Berichte

Die Zukunftsmutigen - Das allererste Treffen

  • Am vergangenen Freitag war es endlich soweit: Aufgeregt testete ich noch einmal mein Headset und meine Kamera, zückte Lieblings-Kulli und Notizblock und wählte mich schließlich mit klopfendem Herzen in das allererste ZOOM-Meeting der Zukunftsmutigen ein. Hoffnungen, Träume, Ängste…all das schwirrte in flatternden Fetzen aufgeregt durch meinen Kopf und wie ich später feststellte, war ich da zu meiner Erleichterung längst nicht allein.

    Quer über Deutschland verstreut, hatten sich alle Zukunftsmutigen eingewählt (ob im heimischen Wohnzimmer, im Auto auf der Fahrt nach Hamburg oder auf einer Bank in der warmen Juni-Sonne) und zu all den ersten, interessanten Beschreibungen aus dem Forum tauchten nun endlich auch die dazugehörigen Gesichter auf. Mit wachsender Begeisterung stellte ich fest, dass ich endlich eine wunderbare, bunte Gruppe von Menschen gefunden hatte, die genauso dachten wie ich. Denen dieselben Gedanken durch den Kopf flogen und die wie ich, von einer besseren, faireren und nachhaltigeren Zukunft träumten, in der wir alle in Einklang mit unserem blauen Planten und seinen faszinierenden Geschöpfen leben würden.

    Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, erklärten Laura und Anne (die als unsere engagierten und sehr sympathischen Projektleiterinnen gemeinsam mit uns zukunftsmutig sein wollen), wie ihre Ideen und Vorstellungen für dieses Projekt so aussehen, dass Postwachstum und Degrowth eine wichtige Rolle spielen werden und baten uns schließlich selbst einmal darüber nachzudenken, was uns denn so für Gedanken zum Zukunftsmutig sein und dem anstehenden Projekt bewegten.

    Erst in kleineren Gruppen, aufgeteilt in sogenannte Breakout-Rooms, und danach noch einmal in größerer Runde trugen wir all die Hoffnungen zusammen, die sich so in uns tummelten, aber auch die Zweifel, die wir hoffentlich bald voller Tatendrang und Motivation, die Welt zu retten, aus dem Weg räumen können. Da war ganz viel Hoffnung, wirklich etwas zu bewegen. Eine Menge Hoffnung, neues zu lernen und mit diesem Wissen etwas auf die Beine zu stellen, dass unsere Zukunft vielleicht noch in letzter Sekunde in eine völlig andere, bessere Richtung lenken kann. Hoffnung darauf, dass wir neben all den düsteren Dystopien auch bunte, aufregende Utopien errichten können, die womöglich nicht nur eine Vision bleiben, sondern tatsächlich zur Wirklichkeit werden. Sicher, all diese Hoffnungen wurden, wie so oft, auch von ihren Zweifeln begleitet. Zweifel daran, ob unseren Gedanken und Worten auch wirklich Taten folgen würden, Zweifel daran, was wir als junge Menschen überhaupt bewegen können, Zweifel daran, dass wir von unseren eigenen Erwartungen enttäuscht werden würden…
    Doch ich denke, Zweifel gehören zum Leben dazu. Sie sind es, was uns am Ende stärker macht und zeigen uns, dass es oft nicht die gepflasterten Wege sind, die uns an wunderbare Ziele führen, sondern versteckte, überwucherte und steinige Pfade, die den Mut erfordern, über den eigenen Schatten zu springen und das zu tun, was andere für unmöglich halten.

    Und ich denke, dass ich damit nicht allein bin. Am Ende schienen diese Zweifel uns nicht entmutigt zu haben, sondern voller Vorfreude auf eine spannende, hoffnungsvolle Zeit beendeten wir unser allererstes Meeting, das in dieser seltsamen Corona-Zeit völlig anders stattfinden musste als ursprünglich geplant. Wir wollen mit euch zusammen, die Zweifel aus dem Weg räumen und stattdessen die Hoffnungen verfolgen und voller Leidenschaft und Herzblut gemeinsam zukunftsmutig sein.

