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Studiengang "Biologische Diversität und Ökologie"

  • Hey Leute!

    Ich fange nächste Woche mein Studium mit dem Namen "Biologische Diversität und Ökologie" in Göttingen an. Hierzu wollte ich Euch gern mal darüber informieren, was das ist und was man damit später für Berufschancen hat. Denn dieser Studiengang ist echt interessant!

    Erst einmal möchte ich den Begriff Biodiversität erklären, hierzu stelle ich einige Erklärungen von Internetseiten auf ;-):

    Was ist Biodiversität?
    Biodiversität bedeutet übersetzt "Vielfalt des Lebens"; der Begriff kann jedoch auf verschiedenen Ebenen angewendet werden. Er kann sowohl die genetische Vielfalt innerhalb einer Population bezeichnen als auch den Grad des Artenreichtums in einem bestimmten Habitat. Weiterhin wird damit in einem allgemeinen Zusammenhang der gesamte Artenreichtum auf der Erde bezeichnet, besonders in der Öffentlichkeit und den Medien, wenn es um die Bedrohung der Artenvielfalt durch den Menschen und den Klimawandel geht (ob nun durch menschliche Einflüsse oder langfristige natürliche Klimaveränderungen).
    Auf diesen Seiten geht es zumeist um die letzten beiden Definitionen der Biodiversität. Nach der letzten Definition ist Biodiversität also die Vielfalt des Lebens auf der Erde, die Variationen, in denen die Millionen von Tieren (es sind allein über 400.000 Käferarten beschrieben...) und Hunderttausende von Pflanzenarten vorkommen. Ein ganzer Forschungszweig beschäftigt sich mit der Untersuchung dieses Fragenkomplexes, vor allem Ökologen, aber auch Taxonomen und Systematiker, die durch die nie enden wollende Beschreibungen neuer Arten und die Einteilung in verwandtschaftliche Gruppen ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Ökologen untersuchen Nahrungsbeziehungen, konstruieren Nahrungsnetze und untersuchen Stoffkreisläufe innerhalb von Lebensgemeinschaften (d.h. in einem Gebiet zusammenlebende und interagierende Lebewesen).
     


    Wozu, außer natürlich, um den Forscherdrang zu stillen, sind diese Untersuchungen aber notwendig? Die einfache Antwort: Man kann nur das schützen, was man kennt. Um Konzepte zu entwickeln, wie man die jeweilige Art schützen will, muss man natürlich wissen, wie ihre Ansprüche sind, und auch die der Lebewesen, mit denen sie interagieren, sei es nun durch Nahrungs- oder Lebensraumkonkurrenz oder auch einfach Gefressenwerden... Es gibt aber auch grundlegende Fragen, die für einen Großteil der lebendigen Welt gelten. Eine davon wird auch in Deutschland diskutiert und ist auch in das vor nicht allzu langer Zeit geänderte Naturschutzgesetz eingeflossen: Sollte man eher ein großes Schutzgebiet befürworten oder mehrere kleinere, die durch Korridore verbunden sind? Für ein großes Gebiet spricht die dann mögliche Populationsgröße. Eine große Population ist Ausfällen gegenüber - zum Beispiel durch klimatische Veränderungen - meist widerstandsfähiger als eine kleine Population. Zum einen wäre in unserer Gesellschaft natürlich ein riesiges Schutzgebiet nicht durchzusetzen, abgesehen davon, dass solch ein großes Gebiet wohl schwierig zu finden sein dürfte. Es ist also aus praktischen Gründen schon nicht machbar. Ein weiterer wichtiger Vorteil bei mehreren Gebieten, die miteinander verbunden sind: Die einzelnen Subpopulationen leben in jeweils voneinander unterschiedlichen Habitaten, was die genetische Variabilität erhöht. Sie stehen aber über die Korridore miteinander in Verbindung und tragen so immer wieder zur Auffrischung des Genpools der Subpopulationen bei. Hier birgt natürlich die geringere Populationsgröße eine Gefahr, da die Gefahr des Aussterbens dann entsprechend größer ist. Man muss also immer abwägen, wie groß man die Schutzgebiete plant, um die negativen Effekte möglichst zu minimieren.


