Berichte

Auf zur Expedition: Janine

  • Politiker, die nicht sofort etwas gegen Artensterben und Klimawandel tun wollen, sollten mal über Jobalternativen nachdenken. Findet Janine. Die quirlige Biologiestudentin aus Köln ist Teil des Botschafterteams für Dzanga-Sangha. Hierfür fühlt sie sich top vorbereitet: „Meine Schauspielausbildung, meine Pfadfindererfahrung, mein Studium – es ist so, als wäre alles in meinem Leben eine Vorbereitung für diese Aufgabe.“ Die Bühne hat ihr Mut gegeben, das Campen die nötigen Outdoorfähigkeiten, und dank Bio macht ihr in Sachen Flora und Fauna niemand was vor. „Ich bin bereit, ja mehr als das!“

    Janine ist schon seit Jahren aktiv für den WWF unterwegs. So steht sie sich zum Beispiel als Fundraiserin die Beine in den Bauch und versucht, Passanten zu einer Fördermitgliedschaft beim WWF zu bewegen. Für Janine ist der WWF „eine Naturschutzorganisation, die es versteht, Menschen anzusprechen. Hier hat jeder die Möglichkeit, sich aktiv am Umweltschutz zu beteiligen. Genauso muss eine gut funktionierende Organisation sein - nicht nur reden, sondern auch handeln – und handeln lassen.“

    Auch das Eisbärkostüm steht ihr gut. Beim verregneten Klimaaktionstag vor einigen Wochen in Bonn hatte sie keine Scheu, in das schwerfällige und stickige Fell zu schlüpfen und lautstark für ein erfolgreiches Klimaprotokoll von Kopenhagen zu demonstrieren. Dass es jetzt die WWF Jugend gibt, findet Janine klasse: „Da der WWF ja jetzt so viele neue Unterstützer hat, die voll von Energie und Tatendrang sind, stelle ich mir die Zukunft folgendermaßen vor: Reicher an Wäldern, mehr erneuerbare Energien, ein größeres Umweltbewusstsein, das sich in den Köpfen der Menschen verankert hat.“

    Ganz schön optimistisch. Warum aber sollte uns Naturschutz überhaupt so wichtig sein? Für Janine eine ziemlich bekloppte Frage: „Weil die Natur die Grundlage des Lebens ist und auch uns hervorgebracht hat. Sie beeindruckt mich zutiefst und ich kann kaum glauben, welche Raffinesse hinter ihrem System steckt!“ Begeisterung, Humor, Vielseitigkeit – die Hobbyfotografin ist wirklich eine geborene Regenwaldbotschafterin.

    Angst vor Krabbeltieren hat Janine auch nicht. Dass sich beim Dzanga-Sangha-Camp Anfang Juli zwei Zecken so fest an sie geklammert haben, dass davon wohl zwei kleine Narben zurückbleiben werden, stört sie nicht sonderlich – „Ich seh’s als schöne Erinnerung an ein gelungenes Wochenende“, grinst sie. Und wenn im Dschungel noch mehr Insekten auf dir rumkrabbeln, es aus Eimern regnet, du Hunger hast und dich gerade alles nervt, was wirst du dann tun? „Ganz einfach: Mich umschauen und begreifen wo ich eigentlich gerade bin.“

Kommentare

1 Kommentar
  • straetsi
    straetsi gratuliere, dass du es geschafft hast. ich bin mir sicher, dass du deine aufgabe als regenwaldschützerin richtig vertreten wirst! gratuliere!
    10. Juli 2009