Berichte

Kanada - mein Work and Travel Abenteuer Teil 1: Vorbereitungen

  • Für ein Jahr ins Ausland gehen – diesen Traum hegen mit Sicherheit viele Leute. Allem entfliehen, besonders den lästigen Verpflichtungen und einfach FREI SEIN.

    Mir ging es vor zwei Jahren ähnlich, als ich beschloss, dass ich nach dem Abitur nicht sofort anfangen möchte zu studieren, sondern dass ich erstmal raus kommen muss.
    Die Wahl des Landes fiel mir dabei überhaupt nicht schwer, da mich seit jeher ein Land fasziniert: Kanada. Ich hatte das Glück schon mehrmals dorthin fliegen zu können und wusste sofort: das ist es!


    Dieses Land ist so beeindruckend, dass es kaum in Worte zu fassen ist. Nur in wenigen weiteren Ländern kann man so intensiv mit der Natur in Kontakt kommen wie dort, die Wildnis ist allgegenwärtig. Mit einer unglaublichen Fläche von 9.984.670 km², jedoch nur ca. 34 Millionen Einwohnern kann man sich vorstellen, dass dieses Land sehr viel Platz und Einsamkeit bietet. Es gibt Bären, Wale und unendlich viele weitere spannende Arten. Für mich also genau das richtige um „mal rauszukommen“ und gleichzeitig mitten in der Natur zu sein!

    Schön und gut, die Entscheidung war also gefallen. Ich hatte großes Glück, denn auch mein Freund war von Kanada begeistert und wollte mitkommen.
    Um in Kanada nicht nur reisen, sondern auch arbeiten zu dürfen, braucht man ein spezielles Visum, welches für ein Jahr gültig ist und direkt bei der Kanadischen Botschaft beantragt wird. Da von diesen Visa jedes Jahr nur eine bestimmte Anzahl vergeben wird, und man für die Beantragung mindestens 18 Jahre alt sein muss, wartete ich sehnsüchtig auf meinen Geburtstag und schickte die Formulare pünktlich an diesem Tag ab. Da wir – besonders in der Anfangszeit – nicht ganz auf uns alleine gestellt sein wollten, meldeten wir uns des weiteren bei „AIFS“ an, einer Organisation, die neben „Work and Travel“ Aufenthalten auch Austauschprogramme und Au Pair Reisen plant. So fliegt man mit einer Gruppe von anderen „Work and Travelern“ zusammen hin und ist die ersten Tage zusammen in einem Hostel. Die Mitarbeiter dort vor Ort stehen einem dann auch mit Rat und Tat zu Seite, egal ob es um die Beantragung einer Sozialversicherungsnummer oder die Hilfe bei der Bewerbung geht.

    Die Freude war natürlich groß, als ich und mein Freund einige Wochen später das Visum der Botschaft erhielten: jetzt stand unserem „Work and Travel“ Abenteuer nichts mehr im Wege!

    Die Zeit verging wie im Flug. Zunächst kam das Abitur, dann die Sommerferien, aber bis September war ja noch Zeit... oder?!
    Bis vor einem Monat wirkte alles noch sehr weit weg, doch dann ging die Aufregung auf einmal los.

    Was brauche ich denn eigentlich alles, wenn ich für ein Jahr ins Ausland gehe?!
    Das Wichtigste war erstmal die Krankenversicherung. Hinzukam ein polizeiliches Führungszeugnis für den zukünftigen Arbeitgeber, einen internationalen Führerschein und einen internationalen Studentenausweis. So weit so gut. Doch seit ich diese „formalen“ Dinge abgehakt habe, wurde meine To-do-Liste nichtsdestotrotz immer länger und länger.
    Das aufregendste bis jetzt war unser Tag bei „Globetrotter“.
    Die Idee einen Trekking Rucksack als Gepäckstück mitzunehmen, schien mir und meinem Freund logisch, obwohl wir eigentlich nicht vorhatten, große Wandertouren zu machen. Um ehrlich zu sein bin ich sogar sehr unerfahren was dererlei Dinge angeht, und so wundert es eigentlich nicht, dass mich der Verkäufer erst einmal auslachte, als ich ihm erzählte, dass ich gerne einen Rucksack für 23 kg Gepäck kaufen wollte. Er gab mir einen der 13 kg wog und mir wurde schlagartig klar, dass ich niemals auch nur ansatzweise 23 kg auf dem Rücken würde tragen können. Der Traum von viel Gepäck war damit geplatzt.
    Da wir – wie schon erwähnt – eigentlich wirklich nicht tagelang wandern wollten, haben wir uns schlussendlich für einen Kofferrucksack entschieden, eine Reisetasche mit Rollen zum Ziehen, die man jedoch auch für kürzere Strecken auf den Rücken nehmen kann.
    Neben dieser Tasche landeten dann nach und nach dicken Wollsocken, eine Umhängetasche, eine Kulturtasche, ein Vorhängeschloss, ein Erste-Hilfe-Beutel und ein Regenschutz in meinem Einkaufsbeutel.

    Da ich nun Bestens ausgestattet war, musste ich mich den weniger spaßigen Vorbereitungen zuwenden: einen Lebenslauf und eine Bewerbung auf Englisch schreiben, Reisechecks organisieren, alle Unterlagen zusammen sammeln und meine Reiseapotheke zusammenstellen. Die Aufregung stieg und stieg.
    Mittlerweile ist der Abflug nur noch gut eine Woche weg, doch Gott sei Dank wird die To-do-Liste auch immer kleiner.


    Jetzt geht es hauptsächlich noch darum zu entscheiden, was mit darf und was nicht, was man wirklich braucht, und was doch besser zuhause bleibt.
    Die Vorfreude ist natürlich groß, doch auch gemischt mit der Sorge, ob alles so klappen wird, wie man es sich vorgestellt hat.
    Ich bin gespannt, denn – ein Abenteuer wird es auf jeden Fall!

    So bald es geht werde ich mich mit einem neuen Bericht melden, dann live aus Kanada, und erzählen, wie mein Auslandsjahr so begonnen hat. :)

     

    Für mehr Informationen über Kanada, "Work and Travel" und AIFS:

    http://www.kanada.de

    http://www.aifs.de/work_canada.php

Kommentare

13 Kommentare
  • Franzi
    Franzi Wir fangen in Vancouver an und wollen dann rumreisen. Unser Rückflug geht aber auf jeden Fall von Montreal :D
    Ich habe auch Familie in Toronto und Ottawa, von daher werden wir dort bestimmt auch hinfahren!
    8. September 2011
  • Anni09
    Anni09 hey ich bin vor drei wochen aus kanada zurückgekommen. ich war zwei monate dort. war die geilste zeit meines lebens und ich vermisse die freundliche art der kanadier. genieße die zeit. mit vancouver machst du echt nen guten anfang. van city war...  mehr
    14. September 2011
  • paulmagnus
    paulmagnus Hallo Franzi,

    habe gelesen das du dir einen Internationalen Studentenausweis beantragt hast, da ich im Juni auch nach Canada gehen werde wollte ich nun mal fragen wie Du das gemacht hast? Du gehst doch zur Zeit nicht mehr zur Schule und an der Uni bist D...  mehr
    23. Februar 2012
  • Juliaaa
    Juliaaa Meinst du denn, dass man so eine Organisation wirklich braucht? Könnte man das nicht auch selber organisieren?
    14. März 2013