Berichte

WWF Jugend Im letzten Urwald Europas unterwegs (Teil 2)

  • Nach dem Bialowieza Nationalpark fuhren wir dann, mit einer Pause zur Besichtigung des Mahnmals des Vernichtungslager Treblinka, weiter zum den Biebrza Nationalpark.
    In Gugny erwarteten uns dann das weltbeste Essen und besondere Gastfreundschaft. Danach machten wir es uns am Lagerfeuer gemütlich.

    Auf dem Weg zu unserer Kajaktour auf dem Narev am nächsten Tag zeigte sich uns auch schon in den nassen Wiesen unser erster Elch.
    Die Weite des unbegradigten Flusses mit den überfluteten Wiesen und den Feldern von gelben Sumpfdotterblumen war auf natürliche Art einfach schön. Beim genießen der Auenlandschaft hörten wir Rotbauchunken, sahen die fünf Seeschwalbenarten, Rotschenkel und sogar einen Seeadler. Trotz des kalten Wassers konnten wir es auch nicht lassen aus den Booten ins Wasser zu springen und eine Weile mit der Strömung zu schwimmen.
    Nach unserem nächsten tollen Abendessen hatten wir die einmalige Gelegenheit mit Peter Torkler, dem WWF Experten für die Arbeit des WWFs und die politische Naturschutzarbeit in Osteuropa, zu diskutieren.

    Am nächsten Nachmittag kam die herbeigesehnte und gefürchtete Moorwanderung. Trotz Gummistiefel kam tatsächlich niemand mit trockenen Füßen durch. Doch auch durch den Schlamm zu stapfen machte riesigen Spaß und dabei sahen wir noch die Hainbuchenwälder, Sanddünen und Niedermoor, viele Birken, die strahlend gelben Sumpfdotterblumen und auch nochmal zwei Elche.
    Am nächsten Tag hatten wir Vormittags gemütliche Freizeit (in einer Gemeinschaftsaktion säuberten wir am Wasserschlauch auch alle unsere Gummistiefel) und nach dem Mittagessen fuhren wir nochmal an eine sehr schöne Stelle am Narev und hatten dort Zeit zu schwimmen, Frisbee zu spielen, zu lesen, zu beobachten oder einfach die Sonne zu genießen.
    Um 17 Uhr zeigte uns Piotr dann eine Stelle, wo wir einmal Biber in freier Wildbahn beobachten konnten und tatsächlich haben sich auch zwei gezeigt.

    Als wir uns am nächsten Morgen auf den Rückweg machten, lang plötzlich dann noch ein Elch gemütlich an der Seite im Gras und ließ sich auch nicht stören als wir dann ausstiegen und in aus bloß 10 Metern beobachten konnten.
    Auf der langen Fahrt genoss ich nochmal die faszinierende Natur von Polen, doch kamen wir doch wieder in Berlin an und dann hieß es auch schon Abschied nehmen.

    Die Zeit war so schnell vorbeigegangen und doch kam es mir vor als hätten wir mehrere tolle Monate gemeinsam in Polen verbracht. Wir haben gehört, das es im nächsten Jahr ein WWF Jugend Camp in Polen geben soll gemeinsam mit polnischen naturinteressierten Jugendlichen - einige von uns sind bestimmt wieder dabei!

Kommentare

4 Kommentare
  • Schimon
    Schimon Man das hört sich toll an! Das erinnert mich an meine Kindheit, bloß warens da nicht Kajaks sondern Kanus :)
    21. Juli 2011
  • FabianN
    FabianN Genau so stellt man sich Natur pur vor. Danke für deinen Bericht ;)
    21. Juli 2011
  • Marcel
    Marcel Ein super Text! Und ich weiß ja auch schon, was Du im WWF Jugend Magazin berichtest... Die Mitglieder können sich da echt auf super Eindrücke gefasst machen. Ich wünsch allen Magazinlesern viel Spaß dabei - und der eine oder die...  mehr
    22. Juli 2011
  • anni95
    anni95 Beide Teile vom Bericht finde ich sehr gut :) Klingt nach einer Menge Spaß und Natur pur! Tarik hatte mir bereits davon erzählt und mir geraten, nächstes Jahr mitzufahren. Mal sehen, ob ich das Geld zusammenkratzen kann :) Klingt auf jeden...  mehr
    26. Juli 2011