Berichte

Starten und Landen am Vogelflughafen.

  • Wenn am Flughafen in Hamm sekündlich gestartet und gelandet wird, dann anders als auf normalen Flughäfen. Zwar gibt es eine Landebahn, ein Follow-Me-Fahrzeug, Geschäfte und Restaurants. Sogar der Anflug auf dem Wasser ist möglich. Nur eines ist seltsam.. Flugzeuge gibt es keine. Die braucht es allerdings auch nicht.

    Denn in Hamm ist ein Vogelflughafen entstanden. Ohne Unterbrechung starten und landen hier Mauersegler, Graureiher, Grünspecht und Rotkehlchen. Und noch viele andere Airlines begeben sich hier auf ihre Reise.

    Der Vogelflughafen in Hamm ist ein Kunstprojekt. Ziel sollte es sein, Kunst und Natur miteinander zu verbinden, um sie den Menschen näherzubringen. Aufblinkende rote und blaue Lämpchen, Windsäcke und zahlreiche eingespielte Geräusche versetzen die menschlichen Besucher des Vogelflughafens in Aufbruchstimmung.

    Für die Vögel ist der Flughafen Rastplatz und bietet Erholung auf ihrer weiten Reise. Manche entscheiden sich dann doch den Flug abzusagen und bauen sich lieber ein gemütliches Nest. Dafür wird ihnen auch viel geboten! In einem riesigen Drahtkorb, einer Gabione, finden sich unzählbar viele Zweige, Stöcke und allerlei Krimskrams zum Nestbau!

    Wer möchte, kann auch einen kleinen Rundflug über die Wildwiese starten. Hier brummen Käfer und Bienen und Schmetterlinge schweben über Blumen dahin. Ein gefundenes Fressen für die Piepmätze!

    Sogar die Wasservögel kommen nicht zu kurz. Für sie wurde eigens ein Hydro-Airport erbaut! Ein großer Teich mit schickem Häuschen in der Mitte lädt zum Verweilen ein.

    Firmeninhaber Michael Andreae-Jäckering ist stolz auf seinen kleinen Flughafen. Sein Bruder Stephan Andreae hat gemeinsam mit dem Schweizer Künstler Prof. Res Ingold diese flügge Idee ausgeheckt. Zum hundertjährigen Bestehen der Firma wurde sie dann in die Tat umgesetzt.

    Der Vogelflughafen wird ständig erneuert und ausgebaut. Bald sollen saisonale Anflug- und Abflugzeiten von bestimmten Vogelarten auf Displays angezeigt werden. Flugbewegungen sollen mit Webcams dokumentiert werden.

    Hamms Vogelflughafen soll nicht der einzige bleiben. Weitere Ornithoports sollen 2011 an der Bundeskunsthalle in Bonn und bei der Bundesgartenschau in Koblenz eröffnet werden. In Namibia, Sansibar, Vermont und am Bospurus und in Gibraltar sind noch mehr in Planung.

    Und je mehr sich diese großartigen Neuigkeiten unter den Herrschern der Lüfte herumsprechen werden, umso mehr hat der Tower zutun! ;o)

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    Offizielle Homepage des Vogelflughafens!

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Kommentare

2 Kommentare
  • Lars0220
    Lars0220 Gute idee hoffentlich fühlen sich die vögel dort wohl :)
    5. September 2011
  • bookworm79
    bookworm79 Hört sich gut an, endlich denken mal ein Paar Menschen daran, etwas für die Vögel zu bauen und nicht immer nur hässliche Betonklötze überall hinzustellen!
    6. September 2011