    Unbeantwortet ist jedoch noch die Frage, weshalb die Erhaltung der Biodiversität eigentlich so wichtig ist. Ein altbekanntes und auch schon stark strapaziertes Sprichwort passt als Einleitung sehr gut:
    "Die Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen die Natur."
    Dahinter verbirgt sich, dass, sollte die Menschheit einmal aussterben, das vielfältige sonstige tierische und pflanzliche Leben sich wieder erholen wird, wobei der dafür notwendige Zeitraum natürlich davon abhängt, wieviel die Menschen bis dahin zerstört haben werden. Wir Menschen können jedoch ohne diese Umwelt nicht existieren. Das Zusammenleben und -wirken der Arten, das gewiss zum größten Teil aus menschlicher Sicht wenig harmonisch erscheinen mag, ist dennoch ein System, das sich über einen langen Zeitraum eingespielt hat. Dies jedoch als starres Gleichgewicht zu sehen, wäre nicht richtig, denn es gibt immer starke Schwankungen und auch Einbrüche durch verschiedenste Einwirkungen teilweise sehr komplexer Art, und viele, die man auch einfach als zufällig bezeichnen kann. Vor allem in mittleren Zeiträumen ist dieses jedoch vereinfacht als fließend-stabiles System zu sehen. Dies ist auch in der hohen Anzahl an beteiligten Organismen und auch unbelebten Faktoren begründet. So werden Ausfälle oft schnell durch Nachrücker mit ähnlichen Ansprüchen ersetzt; natürlich gibt es hier weniger wichtigere und wichtigere (Schlüssel-)Arten, deren Ausfall, Dezimierung oder auch erhöhtes Vorkommen massive Auswirkungen auf die anderen Teile des Ökosystems hat. Der Mensch ist solch eine Schlüsselspezies. Die "Wichtigkeit" einer Art kann leider nicht auf den ersten oder zweiten Blick durch seine Stellung im Nahrungsnetz eingeschätzt werden. Räuber an der Spitze des Nahrungsnetzes sind meist sehr wichtig, da ihr Fehlen ein massiv erhöhtes Auftreten ihrer Beute zur Folge haben kann, wenn kein anderer Räuber ihren Platz einnimmt. Auch Arten in den unteren Ebenen sind, da ihre Dezimierung den anderen Organismen die Nahrunsgrundlage entzieht, ein kritischer Teil des Systems. Zwar kommen sie immer in verhältnismäßig hoher Anzahl vor, so dass es schwer erscheint, einen wesentlichen Teil ihrer Gesamtheit zu entfernen; jedoch kann eine Änderung ihrer Lebensbedingungen, so zum Beispiel die chemische Zusammensetzung des Wassers oder das Vorhandensein bestimmter Nährstoffe im Boden, drastische Auswirkungen haben. Nicht immer dienen sie dabei nur als Nahrung; so bieten bspw. die Korallen einer Vielzahl von Lebewesen auch Lebensraum in Form von als Unterschlupf genutzten Höhlen oder Aufwuchsfläche. Dabei ist die Vielfalt des Lebens im Bereich der Riffe sprichwörtlich. So sind beispielsweise im Fischfang die Auswirkungen in den entsprechenden Gebieten nach dem Korallensterben stark zu spüren.
    (Quelle: http://www.biologische-diversitaet.de/)
     

    Ebenen, Indikatoren und Maße der Biodiversitätsabschätzungen
    Die Biodiversität einer Region umfasst verschiedene Ebenen (Stufen) der Vielfalt, die wie folgt (vereinfacht) gegliedert werden können:

    1.genetische Diversität – einerseits die genetische Vielfalt aller Gene innerhalb einer Art (= Genetische Variabilität), andererseits die gesamte genetische Vielfalt einer Biozönose oder eines Ökosystems;
    2.Artendiversität – die Vielzahl an Arten in einem Ökosystem;
    3.Ökosystem-Diversität – die Vielfalt an Lebensräumen und Ökosystemen;
    4.Funktionale Biodiversität – die Vielfalt realisierter ökologischer Funktionen und Prozesse im Ökosystem (zum Beispiel Stoffabbau-Kapazitäten).
    Eine Charakterisierung der Biodiversität sollte im Prinzip alle vier Ebenen einbeziehen. Am besten definiert ist dabei die Artenvielfalt einer Biozönose, insbesondere die jeweilige Artenzahl. Verwendbare Definitionen der anderen Ebenen liegen nicht vor, obwohl dazu Vorarbeiten erbracht worden sind.