    So, wer hat euch das alles nun erzählt? Wer steckt hinter den getippten Buchstaben?
    Damit auch ihr als Community ein Bild von uns allen bekommt, haben wir uns überlegt, jeden von uns nach und nach kurz vorzustellen, während wir euch regelmäßig mit solchen Berichten auf dem Laufenden halten! Und ich starte nun mal damit:

    Ich bin Katharina, ich bin 21 Jahre alt und ich bin zu meiner unbändigen Freude bei den
    Zukunftsmutigen mit dabei :)
    Ich studiere Psychologie, habe eine Vorliebe fürs Reisen und all die faszinierenden Orte und
    Geschöpfe die unseren Planeten so einzigartig machen (wenn es nicht gerade Spinnen sind, die
    gruseln mich ziemlich :D) und lese für mein Leben gern. Viel mehr als ein gutes Buch und einen
    frischen Pfefferminztee braucht es nicht, um mich für eine ganze Weile glücklich zu machen. Ich liebe
    die zauberhafte Welt von Harry Potter über alles (meine Kindheitsheldin wird für immer Hermine
    Granger bleiben :D), mein Lieblingsessen ist vegetarischer Döner (gekauft beim Dönerladen meines
    Vertrauens in einer mitgebrachten Box, um all den Müll zu vermeiden) und ich träume davon, später
    einmal als Schriftstellerin in einem kleinen Haus am Meer zu leben, mit buntem Obst-&-Gemüse-
    Garten, einem eigenen Pferd und einem knuddeligen Hund.
    Ich lache gern, liebe gutes Essen, rede unglaublich viel (sehr zum Leidwesen meiner Familie) und
    treffe mich gerne mit Freunden zum Kochen, Quatschen, Filmschauen oder Verreisen, egal ob Kanu-
    Tour in Deutschland oder Backpacking in Irland.

    Aber was mich schon lange nicht mehr loslässt, ist die Tatsache, dass eine erschreckende Menge von dem, was das Leben meiner Meinung nach so lebenswert macht, so gefährlich bedroht wird.
    Und so hat sich bei mir erst schleichend und dann immer fordernder eine Veränderung breit
    gemacht, sowohl gedanklich als auch konkret im Alltag, die mich emotional so gepackt hat, dass
    inzwischen ganz klar etwas für mich feststeht: So wie jetzt, kann es nicht weitergehen!
    Also habe ich damit begonnen, mich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen, Bücher
    und das Internet durchforstet und schließlich meine Ernährung umgestellt, meinen
    Klamottenkonsum überdacht, mein Badezimmer nach und nach vom Plastik befreit, damit
    angefangen den örtlichen Unverpacktladen zu unterstützen, um so hoffentlich dem Zero-Waste-
    Lifestyle immer näher zu kommen und schwinge mich wann immer möglich aufs Rad, auch wenn es
    mal regnet. Aufgrund der aktuellen Situation und dem plötzlich digitalen Studium habe ich nun auch
    die Möglichkeit, mal wieder länger zuhause bei meiner Familie zu sein und so habe ich (begleitet von
    vielen, schweißauftreibenden Diskussionen) mit der Unterstützung meiner Mutter die letzte Zeit
    damit verbracht, auch meine Familie mehr mitzureißen. Ich mache sicher längst nicht alles perfekt,
    aber ich versuche voller Leidenschaft mein Bestes zu geben und beim Durchklicken hier auf der
    WWF-Jugend-Homepage habe ich festgestellt, dass ich da ganz und gar nicht allein bin. Hier scheint
    eine ganze Menge von tollen Menschen aktiv zu sein, die genau dasselbe wollen, wie ich: Eine bessere Welt.

    Also, ihr Lieben, ich freue mich wahnsinnig darauf, nun endlich selbst etwas bewegen zu können, was über mein eigenes Leben hinausgeht und mit euch zusammen die Welt zu verändern und unsere eigenen zukunftsmutigen Helden zu werden, die die Welt nun braucht. Lasst uns das Richtige tun!

Kommentare

7 Kommentare
  • Mareikeee
    Mareikeee Vielen Dank, für den schönen Bericht, mensch muss einfach lächeln, wenn man die Zeilen liest und die Begeisterung und den Tatendrang spürt, den du zwischen die die Buchstaben gelegt hast Ich freue mich, auf dem Laufenden gehalten zu werden und euch...  mehr
    15. Juni - 1 gefällt das
  • Raquel
    Raquel Lieben Dank für die wirklich gelungene Zusammenfassung unseres ersten Treffens! freue mich sehr auf weitere so inspirierende Treffen mit euch!
    16. Juni - 1 gefällt das
  • annewi
    annewi Danke Kathi für den tollen Einblick wie es dir in unserem ersten Treffen ging!!
    17. Juni - 1 gefällt das
  • Laura
    Laura Wow, wie schön geschrieben! Danke für diesen super tollen Bericht Ich freue mich auf morgen!
    18. Juni