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Konsum und ethische Verantwortung

  • Wir alle wissen es doch eigentlich: niedrige Preise drücken die Löhne in der Dritten Welt. Nur weil wir Klamotten schon ab ein paar Euros kaufen wollen, werden irgendwo die Arbeiter/innen in den Fabriken ausgebeutet und erniedrigt. Natürlich trifft eine große Schuld auch die Politik und die Unternehmen, aber was können wir verändern?

     

    Hamburg - Der Preis spricht für sich: Ein T-Shirt und eine kurze Hose für Kinder kosten bei Lidl zusammen 4,99 Euro. "Welcher Kunde ist denn noch so dickfellig und weiß nicht, dass jemand für solche Preise büßen muss?", fragt Kirsten Brodde. "Trotzdem werden die Sachen weiter gekauft."  Zwar gibt es immer wieder einen Aufschrei der Empörung über die Methoden der Discounter,aber was ändern..tut sich nichts!

    Natürlich ist es manchen auch finanziell nicht möglich faire, ökologische und soziale Produkte zu kaufen, sie haben überhaupt keine andere Chance, als die Billigprodukte zu kaufen. Aber um die Näherinnen vernünftig zu bezahlen, müssten die Klamotten  nur gering teurer werden, denn eigentlich geht es nur um ein paar Cent. Denn der Lohn der Näherinnen macht meist nur weniger als ein Prozent des Preises aus!
    Dennoch wir haben die Wahl und was wir kaufen, das wird Produziert.         

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nachhaltigkeit unserer Produkte. Dabei sind eine Wirtschaftsweise und eine Konsumkultur, die natürliche Ressourcen vernutzt und sie nach Gebrauch nicht in den Naturkreislauf zurückgibt, ebenso wenig Nachhaltig und zukunftsfähig wie ungerechte Arbeitsbedingungen und unfairer Handel.
    Unsere Produktions- und Konsummuster sind erst dann im umfassenden Sinne ökologisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich nachhaltig, wenn wir der Natur nicht mehr Rohstoffe entnehmen, als nachwachsen können.
    Ein zukunftsfähiger Lebensstil umfasst daher den Kauf der "richtigen" Produkte, eine gewisse Umstellung und manchmal auch den bewussten Nicht-Konsum. Manchmal sollte man sich doch fragen: "Was brauche ich wirklich und was nicht?"

    Zum Glück gewinnt die Nachhaltigkeit im Konsum bereits an Bedeutung: sei es durch die wachsende Nachfrage z.B. nach Bio-Lebensmitteln, nachhaltigen Geldanlagen oder nach nachhaltigen Tourismus angeboten. Doch leider ist dies immer noch stark in der Minderheit, oft durch Unwissenheit.
    Deshalb ist die Politik gefragt, die staatlichen Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer zu verändern. Der Durchbruch wäre, wenn die Ziele der nachhaltigen Entwicklung auch zur wirtschaftspolitischen Leitschnur und damit zur Orientierung für Investitionen, Forschung und Entwicklung der Unternehmen werden würden.

    Die Verantwortung für die Konsumpolitik erstreckt sich also auf Politik, Unternehmen, Wissenschaft und natürlich...auf uns alle.

                                      

    Hier noch ein paar Tipps:
    http://www.saubere-kleidung.de/
    http://www.nachhaltig-einkaufen.de/
    http://www.fairtrade.de/
     

     

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,687968,00.html
    www.nachhaltigkeitsrat.de/uploads/media/Broschuere Konsum und Nachhaltigkeit texte Nr 31 Maerz 2010.pdf
                                                           

Kommentare

15 Kommentare
  • NilsR
    NilsR Ich kauf auch ungern Markenprodukte, ich kaufe einfach Produkte aus z.B. reiner Schurwolle. Diese Produkte werden mit 100%ger Sicherheit in Irland oder England oder Schottlang gefertigt, dafür bezahlt man zwar etwas mehr, aber man unterstützt nicht mehr d...  mehr
    16. Dezember 2010
  • Helen
    Helen Hier noch ein paar Tipps zum mal reinschauen:

    http://www.saubere-kleidung.de/
    ...  mehr
    17. Dezember 2010
  • Taki
    Taki Ist doch eine Klasse form der Wirtschfts und Aufbauhilfe wenn Billiglohn Länder was Produktives für die Weltwirtschaftshandel tun. Macht doch irgendwie Sinn Stadt ohne Geld als Detschland Billiglohnland Armut den vortschritt.
    18. Dezember 2010
  • Saida
    Saida Im einzel Fall vielleicht nicht aber wenn man das auf den ganzen Einkauf rechnet merkt man schon einen Unterschied. Du kannst ja mal nen Versuch machen ;) Würde mich interessieren, wenn du darüber einen Bericht schreibst :)
    19. Dezember 2010