Berichte

Der Holzweg in die richtige Richtung

  • Jedes Jahr werden etwa 13 Millionen Hektar Wald vernichtet. Eine Fläche von der Größe Griechenlands! Raubbau an Urwäldern, illegaler Holzeinschlag, rasante Abholzung. Die lokalen Gemeinden verlieren dabei häufig ihre Landrechte und die zum Überleben wichtigen Naturressourcen. Wir können das ändern. Indem wir Holzprodukte aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft kaufen. Das Öko-Holz-Zertifikat „FSC“ garantiert international die umweltgerechte und sozial verträgliche Bewirtschaftung von Wäldern.

    Und jetzt die gute Nachricht: Immer mehr Geschäfte bieten eine immer breitere Palette an FSC-Holzprodukten an. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Unternehmensbefragung des WWF. Im gesamten Bundesgebiet kann man in über 1.800 Filialen der großen Einzelhändler die verschiedensten FSC-Produkte kaufen - vom Küchentisch und Gartenstuhl über Pinsel und Stifte bis hin zum Werkzeug und Fußboden.

    alt„Das Ergebnis zeigt, dass sich inzwischen auch die großen Baumärkte und Versandhändler darum bemühen, Holz aus Raubbau an Urwäldern und aus illegalen Quellen auszuschließen“, sagt WWF Waldexpertin Nina Griesshammer. „Dies ist gut so, und man sollte sich beim Kauf von Holzprodukten nicht mit vagen Aussagen abspeisen lassen, sondern auf das FSC-Zertifikat achten.“ FSC steht für "Forest Stewardship Council". Diese internationale Organisation, gegründet 1993, wird von Umweltverbänden wie dem WWF, von Waldbesitzern, der Holzindustrie, Gewerkschaften und einheimischen Völkern unterstützt.

    Der FSC ist unabhängig und verfolgt keine finanziellen Interessen. Über 116 Millionen Hektar Wald weltweit - das entspricht ungefähr dem zehnfachen der gesamten deutschen Waldfläche - werden inzwischen regelmäßig auf die Einhaltung der anspruchsvollen Kriterien des FSC überprüft. Da gehören ökologische, aber auch soziale Kriterien dazu. „Das System des FSC ist das derzeit einzige internationale Zertifizierungssystem, das die Verwendung von Holz aus Raubbau ausschließt“, versichert Nina.

    Deshalb: Verschaff dir den Überblick, wenn du etwas aus Holz kaufen willst. Im neuen WWF Verbrauchertipp „FSC-Holzprodukte 2009“ steht drin, welche Unternehmen welche FSC-Produkte anbieten. Auf den WWF Internetseiten kannst du nach Anbietern von FSC-Gartenmöbeln in der Nähe deines Wohnorts suchen.
    Wo hast du FSC-Produkte im Laden gesehen? Musstest du nachfragen oder lagen die Sachen schon gut sichtbar im Regal? Wer aus deinem Freundeskreis kennt dieses Label schon?
     

Kommentare

6 Kommentare
  • NeleMarie gefällt das
  • straetsi
    straetsi von wem wurde das fsc den gegründet? politik, eu oder ehrenamtlich?
    10. Juli 2009
  • Marcel
    Marcel @ straetsi: Der Forest Stewardship Council wurde 1993 als gemeinnützige Mitgliederorganisation gegründet. Da trafen sich Interessenvertreter von Umweltorganisationen, darunter auch des WWFs, von indigenen Völkern, forst- und holzwirtschaftlichen Unternehm...  mehr
    13. Juli 2009
  • Marcel
    Marcel @ Hele: Leider sind die deutschen Forste zum großen Teil noch nicht nachaltig, denn von rund 11 Mio ha in Deutschland sind nur 480.000 ha FSC-zertifiziert. Das FSC-Siegel ist aus Sicht des WWF das einzige Siegel, das nachhaltige Forstwirtschaft nachweisen kann.
    15. Juli 2009
  • Foster
    Foster Ich finde es sehr schade, dass nur so eine relativ kleine Fläche in Deutschland nachhaltig
    wirtschaftet. Letztens habe ich FSC-Holzkohle bei Plus gekauft, doch diese ist aus
    Polen und nicht aus Deutschland =(.
    23. Juli 2009