    Die Biodiversitäts-Konvention (CBD) hat eine Reihe von messbaren direkten und vor allem indirekten Indikatoren für Biodiversität und deren Entwicklung zusammengestellt. Dazu zählen:

    die Abundanz und Verteilung von Arten,
    die Waldfläche,
    die Fläche geschützter Areale (Naturschutzgebiete etc.),
    die Wasserqualität von Meer- und Süßwasser (Eutrophierung, Verschmutzung etc.),
    Zahl der Träger von traditionellem Naturwissen durch Ureinwohner.
    Dabei handelt es sich (aufgrund der methodischen Schwierigkeiten) nicht um Maßzahlen für die Biodiversität selbst, sondern um besser bekannte oder leichter messbare Ersatzgrößen (eng.: proxies).

    Zur Messung der Artenvielfalt in größerem Zusammenhang als dem der einzelnen Lebensgemeinschaft ist besonders der Ansatz von Whittaker bedeutsam. Nach Robert H. Whittaker (1960, 1977) wird Artendiversität in Alpha-, Beta-, Gamma-, Delta- und Epsilon-Diversität eingeteilt. Diese Einteilungen beschreiben Diversitätsmuster in Abhängigkeit von der beobachteten Fläche bzw. Flächenverteilungsmustern.

    Biodiversität und Funktionalität von Ökosystemen
    Bezüglich der Bedeutung der Biodiversität für die Funktionalität von Ökosystemen gibt es folgenden breiten wissenschaftlichen Konsens. Als gesichert gilt:

    Die funktionalen Eigenschaften von Arten haben einen starken Einfluss auf die Eigenschaften eines Ökosystems. Aus der relativen Häufigkeit einer Art allein lässt sich dabei nicht immer die Bedeutung dieser Art für das Ökosystem ableiten.
    Die Effekte von Artensterben und Veränderungen von Artenhäufigkeiten weichen in verschiedenen Ökosystemen voneinander ab.
    Manche Eigenschaften von Ökosystemen sind anfangs unempfindlich gegenüber dem Aussterben von Arten, da mehrere Arten dieselbe Funktion innerhalb eines Ökosystems erfüllen, einzelne Arten relativ geringe Beiträge zur Funktionalität eines Ökosystems leisten (Redundanz) und da abiotische Faktoren häufig entscheidender sind als die Artenzusammensetzung.
    Mit zunehmender räumlicher und zeitlicher Variabilität nimmt die Zahl der für die Funktion von Ökosystemen notwendigen Arten zu.
    Als wahrscheinlich gilt:

    Es bestehen für die Funktion von Ökosystemen wichtige Komplementaritäten zwischen Arten.
    Die Anfälligkeit einer Lebensgemeinschaft für das Eindringen von Neobiota hängt von der Artenzusammensetzung ab, sie steigt mit sinkender Artenvielfalt. Allerdings hängt die Anfälligkeit für Neobiota oft stärker von anderen Faktoren als der Artenvielfalt ab ("Sättigung" der Lebensgemeinschaft), wie Propagule pressure, Störfaktoren oder Rohstoffverfügbarkeit.
    Wenn vorhandene Arten unterschiedlich auf Störfaktoren reagieren, dann kann die Funktion des Ökosystems bei Störeinflüssen eher erhalten bleiben, als wenn die vorhandenen Arten eher ähnlich auf Störfaktoren reagieren.
    Ökonomische Aspekte der Biodiversität und Eigentumsrechte [Bearbeiten]
    Es gibt verschiedene Ansätze, den ökonomischen Wert der biologischen Vielfalt abzuschätzen. Nach einer fachwissenschaftlich stark kritisierten, aber für die Wahrnehmung des Problems wichtigen Studie von Robert Costanza und Kollegen liegt die umgerechnete monetäre Leistung der irdischen Ökosysteme 30 Billionen Euro pro Jahr; dies ist ein Mehrfaches des weltweit in der Geldwirtschaft erarbeiteten Sozialprodukts.

