Berichte

Mission Bayer

  • Datum:
    Donnerstag, 27 Januar 2011

    Geheimagent der WWF-Jugend: Bienenkönigin

    Ausrüstung:
    Notizblock, Bleistift, Radiergummi, 0,5 Wasserflasche, eine Brotdose mit Bio-Gurken u. Bio-Tomaten, Bio-Dinkel-Kekse und ein Brot.

    Ablauf:

    10:34 Uhr.
    Ich befinde mich kurz vor dem Grundstück des Großunternehms Bayer in Leverkusen. Nur noch ein Schranke trennt mich davon einem der Fünf größten Pestizid und andere bösen Dinge-Hersteller mal hinter die Fassaden zu blicken.

    10:35
    Ich hab es geschafft, bin nun in dem Konzern, nun gibt es kein zurück mehr. Die Mission kann beginnen.

    Stopp ein mal, ich glaub bevor ich mein Protokoll weiterführe, sollte ich euch erst ein mal erklären, wer Bayer ist und was genau ich da will.

    Bayer ist ein riesiges Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie, die ihren Sitz in Leverkusen hat. Sie besteht aus ca. 110.00 Mitarbeitern und ist auf der ganzen Welt vertreten. Mit anderen Worten über dieses Unternehmen könnte man mehrere Bücher verfassen. Und da ich weiß, dass ihr alle ein bisschen lese faul seit und ich keine Lust habe mehrere Bücher jetzt für euch zu schreiben, dachte ich mal, dass wir uns mit einem kleinen Teil beschäftigen ? Bayer CropScienceAG.
    Die Bayer CropScience AG zählt mit einem Jahresumsatz von ca. 6,5 Mrd. EUR zu den weltweit führenden, innovativen Crop-Science-Unternehmen mit den Tätigkeitsbereichen Pflanzenschutz (Crop Protection), Schädlingsbekämpfungsmittel für den nicht-landwirtschaftlichen Gebrauch (Environmental Science) sowie Saatgut- und Pflanzenbio-Technologie (BioScience).“ so beschreibt sich Bayer auf seiner Homepage.

    Klingt doch ganz nett, denkt ihr wahrscheinlich grade, doch hinter den Begriff „Pflanzenschutz“ steht z.B. das große Bienensterben 2008 und hinter dem Begriff Saatgut- und Pflanzenbio-Technologie steht z.B. Gen-Reis, mit dem Bayer in Entwicklungsländern Kohle macht.

    So zurück zur Mission:

    10:40 Uhr:
    Eine nette Frau begrüßt meinen Chemiekurs und mich in einem großen, hellen modernen Raum mit großen Fenstern und einer großen Leinwand an der Wand, auf der ein Werbefilm für Bayer abgespielt wird.

    10:45 Uhr:
    Nachdem wir unsere Jacken an die Garderobe gehängt haben und jeder einmal auf die modernen Toiletten gehen konnte geht es in den ersten Raum der Führung. Dort wird uns mit modernen schnicknack wie einem riesigen Fernseher und automatisch verschiebbaren Wänden die Geschichte des Unternehmens gezeigt. Alles erinnert eher an ein modernes Museum, als an eine Konzernbesichtigung. Das Gebäude in dem wir uns befinden ist denke ich ausschließlich für Werbezwecke gedacht.

    11 Uhr bis 13 Uhr
    Wir folgen der netten Dame von einem Raum in den Nästen, in den Bayer seine Produkte darstellt und sich damit gleichzeitig als lebensnotwendig für die Menschheit erklärt. Alles ist hoch modern, so ist dort ein Auto -simulator, oder Tische, für chemische Vorführungen, die aus dem Boden automatisch herausfahren. Auch super sozial und als Lebensretter der Entwicklungsländer stellt sich Bayer vor. So ist ein ganzer Raum ausschließlich einem Projekt einer Fußballschule in Brasilien gewidmet und begeistert können wir ein kleines Torschießduell Jungen gegen Mädchen machen. Mein Lehrer ist ziemlich enttäuscht, da die nette Dame, die nur für das Marketing von Bayer zuständig ist, kaum Chemisches-wissen vorzuweisen hat und so frage ich sie erst gar nicht die super Fragen, die ich für euch vorbereitet hatte. So bin ich ziemlich enttäuscht euch nicht mit spannenden Hintergrundinformationen füttern zu können, aber ich versuch mein bestes den Artikel trotzdem hinzubekommen.

    Missions-Urteil:
    Bayer hat es aus irgendwelchen Gründen nötig so viel Geld in den Marketing-Bereich reinzustecken. Aber warum? Gehen wir dem Grund nach.

    Naja, schwer ist das nun nicht. Da wären Pestizide, die unsere schönen Böden und alles was auf diesen Böden lebt vergiftet und da wären genmanipulierte Produkte, die sie verkaufen, obwohl kein Mensch weiß, was das für Auswirkungen auf unser Umfeld hat. Weiter informiernen könnt ihr euch hier.

    Interessant finde ich da eher wieder, wie Bayer trotzdem Versuch, obwohl die Produkte der letzte Mist sind, Werbung damit zu machen. So findet man auf der Homepage unter Nachhaltigkeit & Engagement in der Hauptleiste unter dem Punkt „Umwelt und Natur“ tatsächlich dieses Video.

     

    Ich bin gespannt auf eure Meinungen. Ihr könnt ja mal zu Hause schauen, wo ihr überall Produkte von Bayer findet.

     

    Quellen:

    http://www.bayer.de

Kommentare

9 Kommentare
  • StrongBad
    StrongBad Leute, ohne Firmen wie Bayer würden jeden Tag tausende Menschen sterben, und Millionen Menschen hätten es mit ihren Krankheiten viel schwerer.

    Also macht euch mal Gedanken.
    2. Februar 2011
  • KatevomDorf
    KatevomDorf @StrongBad: klar steerben menschen, aber das war schon immer so. und sie regelrecht künstlich am leben zu erhalten.. sieht man doch wo es hinführt zu na schönen überbevölkerung. und wer in bio aufgepasst hat kennt auch die populationskurve nach LOTKA und ...  mehr
    17. Februar 2011
  • TaniaTukan
    TaniaTukan @StrongBad: Find ich völligen Quatsch dieses Argument, Pharmakonzerne würden ! Abesehen davon, dass hier wahrscheinlich jedem klar ist, dass es keinem dieser Unternehmer oder Manager oder was auch immer um Menschenleben geht - sondern nur um Profit.
    Wenn ...  mehr
    18. Februar 2011
  • KimBeere
    KimBeere ich finde deinen Artikel gut.
    Der Vater einer ehemaligen Freundin von mir ist Chef von Bayer oder irgendein Unterchef.
    Auf jeden Fall verdient der ganz schön viel Geld, was man auch an der Wohnung und Auto etc. sieht, und dann finde ich es schon ganz sc...  mehr
    7. März 2011