Lagerfeuer.]
    Bild von Baggeb auf Pixabay

    Was hat Literaturwissenschaft mit Umweltschutz zu tun?

    Das Schöne an der Literaturwissenschaft ist, dass man sich mit allem beschäftigen kann, was literarisch verarbeitet wurde und das bedeutet eigentlich wirklich mit allem. Tatsächlich findet in der Literaturwissenschaft so viel Beschäftigung mit Umweltthemen statt, dass daraus eine eigene literaturwissenschaftliche Richtung entstanden ist, der sogenannte Ecocriticism. Hier geht es unter anderem darum, zu analysieren, wie Konzepte des Natürlichen innerhalb verschiedener Kulturen literarisch ausgedrückt und wie Beziehungen zwischen Mensch und Natur in literarischen Texten zu verschiedenen Zeitpunkten dargestellt werden. Im Bereich des Ecocriticism gibt es nochmals verschiedene Ansätze. Für mich besonders spannend war der Ansatz des postkolonialen Ecocriticism, der seinen Blick nicht nur auf die Darstellung der Umwelt, sondern auch auf kolonialistische Strukturen richtet. Da es mir wichtig war, soziale und ökologische Zusammenhänge in meiner Arbeit gemeinsam zu betrachten, habe ich mich an diesem Ansatz orientiert. Für alle, die selbst literaturwissenschaftlich arbeiten, kann ich zum Einstieg in den Ecocriticism die Einführung von Gabriele Dürbeck und Urte Stobbe empfehlen, die einen guten Überblick über die verschiedenen Ansätze bietet.

    Ausgangspunkt und Ziel meiner Arbeit

    In den 1970er Jahren entstand in den USA im Rahmen einer Anti-Littering-Kampagne der Organisation Keep America Beautiful der folgende auch heute noch sehr bekannte Clip:

    Das Video wird heute kritisch betrachtet, unter anderem, weil es von der Verpackungs-, Getränke- und Tabakindustrie finanziert wurde, die die Verantwortung für den herumliegenden Müll vollständig an die Verbraucher:innen abschieben wollten. Was mich an dem Video vor allem interessiert hat, war die Darstellung des Zusammenhangs zwischen indigenen Menschen (die in diesem Video schon allein durch die Kleidung äußerst stereotypisch dargestellt werden), Natur und Müll. Aus dem Video lässt sich folgende vorurteilsbelastete Aussage ableiten: Müll ist etwas Negatives, Umweltschädliches, das von der euroamerikanischen Bevölkerung verursacht wird, während amerikanische Indigene im Einklang mit der Natur leben. Das mag zunächst nach einer positiven Annahme in Bezug auf indigene Menschen klingen, diese ist aber mit einigen Problemen verbunden, wie ich später noch zeigen werde. Ich habe mir für meine Arbeit zum Ziel gesetzt, stereotypische Annahmen in Bezug auf die indigene Bevölkerung Nordamerikas, Abfall und Natur zu hinterfragen.

    Dazu habe ich folgende literarischen Texte analysiert:

    - Leslie Marmon Silkos (Laguna Pueblo) Roman "Ceremony", in dem Laguna Protagonist Tayo nach dem zweiten Weltkrieg ins Reservat in New Mexico zurückkehrt und versucht, sein Kriegstrauma zu überwinden.

    - Gerald Vizenors (Ojibwe) Roman "Dead Voices", in dem die vom Ojibwe Reservat Leech Lake stammende Protagonistin Bagese Bear in der kalifornischen Stadt Oakland nach einer neuen Wildnis sucht.

    - Vizenors Kurzgeschichte „Landfill Meditation“, in der die Figur Martin Bear Charme ein Müllkippen-Meditationsreservat in der Nähe von San Francisco gründet.

    - Thomas Kings (Cherokee) Roman "Truth & Bright Water", dessen fiktive Schauplätze ein Reservat in Kanada und die angrenzende amerikanische Kleinstadt sind, in der der jugendliche indigene Ich-Erzähler Tecumseh lebt.