    Bedeutsam ist der Versicherungswert der biologischen Vielfalt (Optionswert), da dieser durch die funktionale Vielfältigkeit der Arten die Anpassung der Ökosysteme an sich ändernde Umweltbedingungen erleichtern kann (vgl. Ecological Insurance Hypothesis; Yachi & Loreau 1999). Wirtschaftliche Bedeutung hat die Biodiversität aus Sicht der Umweltökonomie außerdem als Reservoir von potenziellen Arznei-Wirkstoffen und von Genen für die landwirtschaftliche Sortenzüchtung, für biotechnologische Prozesse oder für bionische Entwicklungen (Optionswert). Während sich interessierte Wissenschaftler und Firmen-Vertreter in der Vergangenheit frei an der Biodiversität fremder Länder bedienen konnten (Biopiraterie), führte die Biodiversitäts-Konvention Eigentumsrechte eines Staates an seinen genetischen Ressourcen ein. Über einen Access and Benefit Sharing (ABS) genannten Mechanismus wird versucht, die Nutzung der genetischen Ressourcen zu erleichtern, gleichzeitig die Quellen-Ländern der Biodiversität an deren wirtschaftlicher Nutzung teilhaben zu lassen.

    Hotspots der Biodiversität
    Fast ein Drittel der Arten der Amphibien gelten als vom Aussterben bedrohtDie global tätige Umweltschutzorganisation Conservation International nennt eine Zone (geografisches Gebiet), in der die Biodiversität besonders groß ist, Biodiversitäts-Hotspot.

    Conservation International hat 34 Gebiete als Biodiversitäts-Hotspots ausgewählt. Sie wurden nach folgenden Kriterien ausgewählt:

    Das Gebiet beherbergt mindestens 1500 einzigartige oder endemische und Pflanzenarten,
    70 Prozent der ursprünglichen Flora und Fauna sind in diesem Gebiet durch Rodung oder invasive Arten verloren gegangen.
    Auf nur 2,3 Prozent der globalen Landfläche, die die Hotspots ausmachen, leben drei Viertel aller bedrohten Säugetiere, Vögel und Amphibien, 42 Prozent der Landwirbeltiere und etwa die Hälfte der weltweiten Pflanzenarten.

    Sonstiges
    Die Vereinten Nationen haben den Internationalen Tag der biologischen Vielfalt seit dem Jahr 2000 auf den 22. Mai festgesetzt, den Tag der Verabschiedung der Konvention (zuvor war seit 1994 der 29. Dezember dafür benannt, der Tag ihres Inkrafttretens).
    Das Jahr 2010 wurde von der UNO als Internationales Jahr der biologischen Vielfalt ausgerufen.
    (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Biodiversit%C3%A4t)

    Das zu der Begriffserklärung. Nun möchte ich Euch schreiben, wie das Studium abläuft:

    Biodiversitätsstudium in Göttingen

    Biodiversitätsforschung und Ökologie —
    Forschung für eine Zukunft der Biosphäre

    Die Biodiversität, d. h. die Vielfalt der Lebewesen und ihrer Lebensräume, stellt ein wesentliches Element der Ökosysteme der Erde dar. Diese Vielfalt ist durch die Ausbreitung der Menschheit und deren steigende Ansprüche an die natürlichen Ressourcen zunehmend gefährdet. Bis zu 90 Prozent der auf der Erde vermutlich existierenden Arten sind der Wissenschaft wahrscheinlich noch gar nicht bekannt. Auch die Kenntnis der Rolle der bekannten Arten im Naturhaushalt ist noch sehr begrenzt. Ein besseres Verständnis der Biodiversität und ihrer Bedeutung in Ökosystemen ist daher dringend erforderlich und wird auch für die Existenzsicherung der Menschen benötigt. Das Studium von Biologischer Diversität und Ökologie ist somit ebenso aktuell wie zukunftsweisend.

