Berichte

Was der WWF bewirkt - mein konkretes Beispiel

  • Wie ich aus Afrika mitbekomme, diskutieren einige unter euch gerade die Frage, ob der WWF eine gute und glaubwürdige Organisation ist. Ich möchte euch gerne berichten - direkt aus einem Projektgebiet des WWF Deutschland. Im Video, das ich dem WWF geschickt habe, erzähle ich euch von den Ergebnissen unserer Spendensammlung für Dzanga-Sangha in der Zentralafrikanischen Republik. Und was die Arbeit vor Ort betrifft, habe ich ein ganz frisches Beispiel für euch...

    Ihr fragt euch, was bewirkt der WWf vor Ort? Hier ein aktuelles Beispiel: In Mambele, also dem Ort der WWF-Zentrale für den Lobeke Nationalpark (Kamerun), sind vor ca. drei stunden Wilderer samt Beute und Fallen eingetroffen. Sie wurden von Ökoguards aus dem Wald abgeführt. In Handschellen. Sie werden nun ins Gefängnis in Yokadouma gebracht, wo sie zwischen sechs und zwölf Monate sitzen werden. Außerdem werden sie eine Geldstrafe zahlen müssen.

    Sie haben 241 Graupapageien getötet. Zuerst wurden die Tiere mit Erdnüssen angelockt, die auf einem Netz verteilt lagen. Dann wurde das Netz zugezogen und die Papageien so gefangen. Ihnen wurde der Kopf abgeschnitten. Der Sack mit den Köpfen liegt jetzt im Zimmer mit der Toilette. Dort bleibt er zusammen mit den Wilderern, bis es für sie nach Yokadouma weitergeht.

    Außerdem haben sie dreizehn Graupapageien lebend gefangen. Sie befinden sich gerade noch in einem engen Holzkäfig. Ihnen wurden von den Wilderern die Flügel gestuzt. Bis sie nachgewachsen, und sie in der Natur überlebensfähig sind, bleiben sie hier - im Garten des Büros. Das dauert ca. zwei Monate.

    Ich habe auch einige Fotos gemacht, die ich dem WWF Deutschland später gern zur Verfügung stelle. Außerdem ein paar Videos. Ich habe den Sack mit den Köpfen, die lebenden Tiere, das Netz und die Wilderer fotografiert.

    Ich möchte euch sagen: Was das Aufspüren und Festnehmen von Wilderern hier angeht, tut der WWF was er kann. Der Lobeke Nationalpark wird regelmäßig vom WWF Kamerun und vom WWF Deutschland beaufsichtigt. Zur Zeit ist kein offizieller Mitarbeiter aus Deutschland hier. Trotzdem arbeitet der WWF hier stark für den Umweltschutz und sorgt dafür, dass der Wald geschützt wird. Der Parkassistent nimmt seine Aufgabe sehr ernst!

    Das ist das, was ich aus einem der Projektgebiete beitragen kann. Ganz zu Schweigen natürlich von der Arbeit in Bayanga, inkl. Bai Hokou, wo es (durch die hohe Anzahl der Angestellten) einfacher ist, den Naturschutz voranzutreiben.

Kommentare

17 Kommentare
  • Janine
    Janine @Laurie: Ich bleibe nur noch bis zum 06.Juli hier, also leider nicht mehr so lange ;o) Insgesamt war ich sieben Wochen in der Zentralafrikanischen Republik und in Kamerun unterwegs. Ich bin nach Dzanga-Sangha gefahren (Video), um von dort über den Er...  mehr
    2. Juli 2011
  • FabianN
    FabianN Danke für deinen überzeugenden Bericht. Gerade jetzt, wo nach dieser Doku immer weitere Vorwürfe gegen den WWF aufkommen brauchen wir genua solche Artikel, die uns wieder das Vertrauen geben und den Stolz beim WWF zu sein.
    Toller Bericht :D
    3. Juli 2011
  • Beasty
    Beasty Vielen Dank für den super Bericht! Das wohl beste Gegenargument zu all den Vorwürfen momentan :)
    10. Juli 2011
  • Puma
    Puma Das sind sehr gute Nachrichten.Ich freu mich richtig!!!
    11. Juli 2011