    - Louise Erdrichs (Ojibwe) Roman "The Antelope Wife", der die miteinander verstrickten Familiengeschichten in Minneapolis lebender Ojibwe erzählt.

    [Bildbeschreibung: Das Foto zeigt die oben erwähnten Bücher aufeiandergestapelt auf einem dunkelbraunen Holztisch.]

    Wenn Ihr Interesse habt, in eins der Bücher reinzulesen, möchte ich Euch gerne "Truth & Bright Water" ans Herz legen, da man gerade durch die jugendlichen Protagonisten leicht einen Zugang zum Roman findet und er einen guten Einblick in den Alltag indigener Menschen in Nordamerika vermittelt. Zudem ist es meiner Meinung nach einfach ein unglaublich schönes Buch, dass es schafft, gleichzeitig lustig und tieftraurig zu sein.

    Müll liegt im Auge des Betrachters

    Zu Beginn meiner Arbeit musste ich mich erst mal näher damit beschäftigen, was Müll überhaupt ist. Was habt Ihr vor Augen, wenn Ihr an Müll denkt? Den Inhalt Eures Abfalleimers, eine Mülldeponie, Plastikstrudel im Meer? Ein Bild von Müll haben wir wahrscheinlich alle im Kopf, aber wenn man genauer darüber nachdenkt, ist es gar nicht so einfach, eine Definition dafür zu finden. Da ich mit englischsprachigen Texten gearbeitet habe, kam für mich noch hinzu, dass es im Englischen eine Vielzahl an Begriffen für das gibt, was wir im Deutschen Müll oder Abfall nennen, die alle verschiedene Assoziationen wecken und teilweise auch noch andere Bedeutungen haben. So kann „waste“ beispielsweise auch „Verschwendung“ bedeuten. Ich habe Müll für mich schließlich folgendermaßen definiert: Als Müll verstehe ich Objekte und Stoffe, die als nutz- oder wertlos betrachtet und deshalb abgesondert und entsorgt werden. Ob etwas als Müll angesehen wird oder nicht, hängt von subjektiven Wertzuschreibungen ab. Letzteres ist besonders wichtig, denn was eine Person als nutzlosen Abfall empfindet, kann für eine andere Person ein wertvoller Schatz sein.

    [Bildbeschreibung: Die Grafik zeigt in der Mitte zwei orangene Rechtecke, die die Duden-Definitionen für Müll ("fester Abfall eines Haushalts, Industriebetriebs o. Ä., der in bestimmten Behältern gesammelt [und von der Müllabfuhr abgeholt] wird") und Abfall ("Reste, die bei der Zubereitung oder Herstellung von etwas entstehen; unbrauchbarer Überrest") enthalten. Außen herum sind in hellergefärbten Ovalen die Begriffe discard, waste, rubbish, garbage, litter, trash und refuse zu lesen.]

    Wissenschaftliche Herangehensweisen an das Thema Müll

    Von den vielen spannenden wissenschaftlichen Ansätzen rund um das Thema Müll haben mich drei ganz besonders bei meiner Arbeit inspiriert, die ich Euch hier kurz vorstellen möchte. Es handelt sich hierbei nicht um rein literaturwissenschaftliche Ansätze, sodass sie auch interessant sind, wenn Ihr Euch in einem anderen Zusammenhang mit Müll beschäftigen wollt.

    - Die Discard Studies hinterfragen gängige Annahmen über Abfall. Im zugehörigen wissenschaftlichen Blog findet man Artikel aus verschiedensten Disziplinen, die sich mit allem beschäftigen, was auch nur im Entferntesten mit Wegwerfen zu tun hat.

    - Die australische Wissenschaftlerin Gay Hawkins nimmt in ihrem Buch "The Ethics of Waste" Müll als Gegenstand von Beziehungen in den Blick und schaut sich die Praktiken des Bewertens an, die einen Gegenstand überhaupt erst zu Müll machen.

    - John Blair Gamber betrachtet in "Positive Pollutions and Cultural Toxins" Abfall als einfaches Nebenprodukt des Lebens, hinterfragt die strikte Trennung zwischen Müll und Natur und erklärt, warum „Verschmutzung“ ein gefährlicher Begriff sein kann.

