Berichte

Unser Brot, ein Klimakiller?

  • Brot. Es gehört einfach zu unserem heutigen Leben dazu. Wir essen es täglich und ob nun als Pausenbrot oder vollwertige Mahlzeit, es ist nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken.

    Doch ist es mittlerweile leider so, dass mit dieser wichtigen Ressource einfach viel zu verschwenderisch umgegangen wird. So produzieren Bäckereien 10- 20 Prozent mehr, als sie tatsächlich verkaufen. Doch was passiert mit den ganzen Mengen an überflüssigem Brot? Es kann doch nicht sein, dass diese wertvolle Ressource, in der nicht nur wichtige Zeit und der Arbeitsaufwand des Bäckers stecken, sondern auch Energie, einfach weggeschmissen wird?

     Bei der Herstellung von 1kg Brot werden 600 Gramm CO2 freigesetzt, das entspricht einer Autofahrt mit einem VW Polo von 4 Kilometern! Und das landet alles einfach im Müll oder wird als Schweinefutter verarbeitet?! So kommen jeden Tag Tonnenweise Brot auf den Müll und damit ungenützte Energie. Unverbraucht und vergessen verschimmelt sie da einfach.

    Da frage ich mich, ob es für uns wirklich so wichtig ist in den Bäckereien eine übergroße Auswahl vorzufinden. Denn dies ist einer der Hauptgründe, weshalb die Bäckereien so viel produzieren. Es entsteht ein richtiger Konkurrenzkampf um uns Kunden. Wer die größte Vielfalt an Brot- und Brötchensorten anbieten kann gewinnt und macht am meisten Gewinn. Und natürlich wirken da leere Regale eher abstoßend. Doch bei diesem Konkurrenzkampf bleiben zwangsläufig viel zu viele Mengen an Brot über.

    Doch was ist nun die Lösung? So kann es natürlich nicht weitergehen, das ist klar. Doch seien wir mal ehrlich, wir profitieren doch von dieser Auswahl und sind damit eigentlich ganz zufrieden. Sicher ist es nicht nötig volle Regale bis zum Abend zu sehen, weil das einfach total überflüssig ist. Doch würde auch eine Reduzierung der Auswahl keine absolute Abhilfe des Problems schaffen.

    Eine sehr interessante Idee finde ich, das überflüssige Brot einfach wieder in den Energiekreislauf zurück zu geben, denn Brot brennt genauso gut wie Holz! In der Bäckerei von Roland Schüren werden die überflüssigen Brote geschreddert und dann in Biomassekesseln verheizt. So können viele Holzpellets gespart werden und das Brot erfüllt einen ganz neuen Zweck. Stellen wir uns vor in allen Bäckereien Deutschlands würde das Brot so verwendet werden, wie viel Energie wir sparen würden! Da könnten wir glatt ein ganzes Kernkraftwerk ausschalten! 

    Natürlich gibt es noch andere Zwecke für die das Brot verwendet werden kann, wie beispielsweise die Belieferung von Tafeln und das Herstellen von Paniermehl. Doch kann damit nicht das ganze Brot verbraucht werden. So würden immer noch Mengen and Brot übrig bleiben. 

    Meiner Meinung nach würde dieses Energiekonzept maßgeblich zur Problemlösung beitragen. Also warum nicht einfach mal probieren?

    Quellen u. a. : http://www.daserste.de/wwiewissen/beitrag_dyn~uid,rf3kfy5pfwnfskpb~cm.asp

Kommentare

7 Kommentare
  • Peet
    Peet @Jutta: Das \"älteres Brot\" am Tag danach billiger verkauft wird, ist fast schon gängig und auch gut so! :) Was mir Sorgen bereitet sind die Billig-Bäcker - Backwerk etc. Vielleicht könnte man da noch etwas nachhaken? Gesund kann dieses Brot nicht wirkli...  mehr
    1. Februar 2011
  • Emila
    Emila DAS Geht doch garn nicht??
    1. Februar 2011
  • UnsereGeneration
    UnsereGeneration Also ich finde es erst einmal erschrecken, wie viele Tonnen Brot jeden Tag auf dem Müll landen. Aber ich finde es auch gut, dass du in deinem Bericht erwähnst, dass wir ja von der Vielfalt als Kunde profitieren, weil wir mehr Auswahl haben.
    Die Idee mit d...  mehr
    1. Februar 2011
  • lolfs
    lolfs Du nennst gute Denkansätze. Jedoch, wenn ich mal abends Brot einkaufen möchte, sind die Regale in der Regel leer.
    2. Februar 2011