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Pssst! Leise sein, rettet Fischleben!


  • Eine neue Studie hat unglaubliches festgestellt: Lärm stört Fische beim fressen. Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass durch laute Geräusche die Fische aktiv bei der Nahrungsmittelsuche gestört werden.

    Das Ergebnis der Studie war, dass Fische die in einer lauten Geräuschkulisse lebten wesentlich unkonzentrierter waren, als jene in ruhigen Gewässern. So unterlief den Fischen in der lauten Geräuschkulisse eine gehäufte Anzahl an Fehlern bei der Auswahl ihrer Nahrung.

    Den Biologen zur Folge, reichen schon wenige Sekunden lauter Motorgeräusche aus um Fische dauerhaft bei der Suche nach Nahrung zu stören. Dieses Phänomen kann die Fische nachhaltig irritieren, sodass diese schädliche, also falsche Nahrung, fressen. Die Treffsicherheit mit der Fische sonst immer Nahrung zu sich nehmen wird dadurch also beeinträchtigt.

    Besonders deutlich wird dies beim Blauwal.


    Der BLAUWAL ist das größte Tier, das jemals auf der Erde gelebt hat. Er wird bis zu 32 Meter lang und maximal 200 Tonnen schwer. Er ernährt sich von Kleinlebewesen wie Krebsen, Schnecken und Plankton, die massenhaft im Meer auftreten und als Krill zusammengefasst werden. Der weltweite Bestand wird laut WDCS auf 5200 Tiere geschätzt. Laut WWF stirbt alle zwei Minuten ein Wal oder Delfin in einem Fischernetz. Dies seien weit mehr Tiere als den Harpunen der Walfänger zum Opfer fielen.*

    Aufgrund der niedrigen Treffsicherheit bei der Nahrung, brauchen die Blauwale immer mehr Zeit um die passende Nahrung zu finden, während dieser Zeit, können sie erhöht dem Menschen zum Opfer fallen. Dies trifft natürlich auch auf andere Fischarten zu, wie z.B. dem Rotbarsch oder dem dreistachligen Stichlingen.

    Das Ergebnis der Studie war, dass Meerestiere in einer lauten Geräuschkulisse wesentlich unkonzentrierter sind und so häufig Fehler bei der Auswahl ihrer Nahrung machen.

    Das Problem: Die zunehmende Lärmverschmutzung trägt zum aktivem aussterben von Tierpopulationen bei. Rennboote produzieren hierbei den meisten Lärm. Dies wurde durch einen Unterwasserlautsprecher herausgefunden.

    Die Forscher wollen nun eine neue Studie beginnen, bei der die Reaktion von Fischen auf permanente Beschallung untersucht wird.

    Eins steht jedenfalls fest, Lärmbelästigung kann für Unterwassertiere lebensbedrohlich sein! Denkt also das nächste mal nach, wenn ihr einen Strandurlaub plant und vorhabt mit dem Motorboot rauszufahren, ein Paddel- oder Tretboot tut es auch.
     

    Quelle:

    http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article12664849/Bei-Laerm-vergeht-Fischen-der-Appetit.html

    * = Direktzitat aus welt.de/...

    Bilder:

    http://www.nationalgeographic.de/thumbnails/article/55/17/01/fische-11755.jpg

    http://www.tauchsport.de/unterwasser_biologie/strategien/images/fischschwarm.jpg

    http://www.fotos.peta.de/data/media/17/fische-fischschwarm-086D.jpg

    http://www.primolo.de/home/Wale/hp_bilder/meere-fotos-blauwal.jpg

Kommentare

12 Kommentare
  • MarcelB
    MarcelB Ok, ich hab mich mal weiter über Haie informiert. Und zwar ist es so, dass Haie ziemlich vielseitig sind. Das wichtigste Organ, auch für die Jagd!, ist eine Art Radar, welches durch Druckunterschiede Kilometerweit Fische entdecken kann.. aus diesem Standp...  mehr
    5. März 2011
  • TobiS
    TobiS Interessante Studie. Allerdings ist in dem Bericht ein kleiner Fachsprachenfehler: Die Studie sei über Fische. Das würde bedeuten, dass Blauwale Fische sind. Da Wale allerdings keine wechselwarmen Tiere sind, ist das falsch. \"Meerestiere\" ist daher der ...  mehr
    5. März 2011
  • MarcelB
    MarcelB ok danke Tobi! Ich werde es sofort korrigieren! ;)
    5. März 2011
  • laSarah
    laSarah wow wusste ich gar nicht aber jetzt dank dir schon :)
    5. März 2011