    Biodiversitätsstudium in Göttingen

    Die geografische Lage im südlichen Niedersachsen, in der Mitte Deutschlands, macht Göttingen zu einem idealen Ausgangspunkt für das Studium der Diversität von Fauna, Flora, Vegetation und Ökosystemen in Mitteleuropa. Bereits in unmittelbarer Umgebung der Stadt führen unterschiedliche geologische Ausgangsbedingungen und Landnutzungsformen zu einem vielfältigen Muster von Lebensräumen und Lebensgemeinschaften. Innerhalb eines Umkreises von 150 km liegen so unterschiedliche Naturräume wie Harz, Lüneburger Heide, Weserbergland, Rhön und Thüringer Wald mit ihren Nationalparks und Biosphärenreservaten. In diesen Landschaften finden sich interessante Exkursionsziele.

    Die Georg-August-Universität Göttingen verfügt über eine sehr große fachliche Breite in der Umweltforschung. An Grundlagen oder an der Anwendung orientierte Biodiversitätsforschung wird in den drei "grünen Fakultäten" (Biologische Fakultät, Fakultät für Agrarwissenschaften, Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie) sowie an der Fakultät für Geowissenschaften und Geographie durchgeführt und hat internationale Anerkennung erfahren.

    Für das Studium von Biologischer Diversität und Ökologie bietet die Universität Göttingen hervorragende Voraussetzungen. Zu den zentralen Einrichtungen gehören:

    der Botanische Garten mit
    - Systematischer Abteilung (über 10.000 Pflanzenarten)
    - Experimentell-Ökologischer Abteilung mit Freilandlabors und klimatisierbaren
    Pflanzenanzuchtkabinen, und
    - Forstbotanischem Garten einschließlich Pflanzengeographischem Arboretum
    mit ca. 2.000 Gehölzarten;
    das Universitäts-Herbarium (Abt. Systematische Botanik) mit ungefähr 800.000 Belegen von Gefäßpflanzen, Moosen und Flechten, einschließlich einer Reihe von Exemplaren aus der Südsee (gesammelt von Georg Forster während der zweiten Reise von James Cook);
    die Sammlung von Algenkulturen Göttingen (SAG), mit ca. 2.100 Kulturen die größte Mitteleuropas
    das Zoologische Museum
    das Museum der Geologischen Institute
    die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB), eine der fünf größten Bibliotheken Deutschlands
    die Bereichsbibliothek der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie als die Spezialbibliothek Deutschlands für Forstwissenschaften
    die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung (GWDG), welche die EDV-Versorgung, mit Rechnern bestückte Schulungsräume, Studierenden zugängliche Rechner auf dem Campus sowie den Zugang zu einem Wireless LAN zur Verfügung stellt

    Studiengänge in Biologischer Diversität und Ökologie

    Seit dem Wintersemester 2004/2005 werden an der Georg-August-Universität Göttingen ein Bachelor-, ein Master- und ein Promotions-Studiengang in Biologischer Diversität und Ökologie angeboten. Das Studium soll eine an internationalen Maßstäben orientierte, hochwertige universitäre Ausbildung auf dem Gebiet der Biologischen Diversität und Ökologie gewährleisten, die eng mit Forschungsaktivitäten verknüpft ist. Das Studienangebot wird vom Zentrum für Biodiversitätsforschung und Ökologie koordiniert, die Federführung liegt bei der Biologischen Fakultät. Weitere beteiligte Fakultäten sind:

    Fakultät für Agrarwissenschaften
    Fakultät für Geowissenschaften und Geographie
    Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie (Master- und Promotions-Studiengang)
    Juristische Fakultät (Master- und Promotions-Studiengang)
    Die Studieneinheiten werden nach dem European Credit Transfer System (ECTS) bewertet, das eine wechselseitige Anerkennung von Studienleistungen im europäischen Bildungsraum erleichtert. Ein Credit (C) entspricht einer Gesamt-Arbeitsbelastung ("work load") von 30 Zeitstunden.
     

