Berichte

RWE den Stecker ziehen im rheinischen Braunkohlerevier!

  • Einigen von euch ist bestimmt bekannt, dass RWE der größte CO2-Verursacher Europas ist.
    Zwischen Köln, Aachen und Düsseldorf ist das rheinische Braunkohlerevier. Dort gibt es einige Tagebaue (z.B. Gartzweiler und Inden).Teilweise sind die Kohlegruben 500m tief und mehrere km lang.
    Die Kohle wird unter anderem mit der Hambachbahn von den Tagebauen zu den Kohlekraftwerken Neurath, Frimmersdorf und Niederaußem transportiert.
    Wenn ihr denkt, RWE wäre zu mächtig und man hat keine Chance, dageben vorzugehen, dann haben wir hier jetzt den Gegenbeweis:
    Die Macher der Grubegraebt-Kampagne (www.grubegraebt.de) haben sich auf dem Klimacamp 2011 in Kerpen-Manheim 60 Klimaschützer geschnappt. Zusammen ging es dann zur Hambach-Kohlebahn, wo 11 Stunden lang die Schienen blockiert wurden.
    Normalerweise verkehren die Kohlezüge in übergröße im Viertelstundentakt mit jeweils 1500t Braunkohle.
    So haben die Klimaschützer es geschafft, eine Brickettfabrik von RWE lahmzulegen und fast auch, die Kohlezufuhr für die Kraftwerke zu stoppen.
    Ein RWE-Sprecher kam ganz erstaunt zu den Bloackaden und hat die Aktivisten bewundert, weil sie über ein großes Hintergrundwissen verfügt haben und RWE somit ernsthaft geschadet haben.
    Nach drohenden Schadensersatzforderungen und Anzeigen, haben die Blockierer freiwillig die Schienen verlassen. Viel Presseresonanz hat den Erfolg der Blockade bestätigt.
    Die Klimacamper waren sich einig, dass das rheinische Braunkohlerevier der neue symbolträchtige Ort für den Kampf gegen den Klimawandel sein wird.
    So wie das Wendland für den Kampf gegen Castortransporte und Atomkraft steht, steht das rheinische Braunkohlerevier jetzt für Widerstand gegen die Verstromung von Braunkohle und den daraus verursachten Klimawandel.
    Internationale Klimacamper aus Kolumbien, Aserbaidjan, Bangladesh, Holland, Italien, England etc. haben mitgemachtt und vom Kohlewiderstand in ihrer Heimat berichtet.
    Im nächsten Jahr wird es erneut ein Klimacamp geben, was wahrscheinlich wieder in einem Umsiedlungsort am Rande der Kohlegrube stattfinden wird. Viele Wokshops, Vortäge und direkte Aktionen werden wieder im Programm stehen (klimacamp2011.de). Der vom Abriss bedrohte Hambacher Forst neben der Kohlegrube wurde auch besucht.
    Außerdem wurde ein dauerhaftes Klimacamp eingerichtet (waa.blogsport.de). Dazu wurde ein Haus in Düren gekauft, welches als Basis für Aktionen des direkten Widerstands und für den Protest gegen RWE dient. Es wird gerade an einer ökologischen Infrastruktur gearbeitet. Man kann dort auch wohnen oder einfach für ein Wochenende verweilen und sich informieren und mitwirken. Später sollen dort auch Wokshops und Vernetzungstreffen stattfinden.
    Kurz vorher gab es das Klimacamp in der Lausitz.

    Also Leute: wer gegen den Klimawandel, gegen die Kohleverstromung und gegen RWE vorgehen will, hat hier hoffentlich genug Anreize bekommen.
    Viele kleine Schienenblockaden unabhängig voneinander werden RWE in die Knie zwingen.
    Viel Spaß!

    Links:
    www.klimacamp2011.de
    www.grubegraebt.de
    http://www.wijstoppensteenkool.nl/?p=637
    www.waa.blogsport.de
    http://www.facebook.com/pages/Climate-Caravan-November-2011-Bangladesh/1...

    Ich hoffe, die Angaben stimmen alle. Teilt mir bitte mit, wenn nicht.
     

Kommentare

4 Kommentare
  • Lars0220
    Lars0220 Super das sie sich getreut haben diese aktion durchzufühen Respekt :)
    5. September 2011
  • bookworm79
    bookworm79 Gut, weiter so, von solchen mutigen Leuten wie diesen Klimaschützern sollte es viel mehr auf der Welt geben...
    6. September 2011
  • Helen
    Helen super, dass du einen Artikel übers Kamp und unsere Aktionen geschrieben hast!!
    Ich kann nur sagen: das Klimacamp lohnt sich wirklich! ;)
    7. September 2011
  • Stoffie
    Stoffie was für ne geniale sache! :)
    1. Oktober 2011