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50 Jahre WWF International - das waren die größten Erfolge

  • Seit 1961 finanzierte der WWF bis heute mehr als 13.000 Schutzprojekte in über 150 Ländern mit rund 7,3 Milliarden Euro. Das globale Netzwerk des WWF unterhält 90 Büros in mehr als 40 Ländern, beschäftigt rund 5.000 MitarbeiterInnen und hat mehr als fünf Millionen Förderer weltweit.

    Nach 50 Jahren blicken wir zurück auf die größten Erfolge:

    Amazonien: Bis 2016 sollen 60 Millionen Hektar brasilianischen Amazonas-Regenwaldes durch ein umfassendes Schutzgebietsnetzwerk gesichert werden - eine Fläche so groß wie Deutschland und Großbritannien zusammen. Seit Juni 2006 ist der WWF Deutschland für mehr als 10 Schutzgebiete zuständig, allen voran für den mehr als 1,9 Millionen Hektar großen Juruena-Nationalpark.

     

    Borneo: Im Inneren der drittgrößten Insel der Welt entsteht auf WWF-Initiative ein Netzwerk aus Schutzzonen und nachhaltig genutzten Wäldern von der Größe Großbritanniens. Die "Heart of Borneo"-Initiative wurde am 12. Februar 2007 von den Forstministern Indonesiens, Malaysias und Bruneis in Bali unterzeichnet. Eine sehr große Palmölplantage sowie eine breite Überlandstraße durch den unberührten Regenwald der Insel hat die Dreiländer-Vereinbarung bereits verhindert.

     

    Kongo-Becken: 1999 brachte der WWF die Staatschefs der sechs zentralafrikanischen Staaten an einen Tisch: Rund zehn Prozent des gesamten Kongo-Beckens (20 Millionen Hektar) stehen seitdem offiziell unter Schutz – darunter auch Dzanga-Sangha im Süden der Zentralafrikanischen Republik. Weitere 4,5 Millionen Hektar werden nach FSC-Regeln nachhaltig bewirtschaftet.

     

    Klimaschutz: Der WWF half 1997 mit, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren - die erste internationale Vereinbarung zur Verringerung klimaschädlicher Treibhausgase. Der aktuelle Energie-Report des WWF von 2011 zeigt, dass es möglich ist, die weltweite Energieversorgung komplett auf erneuerbare Energien umzustellen.

     

     

    Amur-Region: Knapp 3,6 Millionen Hektar Schutzgebiete, 3,7 Millionen Hektar FSC-zertifizierter Wald und ein Stab mutiger Wildhüter bieten den etwa 450 verbliebenen Amur-Tigern und 35 Amur-Leoparden mittlerweile eine reelle Chance, langfristig zu überleben.

     

     

     

    Süßwasser: Mit der vom WWF initiierten Ramsar-Konvention 1971 sind weltweit Feuchtgebiete von der dreifachen Größe Deutschlands unter Schutz gestellt. Damit werden nicht nur artenreiche Lebensräume, sondern auch Wassereinzugsgebiete für Millionen Menschen dauerhaft gesichert.

     

     

    Großer Panda: Die etwa 1.600 noch in der Wildnis lebenden Pandas verteilen sich auf sechs Bergregionen im Südwesten Chinas. Insgesamt 62 Reservate wurden mit Hilfe des WWF bislang eingerichtet. Sie schützen nicht nur rund 80 Prozent der Panda-Population, sondern viele weitere seltene Arten sowie die Bambuswälder.

     

     

    Tiefsee: 2010 stellten auf WWF-Initiative 15 Staaten des OSPAR-Abkommens sechs Hohe-See-Gebiete mit einer Fläche von rund 290.000 Quadratkilometern unter Schutz – darunter zwei große Abschnitte des Mittelatlantischen Rückens.

     

     

     

    Tiger: Mehr Politiker als je zuvor erreichte der WWF zum Tiger-Gipfel 2010 in St. Petersburg: Alle 13 Tiger-Verbreitungsländer einigten sich auf das Ziel, die Zahl der Großkatze von 3200 Tieren bis 2022 zu verdoppeln und dafür mehr als 300 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

     

     

     

    Wale: 1994 wurde das Südpolarmeer, der wichtigste Nahrungsraum der Großwale auf der Südhalbkugel, auf Initiative des WWF zum größten Walschutzgebiet der Welt erklärt. Im nördlichen Mittelmeer wurde 1999 mit Hilfe des WWF ein 85.000 Quadratkilometer großes Schutzgebiet ausgewiesen, in welchem insgesamt 13 Walarten vorkommen.

     

     

    Madagaskar: Fast zehn Prozent aller madegassischen Wälder sind heute geschützt – dreimal mehr als 2003. Finanziert werden sie über einen Umweltfonds, den der WWF mit der Weltbank, der KfW und anderen Partnern eingerichtet hat.

     

     

     

    Eisbären: Der WWF trug dazu bei, die Zahl der Eisbären von 5.000 in den fünfziger Jahren auf heute rund 27.000 zu erhöhen. Doch mit dem Schrumpfen des Meereises im Zuge der Erderwärmung sind zwei Drittel aller Eisbären bedroht. Deshalb soll in Kanada ein riesiges Schutzgebiet geschaffen werden, wo das Sommer-Treibeis sich am längsten halten wird. In Russland half der WWF bereits, den Lebensraum von rund einem Viertel der weltweiten Eisbärpopulation unter Schutz zu stellen.

     

    Die WWF Jugend ist Teil des WWF - und somit Teil all dieser Erfolge. Es braucht Menschen, die daran glauben, dass wir etwas verändern können. Nur sie machen solche Erfolge möglich. Danke an alle, die uns bisher unterstützt haben!

Kommentare

10 Kommentare
  • Maikaefer
    Maikaefer Danke für die Informationen - hoffe, dass wir noch viel mehr erreichen werden :)
    10. April 2011
  • Vegan21
    Vegan21 Wunderbar was schon alles geschafft wurde... da kann man nur stolz drauf sein ....:)
    9. Mai 2011
  • HatTrick
    HatTrick Großartige Erfolge! Weiter so :-)
    11. Mai 2011
  • Girty
    Girty Wow :) Bei so tollen Nachrichten kann man nur stolz darauf sein, dass man wwf unterstützt! Zu Weihnachten wünsch ich mir die Biographie des wwf; ich bin gespannt was da auf mich zukommt :)
    9. November 2011