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Tipps und Fakten zum ökologische Grillen!

  • Der Mai hat begonnen und es wird immer wärmer. Das heißt die Grillsaison kann starten! Es gibt einige Tipps, die man beachten kann, um seinen ökologischen Fußabdruck nicht allzu sehr zu belasten. In diesem Bericht könnt ihr euch einige Tipps einholen, um einen möglichst gemütlichen und nachhaltigen Grillabend mit Freund:innen und/oder der Familie zu verbringen!

    © Pixabay

    1. Das Grillequipment

    Aluminium findet man überall beim Grillen, vor allem die kleinen Aluminiumgrills sieht man oft in den Parks. Doch Aluminium ist so ziemlich das problematischste Material, das es gibt! Denn rund ¾ des weltweiten Energiebedarfs des Industriesektors gehen auf das Konto von Aluminium. Außerdem sorgt Aluminium für Waldzerstörung und massive Umweltverschmutzung.

    Und auch die kleinen Aluschalen sind unbedingt zu vermeiden!

    Die Alternativen:

    Kauft euch lieber einen kleinen transportablen Grill, den man immer wieder verwenden kann. Und statt der Aluschalen kann man auch wiederverwendbare Schalen aus Keramik oder Edelstahl benutzen.

     

     

     © Pixabay

     

    2. Das Feuer

    Allgemein empfiehlt der WWF beim Kauf von Holzkohle vor allem auf das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) zu achten! Denn sonst passiert es schnell, dass man an Holzkohle aus Tropenwald-Raubbau gerät. Das Siegel gewährleistet, dass die Rohstoffe aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammen.

    Denn da Holzkohle nicht unter die Europäische Holzhandelsverordnung (EUTR) fällt können weder die eigentlich dafür zuständigen Behörden noch der Zoll etwas bei Grillkohle-Importen aus illegaler Waldrodung tun. Die EUTR soll gewährleisten, dass in die EU eingeführtes Holz aus legalen Quellen stammt, leider gehört Grillkohle zu den Ausnahmeprodukten.

    Daher ist Legalität aktuell bei in Deutschland verkaufter Grillkohle rein freiwillig.

    Fakt am Rande: 2018 wurde in Deutschland eine Menge von rund 250.000 Tonnen an Holzkohle verwendet, so viel wie in keinem anderen Land!

    Sinnvolle Alternativen zur Grillkohle:

    -Wenn Holzkohle dann unbedingt FSC-zertifiziert!

    -Eine ökologisch unbedenklichere Alternative zum Grillen auf Holzkohle sind Elektro-Grills (am besten mit „grünem Strom“) oder Gas-Grills.

     

    Die Wahl des richtigen Grillanzünders ist ebenfalls von wichtiger Bedeutung. Statt übelriechender chemischer Brandbeschleuniger empfiehlt der WWF eher einen Kaminanzünder zu verwenden, da bei dessen Herstellung keine chemischen oder synthetischen Bestandteile benutzt werden.

    Mit etwas brennendem Papier bringt man so die Kohle auch sehr schnell zum Glühen. Und es hat positive Nebeneffekte: Die im Holz befindlichen ätherischen Öle riechen angenehm und halten Insekten fern!

     

    3. Was kann auf den Grill

    Auch beim Grillgut ist es wichtig die Augen offen zu halten: vor allem auf Bio-Siegel achten und auf regionale Produkte zurückgreifen, damit macht man alles richtig!

    Auf brasilianisches Rindfleisch zum Beispiel sollte verzichtet werden: Rund 70% der Amazonas-Wälder werden vernichtet, um endlose Weideflächen für Rinder zu schaffen. Dann rückt die Sojaindustrie nach, übernimmt die Weideflächen und drängt wiederum die Rinderfarmer weiter in den Regenwald.

    Soja wiederum wird in Europa zum größten Teil als Futter für Mastvieh verwendet und damit wieder für die Fleischproduktion.

     

     

    Brandrodung im Amazonas © Araquém Alcântara / WWF Brazil

     

    Was ist nun also wichtig?

    Ein bewusster oder geringer Fleischkonsum kann einiges ins Rollen bringen und es gibt einige Fragen, die du dir selbst stellen kannst:

    Muss es unbedingt ein billiges Steak aus der Massentierhaltung oder von Übersee sein - will ich damit die Sofafütterung unterstützen?

    Oder bevorzuge ich Fleisch aus regionaler Bio-Haltung und gebe dafür gerne etwas mehr Geld aus?

    Oder komme ich sogar mit weit weniger Fleisch aus?

    ©Pixabay

    Vor allem Gemüse wie beispielsweise Auberginen, Paprika oder Zucchini mit etwas Öl und Gewürzen ist gegrillt besonders lecker!

    Ihr könnt einfach euer Lieblingsgemüse in Scheiben schneiden und auf Schaschlickspieße stecken!

    Falls ihr gerne Fisch auf eurem Grill habt, hilft euch hier bei der richtigen Auswahl vor allem der WWF-Fischführer.

    Hier findet ihr den WWF Fleisch- und Fischratgeber um euch noch etwa genauer zu informieren!

     

    4. Das Besteck

    Wenn man beispielsweise im Park grillt, verwendet man gerne mal Plastikgeschirr- und Besteck. Dadurch wird allerdings Unmengen an Müll produziert, den man leicht vermeiden kann indem man wiederverwendbares Besteck verwendet.

    Die Natur wird es euch danken!

     

    5. Wenn es kälter wird…

    Wenn es dann abends etwas kühler wird wenn die Sonne untergegangen ist, gibt es doch nichts Schöneres als gemeinsam am Lagerfeuer zu sitzen! Denn vor allem gasbetriebene Wärmestrahler sind zwar angenehm aber nicht sehr umweltfreundlich.

     

    Dies waren nun einige Tipps und Fakten rund um das Thema ökologisches Grillen! Habt ihr euren Grill dieses Jahr bereits benutzt? Und was habt ihr am liebsten auf dem Grill?

     

    Quellen:

    Grilltipps vom WWF

    Was ist "gutes" Fleisch?

    Der WWF Einkaufsratgeber

    Grillkohle - der hohe Preis fürs Grillen

    Weitere Tipps in einem Youtubevideo zusammengefasst!

    Verlust des Regenwaldes

     

Kommentare

3 Kommentare
  • SteffiFr
    SteffiFr Ich finde Gemüsespieße sehr lecker oder gefüllte Champignons. - Da bekomme ich grad Appetit ;-)
    5. Mai
  • Leana
    Leana @SteffiFr Jaa die sind super lecker, ich freue mich schon auf das nächste Mal grillen!
    6. Mai
  • NoahF
    NoahF Ich finde das Thema sehr wichtig, möchte daher noch anmerken, dass auch in FSC-Grillkohle von Ökotest-2009 bereits Tropenholz gefunden wurde.
    https://www.br.de/radio/bayern1/inhalt/experten-tipps/umweltkommissar/grillkohle-grillen-kohle-holz100.html
    16. Mai