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Energiewende jetzt: Von Stein - auf Biokohle umschalten!

  •  Ihr wollt einen angenehmen Abend mit euren Freunden verbringen, holt euch Gemüse legt alles auf den Grill, zündet ihn an und wartet bis alles fertig ist. Wo ist der Fehler? Viele Menschen grillen, ohne sich Gedanken über die Herkunft ihrer Holzkohle zu machen. In Deutschland kommt sämtliche Holzkohle aus dem brasilianischem Regenwald, nicht zertifiziert und durch Holzeinschlag oder Brandrodung produziert.

    Der Holzeinschlag ist weltweit nach der Brandrodung bisher die wichtigste Ursache für die Zerstörung der Regenwälder. Nach der Weltbank ist der Holzeinschlag verantwortlich für die alljährliche Vernichtung von 5 Millionen Hektar Tropenwald.

    Doch können wir dagegen tun? Holzkohle boykottieren? Gänzlich auf Grillabende verzichten? Nein, das muss nicht sein, denn nun haben Studenten „Biokohle“ entwickelt. Biokohle ist verkohlte Biomasse (z.B. Grünschnitt, Viehmist, Klärschlamm oder Bioabfall). Die Eigenschaften der Biokohle mit der konventionellen Holzkohle sind sehr gleich, so gibt es kaum Unterschiede zwischen dem Brennwert oder den Herstellungsformen.

    Doch es geht noch extremer die Studenten der technischen Universität Berlin haben es sogar geschafft, aus menschlichen Fäkalien Biokohle herzustellen.

    Diese Biokohle soll allerdings nur im Bereich des Klimafarmings, also dem Einsatz moderner landwirtschaftlicher Methoden für die Reduktion klimaschädlicher Gase wie CO2, getestet werden. Proben in den studentischen Gewächshäusern zeigen, dass bereits nächstes Jahr auf echtem Boden nämlich in Tansania begonnen werden kann.

    Die Biokohle hat hier den Zweck des Bodenverbesserers. Das heißt, er wird als eine Art Düngemittel getestet und als Wasserspeicher und Erosionsschutz später eingesetzt werden.

    Die Chancen der Biokohle eines Tages, die Abholzung zu beenden stehen sehr gut. Es entstehen immer mehr Alternativen, die der zerstörerischen Kraft der industriellen Konzerne kontra bietet. Ihr seht, der nächste Grillabend kann stattfinden, allerdings nur mit Biokohle.

     

    Quellen:

    http://www.dailygreen.de/wp-content/uploads/2009/12/pixelio-abfall-thomas-max-mueller.jpg

    http://www.adlershof.de/uploads/tx_psevent/biokohle-biochar-adlershofer-analytisches-kolloquium-berlin.jpg

    http://www.youtube.com/watch?v=o3DKXCyZa0Q

Kommentare

5 Kommentare
  • anni95
    anni95 Interessante Idee. Aber Biokohle aus menschlichen Fäkalien... ich frage mich wie Bananenkiste, ob der Gerucht einem nicht den Appetit verderben würde. Wobei die erste Möglichkeit wohl in dem Sinne besser wäre.
    29. Juni 2011
  • MarcelB
    MarcelB Naaaja, ihr kennt doch auch den Gestank aus den Klärwerken...ich denke heutzutage kann man alles geruchsneutral weiterverarbeiten :)
    29. Juni 2011
  • Kara
    Kara Ich glaube nicht, dass das noch stinkt, wenn es gut verarbeitet getrocknet ist. In einigen Ländern Afrikas bauen die Menschen ihre Häuser aus getrocknetem Kameldung, und das scheint auch nicht zu stinken =/ Ich bin jedenfalls gespannt, ob und wa...  mehr
    30. Juni 2011
  • redmary
    redmary Ich habe mal in Fernsehen in einer Sendung ( ich glaube das wahr bei "die strengsten Eltern der Welt") gesehen, wie Inder getrockneten Kuhmist zum anzünden benutzen. Denen ist jedes Leben heilig. Auch das der Bäume =)
    26. Juli 2011