    Bachelor-Studiengang | Master-Studiengang | Promotions-Studiengang


    Bachelor-Studiengang Biologische Diversität und Ökologie


    Studiendauer: Sechs Semester
    Abschluss: Bachelor of Science, B.Sc.
    Zugangsvoraussetzung: Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife
    Studienbeginn: Wintersemester (Mitte Oktober)
    Zahl der Studienplätze: 20 pro Jahr
    Ende der Bewerbungsfristen: 15. Juli für das folgende Wintersemester (für Bewerber außerhalb der EU: 15. Januar); 15. Januar für das folgende Sommersemester (nur für Studienort-/Studiengangwechsler; für Bewerber außerhalb der EU: 15. Juli)

    Wichtigste Merkmale:

    biologisch-naturwissenschaftliche Grundausbildung (1.-4. Semester)
    Schwerpunkte in den Bereichen Angewandte Biodiversitätsforschung, Ökologie und Systematik (5.-6. Semester)
    Vermittlung vertiefter Kenntnisse der mitteleuropäischen Flora, Fauna und Vegetation
    Vermittlung moderner Methoden der Systematik und Ökologie in den zentralen Feldern der Biodiversitätsforschung
    vollständige Modularisierung mit studienbegleitenden Prüfungen
    sechs- bis achtwöchiges Berufspraktikum
    zehnwöchige Bachelor-Abschlussarbeit
    Bewerbungen sind an das Studentensekretariat der Georg-August-Universität Göttingen zu richten ("Studium", "Ansprechpartner", "Studentensekretariat"). Bewerberinnen und Bewerber außerhalb der EU wenden sich bitte an Studium international.

    Qualifizierung:

    Das Studium qualifiziert, gegebenenfalls in Kombination mit einer Zusatzausbildung, für Tätigkeiten in der Landschaftsplanung, in Nationalparks, Naturschutzbehörden und Landesämtern, in wissenschaftlichen und Schulbuch-Verlagen sowie in der Erwachsenenbildung, die eine umfassende Grundausbildung im Bereich der organismischen Biologie voraussetzen und Artenkenntnisse sowie das Verstehen ökologischer Zusammenhänge verlangen.

    Struktur:

    Erster Studienabschnitt (1.-4. Semester)

    1.-2. Semester:
    Ringvorlesung "Allgemeine Biologie", Grundpraktika "Botanik" und "Zoologie", Modul Anorganische Chemie (Pflichtveranstaltungen)

    2.-4. Semester:
    Pflichtveranstaltungen in Botanik, Zoologie, Evolutionsbiologie, Ökologie
    Wahlpflichtveranstaltungen in Anthropologie/Soziobiologie, Biochemie, Entwicklungs- und Zellbiologie, Genetik, Mathematik/Statistik, Mikrobiologie, Organischer Chemie, Physik, Physikalischer Chemie, Zoophysiologie, Methodenkompetenz: Wissenschaftliches Arbeiten, Erd- und Lebensgeschichte.

    Zweiter Studienabschnitt (5.-6. Semester)
    Vor Beginn des fünften Semesters ist ein sechs- bis achtwöchiges Berufspraktikum zu absolvieren, das z. B. in Naturschutzeinrichtungen, Nationalparks, Landschaftsplanungsbüros, wissenschaftlichen oder Schulbuch-Verlagen oder politischen Organisationen durchgeführt werden kann.

    Im fünften und sechsten Semester werden drei Themenbereiche studiert, in denen insgesamt fünf Pflicht- und zwei Wahlpflichtmodule zu absolvieren sind:


    Themenbereiche
    Pflichtmodule
    Wahlpflichtmodule


    Angewandte Biodiversitätsforschung
    Biodiversität und Methoden ihrer Erforschung (6 C)
    Naturschutzbiologie (6 C)


    Ökologie
    Pflanzenökologie (6 C)
    Vegetationsanalyse (6 C)

    Tierökologie (6 C)
    Agrarökologie (6 C)


    Evolution & Systematik
    Botanische Systematik (6 C)
    Palynologie und Umweltgeschichte (6 C)

    Zoologische Systematik (6 C)



    Details zur Struktur des Bachelor-Studiengangs können der Studienordnung unter www.uni-goettingen.de/de/46228.html entnommen werden.

    Details zu den Leistungsanforderungen im Bachelor-Studiengang können der Prüfungsordnung unter www.uni-goettingen.de/de/46228.html entnommen werden.
     