    Müll und Natur – ein Gegensatz?

    Bei meiner Suche nach Müll innerhalb der literarischen Texte sind mir einige Objekte aufgefallen, bei denen man nicht so leicht entscheiden kann, ob sie als Teil der Natur oder als Müll betrachtet werden sollten:

    [Bildbeschreibung: Die Grafik zeigt in der Mitte ein orangefarbenes Rechteck mit der Inschrift "Müll und Natur - ein Gegensatz?". Außen herum sind in heller gefärbten Ovalen die Begriffe welke Blütenblätter, Knochen, Federn, Haare, Nabelschnüre, Abwasser und Kot aufgelistet.]

    Insbesondere bei organischem Abfall ist diese Frage nicht leicht zu beantworten. Welke Blütenblätter und Federn werden zum Beispiel in Dead Voices als „trash of the natural world“, also Müll der natürlichen Welt, bezeichnet, weil sie von Pflanzen und Tieren abgeworfen werden, wenn sie ihnen nichts mehr nützen, so wie auch wir unseren Abfall entsorgen. Zu Nabelschnüren gibt es in "The Antilope Wife" eine spannende Geschichte, die auch noch mal deutlich macht, dass es auf die Perspektive ankommt, ob man etwas als Müll betrachtet: Als im Krankenhaus indigene Zwillinge zur Welt kommen, fragt deren Großmutter eine Krankenschwester nach den Nabelschnüren der Babys. Diese wurden bereits im Krankenhausmüll entsorgt, da die Babys sie nach der Geburt nicht mehr zur Versorgung brauchen. Für die Großmutter sind sie aber immer noch sehr wichtig, da es Tradition ist, sie in perlenbestickte Stofftiere einzunähen, die Neugeborenen ihr Leben lang begleiten sollen.

    Zudem wird in den Texten deutlich, dass sich Abfälle mit der Zeit verändert haben. Waren sie vor einem Jahrhundert noch hauptsächlich biologisch abbaubar, bestehen heute viele Abfälle aus Kunststoffen, die sich nur sehr langsam oder gar nicht zersetzen. Außerdem ist die Menge an Verpackungsmüll stark angestiegen. Was das Müllaufkommen angeht, stellen die meisten indigenen Menschen in Nordamerika keine Ausnahme dar, sondern konsumieren ebenfalls Plastik und Einwegprodukte. Ein Zitat aus "The Antilope Wife" zeigt diese Entwicklung besonders gut auf:

    "Used to be us Indians had nothing to throw away – we used it all up to the last scrap. Now we have a lot of casino trash, of course, and used diapers, disposable and yet eternal, like the rest of the country. Keep this up and we‘ll all one day be a landfill of diapers, living as adults right on top of our own baby shit." (Louise Erdrich: The Antelope Wife (2012) S. 118)

    [Bildbeschreibung: Vor einem verschwommenen Hintergrund hält eine Hand eine Baby-Einwegwindel, auf der ein Löwe mit seinem Baby abgebildet ist, das einen Luftballon hält.]
    Bild von Mahesh Patel auf Pixabay

    Marginalisierung und Umweltrassismus

    Ich bin bereits darauf eingegangen, dass Müll dadurch entsteht, dass etwas als wert- oder nutzlos betrachtet und deshalb entsorgt wird. Besonders problematisch wird es aber, wenn dies in Bezug auf Menschen geschieht und sie von anderen als weniger wert betrachtet werden. Die Texte, die ich analysiert habe, sind voll von Menschen, die von anderen ausgestoßen und wie Müll behandelt werden, sowie von Menschen, die so arm sind, dass sie vom Abfall anderer leben müssen. Ein noch extremeres Beispiel ist die Kolonisierung Amerikas an sich: Die indigene Bevölkerung wurde als minderwertig angesehen. Die Kolonisierenden argumentierten, dass Land sei an die Indigenen verschwendet, weil sie selbst es viel besser nutzen könnten, und vertrieben die Indigenen deshalb in Gebiete, die ihnen als nutzlos erschienen. Später wurden diese Gebiete gezielt ins Visier genommen, um sie für die Entsorgung giftiger sowie radioaktiver Abfälle zu nutzen oder verschmutzende Industrien in der Nähe zu errichten. Hier kann man von Umweltrassismus sprechen, den Benjamin F. Chavis als Rassendiskriminierung in der Umweltpolitikgestaltung, im Rahmen der Durchsetzung von Vorschriften und Gesetzen, bei der bewussten Auswahl von communities of color als Standorte für Giftmüllentsorgung und verschmutzende Industrien und der offiziellen Genehmigung der lebensbedrohenden Existenz von Giftstoffen in communities of color, sowie in der Form des Ausschlusses von people of color aus Umweltschutzgruppen, beschlussfassenden Vorständen, Kommissionen und Aufsichtsbehörden definiert.

