Berichte

Freiwilliges Jahr im Ausland!

  • Ich möchte an dieser Stelle den Europäischen Freiwilligendienst als Möglichkeit für ökologisches Reisen vorstellen. Dieses große Reiseabenteuer ist nämlich nicht nur ökologisch (da statt vieler kleiner Reisen, eine große), sondern vor allem auch sozial und sehr viel tiefgehender als ein normaler ein- bis zweiwöchiger Urlaub. Denn man hat die Zeit ein Land sehr viel genauer und auch facettenreicher kennenzulernen und tief in eine andere Kultur einzutauchen.
    Ich selbst bin jetzt schon seit 8 Monaten in Szekszárd, einer kleinen freundlichen Stadt in Ungarn. Und es ist einfach wunderbar! Nicht nur, dass ich eine Menge großartiger Ungarn kennengelernt und mich in die schönen Weinberge um meine Stadt verliebt habe … Ich habe auch Unmengen internationaler Kontakte zu anderen Freiwilligen aus ganz Europa geknüpft und viele enge Freundschaften haben sich entwickelt.
    Ich arbeite hier in einer Behindertentagesstätte, 6 Stunden am Tag, in einer lieben kleinen Gruppe. Wir machen viel Handarbeit, gehen spazieren oder auch mal ins Kino. Es ist eine leichte und angenehme Arbeit und ich habe sehr viel Freizeit. Die nutze ich um mit Leuten in Kontakt zu kommen und ich unternehme Dinge, für die ich mich in Deutschland niemals interessiert hätte und für die ich auch keine Zeit hatte. So bin ich zum Beispiel in einem Alte-Leute-Chor und gehe mit auf organisierte Wandertouren mit klapperigen Greisen, die erstaunlich viel Spaß machen. Auf dem Photo oben seht ihr mich übrigens in ungarische Tracht, die ich für einen Chorauftriit in Budapest bekommen habe - das war ein Spaß!
    Es gibt natürlich auch andere Nachmittagsangebote, die mir mehr in den Kram passen, wie Tanztheater, eine Literaturgruppe und bis vor einer Weile auch noch Tangostunden.
    Die Esskultur ist für mich leider nicht so ansprechend, weil die traditionelle ungarische Küche sehr viel Fleisch verwendet und ich Vegetarierin bin. Aber es gibt großartigen Kuchen und eine wunderbare puddingartige heiße Schokolade.
    Ein Höhepunkt des Monats ist eine Volkstanzveranstaltung in einer schönen Bar hier. Lauter junge Leute kommen zusammen um ganz ohne Zwang und Trachten zu Livemusik alte Tänze aufleben zu lassen. Meist geht das bis nach Mitternacht….
    Natürlich ist jedes Auslandsjahr anders als das Andere, jeder macht andere Erfahrungen, schon allein, weil es in verschiedene Länder geht. Aber ein Freiwilligendienst ist definitiv immer eine Möglichkeit eine andere Kultur und Sprache wirklich am eigenen Leib zu erfahren, und auch sich selbst neu zu entdecken und sein Bewusstsein für viele Dinge zu erweitern. Und damit viel besser als ein Kurztrip nach dem anderen!
    Wie auch immer, ein EVS (european voluntary service) lohnt sich immer und auf jeden Fall! Ganz egal ob direkt nach der Schule oder auch später. Du solltest nur zwischen 18 und 30 Jahren alt sein. Und offen für eine große Reise…
     

Kommentare

4 Kommentare
  • ringelrabe
    ringelrabe Tja, die Technik und ich sind keine guten Freunde... Ich bekomme kein Bild eingefügt. Was solls, egal!
    25. Mai 2011
  • Stoffie
    Stoffie super was du machst! :)
    ich wollte nach der schule auch ein freiwiliiges soziales jahr machen!
    allerdings bin ich mir noch nicht sicher was ich machen will
    25. Mai 2011
  • Jolly
    Jolly Höhö, ich habe mich letztens gerade über dieses Thema bei dem Arbeitsamt mal informiert, da war eine Vorlesung deswegen. Ich habe mir schon vorgenommen (und zum Teils schon geplant) nach meinem Abitur, dass ich dieses Jahr beginne, ein Jahr...  mehr
    26. Mai 2011
  • ringelrabe
    ringelrabe Hej Jolly! Nur als Tipp für deinen Kontostand: Wenn du EVS machst, ist es völlig egal wie viel Geld du hast. Deine Reisekosten, deine Unterkunft und Verpflegung wird bezahlt und du bekommst ausreichend Taschengeld. Und wenn du außerhalb vo...  mehr
    27. Mai 2011