    Übersicht: Studiengänge in Biologischer Diversität und Ökologie


    Master-Studiengang Biologische Diversität und Ökologie


    Studiendauer: Vier Semester
    Abschluss: Master of Science, M.Sc.
    Zugangsvoraussetzungen: Die Zulassung erfolgt auf der Grundlage des Ergebnisses des Bewerbungsverfahrens entsprechend der Zugangsordnung für das WiSe 2010/11
    Studienbeginn: Wintersemester (Mitte Oktober)
    Zahl der Studienplätze: 40 pro Jahr
    Bewerbungszeitraum: 31.3. – 15.5. für das kommende Wintersemester.

    Wichtigste Merkmale:

    konsekutiver Aufbau auf dem Bachelor-Studiengang
    übergreifendes Modul "Biodiversität" mit Exkursionen, Freilandkursen und Bestimmungsübungen
    Wahl des Studienschwerpunkts aus Pflanzenökologie, Tierökologie, Pflanzensystematik, Tiersystematik oder Evolution und Naturschutzbiologie
    Biologische Spurenkunde
    Belegen von Wahlmodulen aus einem breiten Angebot von Fachrichtungen (s. unten)
    sechsmonatige Master-Arbeit auf der Grundlage eigener experimenteller Untersuchungen oder Feldstudien, mit einem Vorbereitungsmodul (Project management and Research methods).
    Qualifizierung:

    Das Studium qualifiziert einerseits zu anspruchsvoller Tätigkeit auf wissenschaftlicher Grundlage in Behörden, Forschungseinrichtungen und Unternehmen (z. B. im Höheren Dienst von Naturschutz- und Umweltämtern, in biologisch-naturkundlichen Museen und Sammlungen, in botanischen und zoologischen Gärten, in nationalen und internationalen Organisationen des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Agrar- und Forstwissenschaften, in der Entwicklungszusammenarbeit und im Bereich der Medien), andererseits zu wissenschaftlicher Weiterqualifikation im Rahmen von Promotions-Programmen.

    Ich werde den Bachelor machen,ob ich danach den Master mach,weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall ist das Studium sehr gut, da, auch wenn man nicht ganz so naturwissenschaftlich begabt ist, trotzdem Chancen auf ein tolles Studium hat. Ich war nie gut in Mathe, Physik oder Chemie. Chemie muss ich zwar machen,aber auch nur anorganische Chemie. Und anstatt Mathe oder Physik kann ich dafür so interessante Dinge wie z.B. Soziobiologie/Anthropologie oder Erd-und Lebensgeschichte machen!

    Ich möchte später damit auf jeden Fall mit dieser Qualifikation im Naturschutz oder in einer Tierschutzorganisation arbeiten, so kann man z.B. auch in einer Organisation wie dem WWF arbeiten. Man hat aber,wie oben beschrieben, auch die Möglichkeit bei Behörden, im Medienbereich etc. zu arbeiten.

    Ich hoffe,ich konnte Euch dieses Sudium etwas "schmackhaft" machen und hoffe, ihr möchtet später auch etwas Ähnliches machen!

    Liebe Grüße von Julia

    P.S.: Nächste Woche habe ich mein erstes Grundpraktikum (Botanik) und werde Pflanzen bestimmen und mikroskopieren,mal schauen,wie es wird. ;-)

Kommentare

11 Kommentare
  • Pferdefreak gefällt das
  • Julia018
    Julia018 @ Gluehwuermchen: Doch,man brauch einen NC
    25. Oktober 2010
  • WildesHerz
    WildesHerz Boah! genau des hab ich gesucht! Allerdings ist Göttingen bissi weit von zuhause weg, aber in meiner Umgebung gibts so n ähnlichen Strudiengang kaum.... total doof! Ich würde nämlich später gerne beruflich was in die Richtung Naturschutz machen, aber es i...  mehr
    5. Januar 2011
  • Schmusetigerle
    Schmusetigerle das Studium klingt sehr interessant. Wo kann man diesen Studiengang überall studieren?
    27. Januar 2011
  • Julia018
    Julia018 @ WildesHerz: Du kannst ja auch den Studiengang Biologie wählen,da machst du auch den Bachelor of Science und kannst damit später auf jeden Fall auch im Naturschutz arbeiten,Denn ich denke mal,Biologie ist öfter vertreten als Biologisch Diversität und Öko...  mehr
    9. Februar 2011