Berichte

Das war die Earth Hour 2011

  • Der 26. März 2011 war ein ganz besonderer Tag. Zunächst forderten rund eine Viertel Million Menschen in den deutschen Großstädten Berlin, Köln, Hamburg und München einen schnelleren Ausstieg aus der Kernenergie und eine Wende hin zu den Erneuerbaren Energien. Als es dann dunkel wurde, rollte die Earth Hour über Deutschland - eine globale Aktion des WWF für mehr Klimaschutz. 66 Städte in Deutschland schalteten für 60 Minuten die Beleuchtung ihrer wichtigsten Gebäude aus - mehr als je zuvor. Über 25.000 Menschen haben sich an Aktionen beteiligt und ein Zeichen für eine sichere Energie- und Klimazukunft gesetzt.

    Der 26. März war der Energiewende-Tag! Nun hoffen wir, dass die Politik diese eindeutigen Signale richtig versteht und eine Energiewende einleitet. Earth Hour war jedoch noch mehr: Wir haben die Menschen aufgefordert, ihren Atomausstieg und Klimaschutz selbst anzustoßen und auf Ökostrom zu wechseln. Hunderte aus der WWF Jugendverteilten Flyer, sprachen mit ihren Freunden und Familien und überzeugten auf diese Weise viele Menschen für grünen Strom.

    Wir blicken zurück auf einen beeindruckenden Tag. Hier sammeln wir in den nächsten Tagen alle Fotoalben, Videos und Berichte von den Anti-AKW-Demos und der Earth Hour:

    Demo und Earth Hour in Köln > Zum Fotoalbum von NinaLuthien

    Mit WWF Jugend-Flagge unterwegs in Berlin > Zum Fotoalbum von Bowet

    Anti-AKW-Demo in Köln > Zum Bericht von AnnaLaura

    Die WWF Jugend bei den Vorbereitungen am Brandenburger Tor > Zum Album von MarcelB 

     

    Fotos von der Earth Hour in Köln - rund 50 Menschen kamen zu unserer Ideenstürmer-Aktion! > Zum Fotoalbum von Marcel

    Kerzenaktion in Köln > Zum Fotoalbum von JanineK

    Eine leuchtende Welt in Darmstadt > Zum Bericht von Cata

    Licht aus am Wasserturm in Mannheim > Zum Bericht von Sinopa

    Unsere leuchtende Erdkugel > Zum Fotoalbum von Locke

    Kerzenaktion in Köln > Zum Fotoalbum von Peet

    Fotos des WWF aus der ganzen Welt - 24 Stunden Earth Hour > Flickr

    Dieses Jahr begannen die WWF Earth Hour Aktionen mit einer Schweigeminute für die Opfer in Japan. WWF-Vorstand Eberhard Brandes sagte in Berlin: "Wir gedenken heute ganz besonders den vielen Menschen in Japan, die Opfer der Naturkatastrophen und der menschengemachten Katastrophe von Fukushima geworden sind." Im Anschluss forderte Eberhard Brandes: "Es geht darum, heute ein Zeichen und Signal zu setzen dafür, dass wir in der Energieversorgung endlich umsteuern müssen und dass wir keine Zeit mehr dafür haben." Zusammen mit Katrin Lompscher, Umweltsenatorin der Stadt Berlin, legte er dann um Punkt 20.30 Uhr den Schalter um.

    Sofort versank das Brandenburger Tor für die nächsten 60 Minuten im Dunkeln - gleichzeitig mit dem Eiffelturm in Paris, dem Kölner Dom, der Dresdner Frauenkirche, dem Schloss Neuschwanstein sowie unzähligen anderen berühmten Gebäuden und Wahrzeichen in Deutschland und Europa. "Städte spielen eine herausragende Rolle beim Klimaschutz.", begründete Frau Lompscher die dritte Teilnahme der Stadt Berlin nach 2009 und 2010 an der Aktion. "Und angesichts der aktuellen Situation, der Atomkatastrophe in Japan, ist es umso wichtiger, dass weltweit Zeichen gesetzt werden für eine Energiewende. Deshalb ist Berlin dabei und wir sind stolz, dabei zu sein."

    Anders als 2010 war die Stimmung am Brandenburger Tor angesichts der tragischen Ereignisse in Japan dieses Jahr eher besinnlich. 2010 hatten Teilnehmer der Aktion zu Musik eine Stunde lang auf Fahrrädern strampelnd Ökostrom produziert und so einen WWF Panda und den Berliner Bären zum Leuchten gebracht. Doch trotz des ruhigen Charakters halfen WWF Jugend und über Facebook eingeladene WWF-Unterstützer auch 2011 voller Begeisterung mit: "Es geht darum, dass man auf nachhaltige Energien umstellt, also dass man nicht mehr auf Kernkraft und Kohle setzt, sondern auf erneuerbare Energien.", sagte eine junge Aktivistin beim Anzünden der Kerzen. "Das heißt aber auch, dass jeder Einzelne was tun kann, dass man selber sorgsam mit der Energie umgeht." Die WWF Jugend organisierte zudem in vielen anderen Städte eigene Veranstaltungen, so wurde am Fuße des Kölner Doms eine große 60 aus Kerzen gelegt und ein riesiger selbst gebastelter Globus augestellt.

    Alle Kerzen der WWF Aktionen waren übrigens Bio-Kerzen, die weder aus Palmöl noch aus Paraffin, sondern komplett aus heimischer Biomasse hergestellt waren. So wurde bei diesen Aktionen kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre entlassen und der tropische Regenwald geschont.

    Fotos: © David Biene / WWF; © Nina Froitzheim / WWF; © Bowet / WWF; © Marcel Gluschak / WWF; © MarcelB / WWF; © Peter Jelinek / WWF; © Janine Koch / WWF; © Catarina Clément / WWF; © Sinopa / WWF; © Locke / WWF; © Peter Jelinek / WWF; © David Biene / WWF

Kommentare

20 Kommentare
  • Anais
    Anais Großes Lob an alle, die gestern mitgwirkt haben. :)
    27. März 2011
  • Froschkoenigin
    Froschkoenigin Schade das ich soweit weg von großen Städten wohne ;(
    zumindest habe ich sämtliche Freunde und Verwabdte aktiviert,
    Kerzenschein ist eben viiiiiiiel romantischer=)
    27. März 2011
  • TobiS
    TobiS Ich wäre gerne in Köln dabei gewesen, war dieses Jahr leider unterwegs :\'(

    Ich denke, dass die heutigen Wahlen ein wichtiger Schritt für die Energie-Wende gewesen sind. Jetzt bloß nicht locker lassen, sondern gehrt auf die Demos geg...  mehr
    27. März 2011
  • Nathalie
    Nathalie Es war ein wunderschöner Abend :) Die Fotos und Videos sind wirklich super geworden. Es ist einfach beeindruckend zu sehen, wie der Abend auch in anderen Städten gestaltet wurde.
    30. März 2011