    Der Ökologische Indianer und Müllkippen in Reservaten

    In den Texten, die ich analysiert habe, tauchen aber auch Indigene auf, die selbst Mülldeponien in ihren Reservaten errichten. Das erscheint nicht-indigenen Menschen oft als befremdlich, weil sie das Bild von den naturverbundenen indigenen Menschen haben, wie es auch oben im Video vermittelt wird. Die Beziehung indigener Menschen zur Natur ist ein sehr komplexes Thema, auf das ich hier nicht im Detail eingehen kann. Bei meiner Recherche dazu haben mir die Bücher "Listening to the land" von Lee Schweninger und "Defending Mother Earth" von Jace Weaver sehr weitergeholfen. Was sich auf jeden Fall beobachten lässt, ist, dass die stereotypische Vorstellung vom „Ökologischen Indianer“ dazu führt, das indigene Menschen häufig stärker verurteilt werden als nicht-indigene Menschen, wenn sie beispielsweise umweltschädigende Industrien betreiben oder giftige Abfälle lagern wollen. Problematisch ist, dass hierbei Umweltrecht und indigene Rechte vermischt werden, denn indigene Menschen haben ein Recht auf Wachstum. Dies bedeutet auch, dass sie das Recht haben, umweltschädliche Aktivitäten wie Bergbau oder Abfalllagerung auf ihrem Land zu betreiben. Zu diesem Thema empfehle ich den Aufsatz „Waste colonialism“ von Max Liboiron, einer Wissenschaftlerin, die mich sehr beeindruckt, sowie ihr Video zu dem Thema: 

    Betrachtet man also Mülldeponien in Reservaten, ist es wichtig, den Kontext genau in den Blick zu nehmen: Wer entsorgt hier welchen Müll auf welche Weise? Ist der Müll im Reservat oder außerhalb entstanden? Wer profitiert davon, dass er hier gelagert wird? Da sich Reservate wie bereits erwähnt in der Regel an eher unfruchtbaren Orten befinden, stellen Deponien häufig eine der wenigen Chancen dar, Arbeitsplätze zu schaffen und Gewinn zu erwirtschaften. Zudem können sie sich auch durchaus positiv auf die Ökosysteme im Reservat auswirken: Auch in den Reservaten entsteht Abfall, der fachgerecht entsorgt werden muss. Fehlt die nötige Infrastruktur, entstehen zahlreiche wilde Müllkippen, die eine Gefahr für die Umwelt darstellen, da Müll hier ohne jegliche Schutzmaßnahmen entsorgt wird. Genaues zu den rechtlichen Hintergründen der illegalen Müllentsorgung in Reservaten könnt Ihr dem Aufsatz „Trust and Trash“ von Elizabeth B. Forsyth entnehmen, die sich auch mit möglichen Problemlösungsansätzen beschäftigt.

