Berichte

Sommertipp: Umweltfreundlicher Grillen!

  • Die warmen Sonnenstrahlen wärmen meine Schultern und ich stimme in das Gelächter der Anderen mit ein, die über Lucys Witz lachen. „Schmeißt doch schon mal den Einweggrill an“ schlage ich, nachdem sich das Gelächter wieder gelegt hat, dem braungebrannten Florian vor. Kurze Zeit später überdeckt der Duft der Würstchen den Duft von Lucys Parfüm und sorgt für ein knurren in meinem Magen. Schnell greifen alle zu den Plastiktellern und Besteck und kämpfen um die ersten Würstchen.

    Stopp, stopp, stopp.. hier läuft so einiges falsch! Wie ihr aus einem tollen Grillfest, ein auch für die Umwelt tolles Grillfest machen könnt, kommt jetzt!

    1. Beginnen wir mit dem Grill:
    Er ist klein, handlich, passt in fast jede Tasche und die Kohle und der Grillanzünder sind meist schon mit dabei, genau ihr habt es bestimmt schon erkannt, ich spreche von dem geliebten Einweggrill. Doch so praktisch der Einweggrill ist, so gemein ist er für die Umwelt. Denn oft lassen seine Besitzer ihn an der Grillstelle als Andenken zurück und selbst wenn sie dafür sorgen, dass er in den für ihn vorgesehenen Platz, nämlich der Mülltonne kommt, so sorgt er für mehr Müll, der vermeidbar ist. Ein weiteres Problem ist, dass die Materialien nicht recycelt werden können und die Herstellung sehr viel Energie benötigt. Doch damit ist noch nicht genug, auch die schöne Grill-Wiese schadet ihr damit, denn oftmals sind die Beine viel zu kurz, sodass alles was darunter ist, an der Wärme teilhaben darf.
    Und nun? Gehören Grill-Feste für die Zukunft verboten?
    Aber nein, es gibt noch genug Alternativen. So beispielsweise öffentliche Grillplätze, der Grill bleibt da stehen, ihr müsst euch nicht um die Entsorgung kümmern und ein Andenken bleibt auch bestehen, ohne das ihr dadurch die Umwelt belastet. Und für die spontan und an-abgelegenen-Stellen-Griller findet man auch ohne Alu genug tragbare Grills, die man öfters verwenden kann und ein umweltbewusstes Grillen möglich machen.

    2. Die Kohle
    Beim Kauf solltest du darauf achten, dass die Kohle ein FSC-Siegel hat. Das garantiert dir, dass die Kohle aus einer nachhaltigen Waldwirtschaft stammt. Bei dieser unkomplizierten und auch nicht teureren Tat, leistest du einen sehr wichtigen Beitrag zum Schutz des Regenwaldes, der Artenvielfalt, des Klimawandels... einfach zum Wohle unserer Erde.

    3.Grillanzünder
    Wer kennt das nicht, zwischen den schönen Geruch der brennenden Kohle mischt sich ein komischer chemisch Gestank. Dieser Gestank stammt von dem Grillanzünder und es ist nicht schwer zu merken, dass der nicht gut für dich und für die Umwelt sein kann. Deswegen empfiehlt der WWF einen Kaminanzünder um den Grill zum Brennen zu bekommen. Der stammt nämlich aus einem nachwachsenden Rohstoff, Holz! Dünne Holzfasern sind in Wachs getränkt und bekommen keine Chemiedusche oder ähnliches. Ein netter Nebeneffekt ist, dass die Öle, die in dem Holz enthalten sind, duften und Insekten fernhalten. Finden könnt ihr diesen tollen Grillanzünder beispielsweise im Baumarkt.

    4.Das Grillgut
    Ich als leidenschaftliche Vegetariern rate natürlich jedem von Fleisch oder Fisch ab. Jedoch solltet ihr darauf nicht verzichten wollen, so ist das BIO-Siegel, bzw. bei Fisch das MSC-Siegel ein wichtiger Punkt sich zu orientieren, auch ist es gut darauf zu achten, dass das Fleisch regional angebaut ist. So lecker Argentinisches Rindfleisch auch ist, so unappetitlich ist es, wenn man dann so etwas liest, wie dieses Zitat aus einem Bericht vom WWF: „Die Vernichtung der Amazonas-Wälder in Brasilien geht zu rund 70 Prozent auf die Umwandlung in endlose Weideflächen für Rinder zurück.“
    Und denkt dran, seit sparsam mit der Alufolie, denn wie oben bei dem Grill schon beschrieben, lässt sich diese nicht recyceln.

    5. Drumherum:
    Plastikteller und -besteck sind für ein umweltbewusstes Grillen natürlich tabu. Einfach Teller und Besteck von zu Hause mitnehmen und unserer Erde geht es besser. Ein interessanter Punkt ist auch, dass ihr mit dem Fett aufpassen müsst, denn gerät dieses in die Glut, entstehen giftige Substanzen, die in die Luft gelangen.

    So und nun nichts wie los, wie grillen! Ich bin mal gespannt, was ihr noch so berichtet, vielleicht fällt euch ja noch was auf, was ich vergessen habe!

     

     


    Quelle:
    http://www.heimwerker.de/heimwerker/heimwerker-beratung/grillen-grill-gartengrill/grillgeraete/holzkohlegrill-kohlengrill/einweggrill-wegwerfgrill.html
    http://www.n24.de/news/newsitem_5223143.html
    http://www.wwf.de/presse/details/news/die_wwf_sommertipps_teil_ii_oekologisches_grillen_will_gelernt_sein/

Kommentare

7 Kommentare
  • BlueLikeTheSky gefällt das
  • Fabia
    Fabia ich bin zwar kein großer Fan vom Grillen, aber wenn ich es mache, werde ich es so machen ;)
    11. Juli 2011
  • LSternus
    LSternus Wenn ich grille achte ich eigentlich darauf, dass es so umweltfreundlich wie möglich zugeht. Trotzdem schaue ich jetzt noch wo ich mich verbessern kann - danke! :)
    11. Juli 2011
  • Janine
    Janine Jetzt habe ich Hunger.. Wir haben mal mit nem Elektrogrill in der Küche gegrillt! Mit Ökostrom aus der Steckdose. Da haben wir wahrscheinlich ganz gut abgeschnitten ;o) Danke für deine Tipps!
    12. Juli 2011
  • Anne
    Anne Danke für den Bericht!! Morgen grillen wir und dann werde ich mich an deine Tipps halten.
    Ich bin selber Vegetarier und habe bei Grillfesten meistens nur Kartoffeln gegessen.
    Aber gegrilltes Obst klingt echt lecker!! :D
    PS.: Und einen Maiskolben w...  mehr
    15. Juli 2011