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Kurz notiert: Das Totholzprojekt an der Rur

  • (Habe gerade davon im Radio gehört und fand es nicht uninteressant:)

    Auch Fische brauchen Ruhe! Und das nicht nur im Sinne von Stille, sondern auch im Sinne von Schlupfwinkeln, in denen sie verschnaufen können. In der Böschung verankerte Baumstämme sollen jetzt genau solche Ruheorte für Fische und andere Wasserlebewesen in der Rur schaffen. 

    Der "Ausbau des Flusses als Autobahn" hat dazu geführt, dass es nur noch sehr wenig Fische in der Rur gibt, sagt Dr. Antje Goede King vom Wasserverband Eifel-Rur (WVER). Um landwirtschaftliche Nutzflächen zu gewinnen, wurde die Rur in der Vergangenheit begradigt und die Uferböschung befestigt, wodurch der Gewässerboden unnatürlich gleichmäßig wurde.

    Und genau hier setzt das Totholz-Renaturierungsprojekt des WVER an. «Das Holz wirkt als Störkörper und verändert die Strömung», erklärt WVER-Dezernent Robert Steegmans. Sedimente werden abgetragen und an anderer Stelle wieder abgelagert, langfristig verändert sich auch der Uferverlauf, so dass die Rur zumindest in diesem Bereich ihren geraden Autobahncharakter verliert.

    Durch diese kostengünstige, aber sehr effektive Maßnahme, soll es nun bald wieder mehr Fische in der Rur geben - und hoffentlich auch entspanntere ;)

     

    Quelle: http://www.an-online.de/lokales/juelich-detail-an/1794072?_link=&skip=&_g=Baumstaemme-verbessern-das-Fliessverhalten.html

    Bild: http://www.pixelio.de/media/446822

Kommentare

2 Kommentare
  • Franzi
    Franzi Das hätte ich nicht gedacht, dass Fische auch mal "entspannen" müssen! Aber macht natürlich Sinn :) Schön, dass sie sich dann bald in der Rur wieder wohler fühlen werden:) Danke für die Nachricht!
    28. August 2011
  • midori
    midori Find ich interessant, dass es auch so kostengünstig geht! Man denkt gar nicht, mit welchen einfachen Mitteln man Fische glücklich machen und der Umwelt helfen kann! ;o)
    28. August 2011