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Ein neuer Affe!

  • Eine WWF-Expedition in den Westen Brasiliens hat offenbar eine wissenschaftliche Sensation gefunden: Die Forscher entdeckten in einem unberührten Stück Regenwald im Bundesstaat Mato Grosso eine neue Primatenart, die zur Gattung Callicebus (Springaffen) gehört. Zunächst war unklar, ob es sich tatsächlich um eine Neuentdeckung handelte. Nach gründlicher Analyse aller gesammelten Daten durch den Biologen Júlio Dalponte konnte dies jedoch mit großer Sicherheit bestätigt werden. "Die Spezies weist eine ganz andere Färbung auf als die bereits bekannten Arten. Sie wurde auf einem zwischen zwei Flüssen liegenden Areal gefunden. Es scheint so, als wirken die Flüsse und ihre Seitenarme als natürliche Barriere, die die verschiedenen Springaffen der Region voneinander trennen", erklärt Hernán Gutiérrez, Lateinamerika-Referent des WWF Deutschland.

    Doch der neu entdeckte Affe war bei der 20-tägigen Forschungsreise nur eine von vielen spannenden Funden. Mehrere bedrohte Arten wie der Jaguar, das Riesengürteltier oder der Riesenotter haben die WWF-Forscher gesichtet. Die Experten folgten außerdem einem Sittich, der zuvor nur aus kolumbianischen Regenwäldern bekannt war. Der WWF wertet die Expedition daher als großen Erfolg: "Mithilfe einer ökologischen Analyse können wir den Artenreichtum des Gebiets nun wissenschaftlich dokumentieren. Das wird uns helfen, unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen und die richtigen Schutzmaßnahmen umzusetzen", erläutert Hernán.

    Die im Dezember 2010 durchgeführte Expedition führte in den Nordwesten des brasilianischen Bundesstaates Mato Grosso. Die untersuchten Schutzgebiete mit einer Gesamtgröße von rund 315.000 Hektar wurden in den 1990er Jahren mit der Absicht etabliert, durch eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen einerseits die Natur zu erhalten, andererseits der ansässigen Bevölkerung ein Auskommen zu ermöglichen. Mithilfe der vom WWF erhobenen Daten soll nun ein Management-Plan erstellt werden, der das ökologisch-ökonomische Gleichgewicht langfristig sichert. An der Expedition waren 26 Forscher und Helfer beteiligt. Der WWF ist seit 2003 in dem Gebiet aktiv.

    Springaffen finden sich bevorzugt im Unterholz der Feucht- und Regenwälder Südamerikas. Hauptnahrungsquelle sind Früchte, auch unreifes Obst, sowie Insekten und Blätter. Bekannte Arten waren bisher unter anderem der Rote Springaffe (Callicebus cupreus), der Witwenaffe (Callicebus torquatus) oder der Sumpfspringaffe (Callicebus moloch).

    Frage an euch: Die neu entdeckte Affenart hat noch keinen Namen. Es wird vermutlich noch mehrere Monate dauern, bis so eine neue Art hinreichend dokumentiert ist. Aber wir können ja schon mal ein bisschen fantasieren... Wie sollte eurer Meinung nach der neue Affe genannt werden?

Kommentare

16 Kommentare
  • Puma
    Puma Den Vorschlag von eagle4nature finde ich schön.
    Noch schöner ist allerdings,dass der Hochmut der Menschen,alles und jeden zu kennen und zu beherrschen mal wieder einen Dämpfer bekommen hat!!Und hoffentlich wird der Affe noch lange Leben und...  mehr
    3. September 2011
  • LaLoba
    LaLoba Haha die Namen sind echt toll! Affulus Gefundus!!! :D
    4. September 2011
  • Miffy
    Miffy Roter Mato- Springaffe
    11. September 2011
  • Seestern99
    Seestern99 cooler artikel .
    14. Oktober 2011