    Naturverbindung durch Abfall

    Zum Schluss entfernen wir uns von den realistischen Szenarien und betreten den Bereich der Fantasie mit einem Ausflug zu Martin Bear Charmes Müllkippen-Meditationsreservat. Die Figur Martin Bear Charme kauft ein Feuchtgebiet in der Nähe von San Francisco, füllt dieses mit Abfall und wird dadurch reich, dass Menschen dorthin kommen, um im Müll zu meditieren. Irgendwo einen Haufen Müll hinzukippen klingt erst mal nach einer eher miesen Idee für die Umwelt. Tatsächlich dient Bear Charmes Müllmeditation aber der Verbindung mit der Umwelt, wie dieses Zitat aus der Kurzgeschichte „Landfill Meditation“ zeigt:

    "Refuse meditation turns the mind back to the earth through the visions of real waste. We are the garbage, the waste, we make it and dump it, to be separated from it is a cancer causing delusion. We cannot separate ourselves, clean and perfect, from the trash we dump out back in the can." (Gerald Vizenor: Landfill Meditation S. 104)

    Unser Müll ist nicht weg, sobald wir ihn entsorgt haben. Wir müssen uns damit beschäftigen, wo die Dinge, die wir wegwerfen, herkommen, welche Ressourcen dafür verbraucht werden, wo sie hingehen und welche Folgen sie dort verursachen. Wir sind mit verantwortlich für unseren Müll und dafür, was dieser anrichtet und wenn wir uns dessen bewusst werden, können wir etwas daran ändern.

    [Bildbeschreibung: Das Foto zeigt einen gelben Bagger auf einer Mülldeponie. Im Hintergrund sind Nadelbäume zu sehen.]
    Bild von Pasi Mäenpää auf Pixabay

    Fazit: Müll steht für Veränderungen

    In vielen der von mir analysierten Textstellen wird Müll als Symbol für Veränderung verwendet. Die Autor:innen zeigen auf, dass sich die Materialität des Abfalls verändert hat. Die Entwicklung hin zur Wegwerfgesellschaft wird in der Regel als Folge der Kolonisierung dargestellt. Gleichzeitig gibt es viele Szenen, in denen Abfall in Rituale und Traditionen integriert wird, um die Anpassungsfähigkeit indigener Menschen und Kulturen hervorzuheben und zu zeigen, dass sich Traditionen und Kulturen stets wandeln. Dies steht statischen Stereotypen wie dem vom Ökologischen Indianer entgegen, die indigenen Menschen ihr Recht auf Entwicklung absprechen.  

    Eine kleine Auswahl meiner Quellen:

    - Confronting Environmental Racism. Voices from the Grassroots. Hrsg. von Robert D. Bullard. Boston: South End Press 1993.

    - Defending Mother Earth. Native American Perspectives on Environmental Justice. Hrsg. von Jace Weaver. Maryknoll: Orbis Books 1996.

    - Discard Studies: https://discardstudies.com/

    - Ecocriticism. Eine Einführung. Hrsg. von Gabriele Dürbeck und Urte Stobbe. Köln: Böhlau 2015.

    - Forsyth, Elizabeth B.: Trust and Trash. Why EPA Needs a Flexible Approach to Illegal Dumping on Tribal Land. In: Havard Law & Policy Review 5 H. 1 (2011). http://web.archive.org/web/20120625045510/http://hlpronline.com/2011/03/trust-and-trash/ (04.06.2020).

    - Gamber, John Blair: Positive Pollutions and Cultural Toxins. Waste and Contamination in Contemporary U.S. Ethnic Literatures. Lincoln: University of Nebraska Press 2012 ( = Postwestern Horizons).

    - Hawkins, Gay: The Ethics of Waste. How We Relate to Rubbish. Sydney: University of New South Wales Press 2006.

    - Heise, Ursula u.a.: Forum on Literatures of the Environment. In: PMLA 114 H. 5 (1999). S. 1096 f.

    - King, Thomas: The Inconvenient Indian. A Curious Account of Native People in North America. Toronto: Anchor Canada 2013 [2012].

    - Liboiron, Max: Waste Colonialism. In: Discard Studies. https://discardstudies.com/2018/11/01/waste-colonialism/ (19.05.2020).

    - Schweninger, Lee: Listening to the Land. Native American Literary Responses to the Landscape. Athens: University of Georgia Press 2008.

    - Seghal, A. Cassidy: Indian Tribal Sovereignty and Waste Disposal Regulation. In: Fordham Environmental Law Review 5 H. 2 (2011). S. 431–458.

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